möchte auch Heiraten in Minsk

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  • #13299
    schlegel
    2 Beiträge

    Hallo zusammen,
    Möchte endlich auch mal meine Freundin heiraten sind ja schon 8 Jahre zusammen und man sieht sich nicht oft.In Minsk heiraten wäre schon gut ,blos weis nicht genau wie das jetzt funktioniert weil ich lebe und wohne in Tschechien und habe aber deutschen Pass bin aber in Tschechien gemeldet und nicht mehr in Deutschland,vielleicht kann mir da jemand helfen ,ansonsten muss ich mal auf Standesamt in Minsk fragen muss ja auch eine Lösung geben, fahre im Mai nach Minsk .gr.uwe

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    #13301
    sirius6
    85 Beiträge

    warum sollte es da probleme geben?

    Ledigkeitsbescheinigung aus Tchechien mit Apostille aus Tchechien, dazu dann eine amtliche Übersetzung, Meldebestätigung, Arbeitsnachweis und Pass mitbringen, anmelden auf dem Standesamt, heiraten und die Braut mit nach Tchechien nehmen, sobald das Visum zur Familienzusammenführung da ist!

    Keine Probleme

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    #13302
    mikael321
    2337 Beiträge

    [b]sirius6 schrieb:[/b]
    [quote]sobald das Visum zur Familienzusammenführung da ist![/quote]Ist nicht nötig, da Schlegel seine EU Freizügigkeit wahrnimmt . Sobald Schlegel und seine „Frau“ ja gesagt haben und die Ehe geschlossen wurde, hat sie genau den selben Status wie ihr Mann . Es kann dann gleich zur Grenze gefahren werden, und unter Vorlage der Eheurkunde müssen die Polen sie rein lassen. ( oder die anderen EU Anrainer ) Siehe 2004/38/EG !

    Man kann ein Visum beantragen, wenn man möchte das ist dann umgehend ( max. 24 Stunden ) und kostenlos zu erteilen ! Nötig ist es aber nicht, weil die EU Freizügigkeit Deklaratorisch ist .

    http://de.wikipedia.org/wiki/Deklaratorisch

    Michael

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    #13307
    DanikBY118
    15 Beiträge

    [b]mikael321 schrieb:[/b]
    [quote][b]sirius6 schrieb:[/b]
    [quote]sobald das Visum zur Familienzusammenführung da ist![/quote]Ist nicht nötig, da Schlegel seine EU Freizügigkeit wahrnimmt . Sobald Schlegel und seine „Frau“ ja gesagt haben und die Ehe geschlossen wurde, hat sie genau den selben Status wie ihr Mann . Es kann dann gleich zur Grenze gefahren werden, und unter Vorlage der Eheurkunde müssen die Polen sie rein lassen. [/quote]

    …das ist interessant. Mir steht ja dieses Jahr auch die Hochzeit (in Minsk) bevor und wir wollen dann gegen Ende des Jahres zusammen in D. wohnen. Gut, dass das dann so einfach geht, dass sie zu mir nach Deutschland kann. Ohne Visumbeantragen usw.

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    #13311
    mikael321
    2337 Beiträge

    [b]DanikBY118 schrieb:[/b]
    [quote]…das ist interessant. Mir steht ja dieses Jahr auch die Hochzeit (in Minsk) bevor und wir wollen dann gegen Ende des Jahres zusammen in D. wohnen. Gut, dass das dann so einfach geht, dass sie zu mir nach Deutschland kann. Ohne Visumbeantragen usw.[/quote]

    Wenn du EU Bürger ( Keine Deutscher ! ) bist ( oder CH, N, IS, LI Staatsbürger ) und in Deutschland lebst , dann ja.

    Wenn du Deutscher bist, und im EU Ausland lebst ( oder in CH, N, IS LI ) dann auch .

    Wenn du Deutscher bist, und in Deutschland lebst , hast du leider Pech gehabt . Dann gilt für dich Deutsches Recht . Und das ist strenger als EU Recht. Siehe auch Inländerdiskriminierung . http://de.wikipedia.org/wiki/Inl%C3%A4nderdiskriminierung

    Michael

    PS: Wir leben in der Schweiz . Und wir haben meine Schwimu aus Belarus nachziehen lassen. Das wäre in Deutschland völlig unmöglich gewesen . Wenn wir jetzt nach Deutschland zurück gehen würden, müssten auch die Deutschen einen Aufenthaltstitel für Schwimu erteilen, ( genauer eine EU Aufenthaltskarte für 5 Jahre ) obwohl wir dann Deutsche in Deutschland wären, und eigentlich Deutsches Recht gelten würde. Als Rückkehrfälle, gilt für uns aber dann EU Recht.

    Siehe

    Ziff. 3.0.2 der AVWV-FreizügG : Da deutsche Staatsangehörige grundsätzlich nicht in den Anwendungsbereich des Freizügigkeitsgesetzes/ EU bzw. der Freizügigkeitsrichtlinie fallen, wenn sie von ihrem Freizügigkeitsrecht noch keinen Gebrauch gemacht haben (vgl. Nummer 1.3), können sich ihre Familienangehörigen nicht auf § 3 berufen. Das Aufenthaltsrecht dieser Familienangehörigen richtet sich nach dem Deutschen AufenthG.

    —> ABER es geht noch weiter :

    Allerdings können sich drittstaatsangehörige Familienangehörige von Deutschen auf das Gemeinschaftsrecht auf Freizügigkeit berufen. Dies ist der Fall, wenn der deutsche Staatsangehörige mit seinen Familienangehörigen aus einem anderen EU-/EWR-Mitgliedstaat nach Deutschland zurückkehrt, nachdem er sein Freizügigkeitsrecht ausgeübt hat (so genannte „Rückkehrfälle“).

    –> Achtung jetzt kommt es :

    Dies gilt auch, wenn der deutsche Staatsangehörige, der von seinem Freizügigkeitsrecht in einem anderen EU-/EWR Mitgliedstaat gebrauch macht und mit seinen (drittstaatsangehörigen) Familienangehörigen aus dem EU-/EWR-Mitgliedstaat vorübergehend(z. B. zu familiären Besuchen) oder dauerhaft nach Deutschland zurückkehrt.

    In diesen „Rückkehrerfällen“ liegt ein grenzüberschreitender Bezug vor, bei dem sich der Deutsche und seine Familienangehörigen in einer Situation befinden, die der Situation des Unionsbürgers gleicht, der von seinem Freizügigkeitsrecht Gebrauch macht und von seinem Herkunftsstaat mit seiner Familie nach Deutschland kommt. Wenn ein solcher Gemeinschaftsbezug vorliegt, sind ausnahmsweise die Regelungen des Freizügigkeitsgesetzes/ EU auch auf die drittstaatsangehörigen Familienangehörigen [b]Deutscher[/b] anwendbar. Unerheblich ist dabei, ob die Ehe oder das Verwandtschaftsverhältnis erst während des Aufenthalts des Deutschen im anderen EU-/EWRMitgliedstaat begründet worden ist. In diesen Fällen muss jedoch darauf geachtet werden, ob es sich um eine „echte“ Rückkehr eines Deutschen handelt. Besteht ein hinreichender Verdacht, dass die Ausreise lediglich vorübergehend war und dem Zweck der Umgehung nationaler Familiennachzugsregelungen diente, ist das Bestehen der Freizügigkeit wegen Rechtsmissbrauchs zu versagen.

    ( Was die Behörde zweifelsfrei nachweisen müsste , ein hinreichender Verdacht wie im Gesetz angegeben ist, reicht da nicht aus )

    http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26102009_MI19371156524.htm

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    #13314
    DanikBY118
    15 Beiträge

    Sorry…aber das ist eine Schweinerei !!! -angry

    naja…es gibt keine Probleme, es gibt nur Herausforderungen. Auch das werden ich/wir hinbekommen.

    Hab gerade mit der Ausländerbehörde telefoniert.
    Sie hat im Grunde das gleiche wie du gesagt:

    Sie muss in Minsk in der DE-Botschaft ein Visum für Eheführung beantragen, damit sie dann bei mir in D. wohnen darf bzw, ich sie zu mir kommen kann. Und auch ein Sprachnachweis A1 (kann man im Goethe-Institut machen). Allerdings hat sie auf der Universität deutsch studiert und laut der Ausländerbehörde zählt das auch als Sprachnachweis. (wenigstens ein bisschen Glück)

    Dazu kommen noch ewig viel Dokumente, die man von mir will. u.a. Wohnraumnachweis und eine Verpflichtungserklärung.

    ich sehe schon, das wird Wochen / Monate dauern, aber der Heirat – ich hoffe, das ich wenigstens die Heirat im Sommer machen kann. (in Minsk)

    Achja, Heirat. Ich habe im Standesamt angerufen.
    Möglichkeit 1 – Heiraten in D.:
    benötigte Unterlagen [b]von ihr[/b]:
    -Geburtsurkunde
    -Ledigkeitsbescheinigung
    -falls sie schonmal verheiratet war: Heiratsurkunde und Scheidungsurteil von der vorherigen Ehe
    ALLES MIT APOSTILLE

    Möglichkeit 2 – Heiraten in Minsk:
    für mein Ehefähigkeitszeugnis:
    benötigte Unterlagen [b]von Ihr[/b]:
    – Geburtsurkunde
    – Ledigkeitsbescheinigung
    beides ohne Apostille und Kopien reichen aus (nochmal ein bisschen Glück)

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    #13317
    mikael321
    2337 Beiträge

    [b]DanikBY118 schrieb:[/b]
    [quote]u.a. Wohnraumnachweis und eine Verpflichtungserklärung[/quote]VE ist nur bei strengen ABH´s nötig, da du ja sowieso die große VE machst . ( Heiraten ) Ein Wohnraumnachweis ist [b]NICHT[/b] nötig, da zur Eheschließung mit einem Deutschen völlig ohne Belang . ( Ausländer die in D. leben, müssen 12 m*m Wohnraum pro Person nachweisen ) Sollten die nach der Eheschließung zur Erteilung der AE ( Aufenthaltserlaunis ) Lohnachweise von dir haben wollen, würde ich mich weigern . Denn auch dein Gehalt ist zur Erteilung der AE völlig ohne Belang.

    Für die AE sind nur wichtig :

    Du bist Deutscher und hast deinen Regelmäßigen Aufenthalt in D.
    ( Nachweis evt. über eine Meldebescheinigung )

    Ihr seid verheiratet

    Sie spricht Deutsch mit mindestens Niveau A1 . Ein Prüfung ist nicht Erforderlich !

    Sie hat einen gültigen Pass ! ( Merke : Ein BY Pass ist auch nach Namensänderung wegen Heirat noch gültig, auch wenn die Ausländerbehörde was anderes erzählt )

    Auch eine Krankenversicherung ist zur Erteilung einer AE NICHT NÖTIG ! ( auch da erzählt die ABH gerne was anders )

    Dein Gehalt und der Wohnraum sind auch völlig unwichtig !

    Auch wenn viele glauben, ich mache der Behörde alles recht, dann lässt man mich in Ruhe, ist meine persönliche Erfahrung eine andere. Diejenigen die sich ihrer Rechte bewusst sind, und diese auch bei der Behörde vertreten, läßt man in der Regel dann in Ruhe . ( Ich habe ja jahrelang Migrationsberatung gemacht )

    Also also zb. die ABH einen Lohnnachweis und Wohnraumnachweis verlangt, verlange ich dann immer eine [b]SCHRIFTLICHE Begründung [/b], warum dies verlangt wird . Dann kommt meist : Weil wir das immer so machen . Darauf dann ich : Da muss es ja eine Vorschrift für geben, die möchte ich gerne wissen. Dann kommt meist die Phase wo mit dem Vorgensetzen Rücksprache gehalten wird, und zu 99 % kommt dann :

    In Ihrem Fall verzichten wir darauf , [b]AUSNAHMSWEISE[/b] ! ( Mein Lieblingswort )

    Michael

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    #19673
    schlegel
    2 Beiträge

    hallo.möchte nochmal nachfragen wie das ist denn ich möchte auf jedenfall meine langjährige freundin aus minsk heiraten muss endlich mal funktionieren. also ich bin deutscher bin in deutschland abgemeldet weil ich in tschechien lebe und wohne bin freiberufler und bin geschieden und meine verlobte in minsk hat noch ein 4 jähriges kind was brauche ich da genau für dokumente ,brauch ich da auch so ein scheiss ehefähigkeitszeugniss ….vielleicht kann mir jemand weiterhelfen….danke gruss uwe

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    #19674
    Mario
    175 Beiträge

    [quote=“schlegel“ post=20172]was brauche ich da genau für dokumente ,brauch ich da auch so ein scheiss ehefähigkeitszeugniss ….vielleicht kann mir jemand weiterhelfen….danke gruss uwe[/quote]

    Hallo Uwe,

    da solltest Du bei dem Standesamt nachfragen wo ihr heiraten wollt.
    Ich hatte mit meinem Standesamt Glück und brauchte u.a. nur eine erweiterte Meldebescheinigung.

    Viel Glück
    Mario

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    #19682
    Econom
    179 Beiträge

    [quote=“Mario“ post=20173]
    Ich hatte mit meinem Standesamt Glück und brauchte u.a. nur eine erweiterte Meldebescheinigung.
    [/quote]

    Das ist halt Gomel! Hab dort 2008 geheiratet. Die Leiterin vom Standesamt N.V. Morosova hat das alles unkompliziert geregelt!

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