Zinsen in Belarus

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  • #18010
    GroM
    4243 Beiträge

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    #18016
    mikael321
    2337 Beiträge

    [img]https://lh5.googleusercontent.com/-VGvdcgkH3wQ/UVSNDgDOYvI/AAAAAAAAFnE/DiG_DpL_pTg/s1024/schaufensterwerbung-in-karlsruher-reiseb%25C3%25BCro.jpg[/img]

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    #18020
    0-gravity
    465 Beiträge

    @derdickemax
    auch wenn du jetzt die „Vermischung“ beider Geldmengen in deinem Thread verneinst, so beeinflußt das „Investitionsgeld“ faktisch doch das „Konsumgeld“. Ok, der Vermögensverwalter wird jetzt nicht wagonweise Butter kaufen. Aber durch die entstehenden „Blasen“ (=künstlich hochgetriebene Preise) ziehen sie dem Normalverbraucher das Geld aus der Tasche, wenn er sein Kapital z.B. in Aktien temporär parken will oder sich eine Immobilie anschafft. Oder eben damit, daß es in Erwartung von Rendite die Verbraucherpreise treibt (z.B. Mieten, Energie, Rohstoffe). Dann steht die Kohle eben nicht mehr für Konsum zur Verfügung sondern mehrt das Investitionskapital.

    na jut, letzten Endes liegen wir in unseren Einschätzungen nicht sooo weit auseinander. Auch wenn mir einige Punkte bisher nicht in dieser Form bewußt waren (z.B. deine Einschätzung zur Zukunft des Euros).

    Wenn ich das jetzt richtig zusammenbekomme, dann sind die möglichen Lösungsansätze für Europa in etwa diese:
    – Staatenfinanzierung über die EZB Bilanz
    – „Weginflationierung“ der Schulden über eine moderate, gewollte Inflation. (Wobei sich mir die Frage stellt, ob man die Inflation auf einen Zielwert quasi „einstellen“ kann. Das wird zwar behauptet, ziehe ich aber massiv in Zweifel)
    – Limitierung auf der Ausgabenseite (Sparprogramme)
    – Verbesserungen auf der Einnahmeseite durch Erhöhung von Steuern und Abgaben
    – Durchgriff auf die Sparguthaben (im Ernstfall)

    Am Ende wird es wohl auf ’ne Kombination von allem hinauslaufen. Ob das die beste Lösung ist, sei dahingestellt. Die Diskussion über die beste Lösung wird sowieso immer eine theoretische bleiben. Für mich ist aber Fakt, daß der Euro danach eben nicht mehr das ist, was er nach Maastricht Vertrag sein sollte, auch wenn er noch immer Euro heißt…

    Bei BY sehen die Randbedingungen nun ein wenig anders aus. Welche praktikablen Wege siehst du denn für Luka dem Dilemma zu entkommen?
    (Der Durchgriff auf Bankguthaben der BY Bürger scheint ja dort nicht von vorrangigem Interesse zu sein. Offensichtlich haben ja BY Bürger kaum nennenswerte Bankguthaben, Somit würde diese Maßnahme kaum Ertrag bringen. So gesehen kann man ja ketzerisch formulieren, daß mein Geld auf ’nem BY Valutakonto „sicherer“ wäre 😎 )

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    #18021
    peter09
    390 Beiträge

    quote] So gesehen kann man ja ketzerisch formulieren, daß mein Geld auf ’nem BY Valutakonto „sicherer“ wäre 😎 ) [/quote]

    Ein kreativer Denkansatz …. und m.E. ist Geld auf einem BLR-Konto (in z.B. Euro) tatsächlich nicht unsicherer als auf einem Konto innerhalb der Eurozone (die Außerungen des Herrn Dijsselbloem waren ja so „ehrlich“, das er sie relativieren musste ….)
    Die grundsätzliche Problematik besteht doch weltweit darin, das Geld (unabhängig von der Definition von Geldmengen) eine Illusion ist – den Wert des bedruckten Papiers oder der Münzen (oder eben des Kontoauszugs) von MORGEN, ÜBERMORGEN oder in 10 JAHREN kann niemand garantieren – vor allem kein Staat, der mehr ausgibt als er hat (oder der für andere Staaten Garantien abgibt oder der von anderen Staaten abhängig ist : und das trifft meiner Meinung nach auf alle Staaten zu).

    Einmal davon abgesehen, das „Geld haben“ ein Luxusproblem darstellt (ca. 95% aller Menschen haben keins, was über das lebens-/ überlebensnotwendige hinausgeht) kann jeder (der eben Geld hat) letztendlich doch nur entscheiden, wem oder was er selbst Vertrauen (= SUBJEKTIVE Überzeugung) schenkt : Immobilien, Münzen, Briefmarken, Gold, Geldanlagen (welcher Art auch immer), Bank, Matratze …. oder Konsum (auch Geld ausgeben, z.B. für andere) ist in meinen Augen eine „Anlageform“ – denn hier entsteht nicht nur das Gefühl, sondern u.U. die Gewissheit, das Geld „sinnvoll“ angelegt zu haben …..

    Und ich wiederhole mich sehr bewusst : Wenn mir (z.B. die EU) von (wiederum z.B.) von 500.000,-€ 40% wegnimmt – dann habe ich noch 300.000,-€ – und dann kann ich mich die nächsten 10, 20, 30 Jahre über den Verlust (Diebstahl) von 200.000,-€ ärgern (Risiken z.B. Herzinfarkt, Depressionen, schlechte Laune) oder mich darüber freuen, das ich noch 300.000,-€ habe …..

    Und wenn ich mir (ganz persönlich) noch überlege, das die wirklich wichtigen Dinge innerhalb der zeitlich endlichen Existenz ohnehin nicht mit Geld zu kaufen sind …….

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    #18022
    0-gravity
    465 Beiträge

    [quote=“peter09″ post=18515]
    Die grundsätzliche Problematik besteht doch weltweit darin, das Geld (unabhängig von der Definition von Geldmengen) eine Illusion ist – den Wert des bedruckten Papiers ….
    Und wenn ich mir (ganz persönlich) noch überlege, das die wirklich wichtigen Dinge innerhalb der zeitlich endlichen Existenz ohnehin nicht mit Geld zu kaufen sind …….[/quote]

    Du hast ohne Frage recht und über den grundsätzlichen „Wert“ des Geldes müssen wir sicher nicht diskutieren, da wirst du unter den meisten hier auch Einigkeit erzielen. Glück und Zufriedenheit sind immer eine Frage der Perspektive und oftmals sicherlich nicht unbedingt vom Geld abhängig. Aber letzten Endes dreht sich doch sehr viel ums goldenen Kalb.

    Wenn man ehrlich ist, dann ist es doch beim Normalbürger so, daß er ein mehr oder minder normales Leben ohne Exzesse führt und von seinen Einkünften was zurücklegt: für später, für Notfälle, für die Familie, für die Kinder, für besondere Wünsche oder für was auch immer. Das wird mal mehr und mal weniger sein, aber in den meisten Fällen sicherlich keine abartigen Reichtümer. Das Ganze ist doch auch völlig legitim. So, und jetzt soll der Einzelne für eine Party zahlen, bei der eigentlich gar nicht so richtig eingeladen war. Und dieser jemand, egal wo er denn nun lebt, stellt sich ganz pragmatisch die Frage: „Wie kann ich dieser Entwicklung zumindest gegensteuern“. Da interessieren ihm dann theoretische Diskussionen über den Wert des Geldes nicht so besonders, nehme ich an.

    Mein Großvater ist 87 Jahre alt geworden. Der hat in seinem Leben zwei Welktriege überlebt, den hat es zwischendurch nach Südamerika verschlagen, der hat in D 10 verschiedene Währungen kennengelernt und mehrere Währungscrashes erlebt. Bei den ersten hat er noch mächtig draufgezahlt, später dann hat er zumindest Schadensbegrenzung betreiben können.

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    #18024
    derdickemax
    283 Beiträge

    [quote]Wenn ich das jetzt richtig zusammenbekomme, dann sind die möglichen Lösungsansätze für Europa in etwa diese:
    – Staatenfinanzierung über die EZB Bilanz
    – „Weginflationierung“ der Schulden über eine moderate, gewollte Inflation. (Wobei sich mir die Frage stellt, ob man die Inflation auf einen Zielwert quasi „einstellen“ kann. Das wird zwar behauptet, ziehe ich aber massiv in Zweifel)
    – Limitierung auf der Ausgabenseite (Sparprogramme)
    – Verbesserungen auf der Einnahmeseite durch Erhöhung von Steuern und Abgaben
    – Durchgriff auf die Sparguthaben (im Ernstfall)[/quote]100% richtig erkannt.
    Besser kann man es nicht formulieren.
    Chapeau! -wink

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    #18047
    GroM
    4243 Beiträge

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    #18049
    peter09
    390 Beiträge

    [quote]Mal auf die Geburtsstation Eures Krankenhauses gehen, zur Besuchszeit…[/quote]

    brauche ich nicht – ich war (2011) beim Standesamt in Frankfurt – im Wartebereich gab es keine einzige Frau ohne Kopftuch. Ich habe prinzipiell nichts gegen Einwanderung und schon überhaupt nichts gegen Integration (wer auch immer sich wo auch immer integrieren will, sollte es tun und auch tun dürfen), aber da fällt mir immer wieder die Frage meiner (belarussichen) Ehefrau beim ersten Besuch in Deutschland (Frankfurt am Main, Innenstadt) nach ca. 1 Stunde Aufenthalt ein : „leben in Deutschland auch Deutsche ?“ …..

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    #18051
    Alex
    523 Beiträge

    [quote=“Smirnoff“ post=18541]Nur, Deine Grundannahmen stimmen nicht.
    Habe leider zu wenig Zeit, das jetzt alles zu konterkarieren.[/quote]
    Hast keine Zeit, schreibst aber stundenlang irgend einen Kram weiter…

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    #18053
    0-gravity
    465 Beiträge

    [quote=“Smirnoff“ post=18541]
    Trotzdem sage ich, das irgendwann in 10 – 15 Jahren dieses Land so kaputt sein wird (übrigens keineswegs nur aufgrund der „Euro-Problematik“, sondern da gibt es ja auch noch das ein oder andere „kleine Problemchen“), basierend auf dem fast überall zu sehenden Niedergang seit etwa 2000, das Belarus dann doch eine Alternative für Leute (Rentner oder „Fast-Rentner“) sein könnte, die eventuell dort „persönliche Beziehungen“ und ein wenig Ersparnisse haben werden.
    [/quote]

    Ich gebe dir insofern recht, daß D aufgrund von Arroganz, Ignoranz, Dilletantismus, Korruption (‚tschuldigung gibt’s ja hier nicht, heißt hier Lobbyismus) und politischer Lähmung ein gigantisches Potential verschleudert. Ich denke auch, daß infolgedessen der Abstand zu den Schwellenländer schneller schrumpft, als man gemeinhin denkt.

    Ob man jetzt BY als lebenswerte Alternative sieht, daß muß jeder selbst entscheiden. Ich persönlich würde das für mich momentan eher verneinen. Dazu ist es mir insgesamt zu „piefig“ dort. (Ob sich das bei den dortigen Strukturen und der verbreiteten Lethargie in BY in absehbarer Zeit ändert, wage ich zu bezweifeln. Bzgl Auswanderung würde ich daher im Fall des Falles bestimmt ne andere Wahl treffen. Aber „sag niemals nie“ -wink ). )

    Was die Zuwanderer betrifft, so denke ich schon, dass wir aufgrund der demographischen Entwicklung auf diese in D angewiesen sein werden. Eben um unseren Stand zu halten. Allerdings sollte man definitiv schon steuern, wer & was da zuwandert! Das sollte man abseits der üblichen „politcal correctness“ schon deutlich sagen. Das Tun zuwenige, und wenn, dann bekommen sie umgehend auf die Mütze. Auch scheint es keinen politischen Willen zu geben, das Ganze in geregelten Bahnen im Eigeninteresse Deutschlands zu steuern. Und damit wären wir wieder bei den oben angesprochenen Punkten…

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    #18065
    derdickemax
    283 Beiträge

    @ 0-gravity
    Du hast (leider) vollständig Recht.

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    #18092
    Helfer
    399 Beiträge

    [quote]
    Was die Zuwanderer betrifft, so denke ich schon, dass wir aufgrund der demographischen Entwicklung auf diese in D angewiesen sein werden. Eben um unseren Stand zu halten. Allerdings sollte man definitiv schon steuern, wer & was da zuwandert! Das sollte man abseits der üblichen „politcal correctness“ schon deutlich sagen. Das Tun zuwenige, und wenn, dann bekommen sie umgehend auf die Mütze. Auch scheint es keinen politischen Willen zu geben, das Ganze in geregelten Bahnen im Eigeninteresse Deutschlands zu steuern. Und damit wären wir wieder bei den oben angesprochenen Punkten…[/quote]

    Da gehe ich mal getrost mit.
    BY als Ziel eventuellen neuen persönlichen Lebensraum oder Alterssitzes zu wählen, trotzt zahlreicher Freunde und Patensohnes,der ohne wenn und aber in der Mehrzahl liebenswürdigen Menschen, hielt ich dennoch für verwegen.Da ist so mancher Muff für einen gestandenen freien Westeuropäer zu anrüchig.Das ist mein persönlicher Eindruck den ich jährlich seit 1990 sammelte.

    Aber um zum Thema Zinsen in BY zurückzukommen, das wird mich nicht abhalten ein „kleines persönliches“ Bankkonto in BY anzulegen. Das hätte den Charme man müsste nicht immer Kohle mit herumschleppen, der Patensohn könnte da unterstützt werden und Gebührenfrei wäre das ganze vielleicht auch noch.

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