Weißrussen nach Deutschland einladen

Foren Einladung & Visum Weißrussen nach Deutschland einladen
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  • #5943
    Aneta Schmiete
    2 Beiträge

    Hallo ihr,

    ich hab zwar schon ein wenig gelesen, trotzdem ist mir nicht klar geworden, wie ich von grund auf weißrussen zu mir einladen kann.
    wohin muss ich mich wenden, was für ein formular brauche ich? was ist zu beachten?
    und das wichtigste: was ist, wenn man als student (ohne einkommen) jemanden einladen will?

    Liebe grüße,
    ich hoffe auf aufschlussreiche antworten

    0
    #5945
    tholina
    289 Beiträge

    Hallo Aneta,

    ohne Einkommen ist es fast aussichtslos, dass Dein Besuch ein Visum für Deutschland bekommt.

    Normalerweise mußt Du zu Deinem Bürgeramt o.ä. und mußt dort eine Verpflichtungserklärung ausfüllen und unterschreiben. Diese besagt, dass Du für sämtliche Kosten (Unterkunft, Essen usw.) Deines Besuches aufkommen mußt.

    Kosten (in Berlin): € 25,00 pro Person. Verheiratete werden wie EINE Person behandelt, du bezahlst dann auch nur einmal € 25,00.

    Diese Verpflichtungserklärung mußt Du dann Deinem Besuch zukommen lassen, der dann damit zur deutschen Botschaft nach Minsk fährt und dort das Visum beantragt. Wartezeit normalerweise ca. 5 Tage.

    Vielleicht hast Du jemanden, der an Deiner Stelle die Einladung machen kann, denn ohne Einkommen sehe ich keine Möglichkeit.

    Freundliche Grüße aus Berlin, Thorsten

    0
    #5948
    Ralf
    11 Beiträge

    Hallo,

    eine Privateinladung ist möglich, auch ohne für die Geld-Versicherung für den Einzuladenden aufzukommen.
    Gleiches Prozedere wie schon beschrieben, bei der Wohnbehörde (bei uns das Einwohnermeldeamt) melden, das Schreiben ausfüllen (ca. 25,00 Euro) und die Verbindlichkeitsversicherung nicht ankreuzen.
    Im Gegenzug muss der Eingeladene bei der Deutschen Botschaft in Belarus mit Deiner Einladung vorstellig werden und nachweisen, dass er selbst die Kosten tragen kann.
    Die Gefahr einer Ablehnung ist jedoch in diesem Fall deutlich höher.

    Gruß

    Ralf

    0
    #5960
    targa71
    559 Beiträge

    [b]Ralf schrieb:[/b]
    [quote]Hallo,

    eine Privateinladung ist möglich, auch ohne für die Geld-Versicherung für den Einzuladenden aufzukommen.
    Gleiches Prozedere wie schon beschrieben, bei der Wohnbehörde (bei uns das Einwohnermeldeamt) melden, das Schreiben ausfüllen (ca. 25,00 Euro) und die Verbindlichkeitsversicherung nicht ankreuzen.
    Im Gegenzug muss der Eingeladene bei der Deutschen Botschaft in Belarus mit Deiner Einladung vorstellig werden und nachweisen, dass er selbst die Kosten tragen kann.
    Die Gefahr einer Ablehnung ist jedoch in diesem Fall deutlich höher.

    Gruß

    Ralf[/quote]

    Also bei uns ist es die Ausländerbehörde die diese Verpflichtungserklärungen ausstellen.
    Aber ohne ein (genügendes!) Einkommen und dementsprechende Wohnverhältnisse (der Gast muss x qm zur Verfügung haben) sehe ich überhaupt keine Chancen auf das Visum!

    0
    #5967
    Aneta Schmiete
    2 Beiträge

    oki, danke für eure antworten.
    hört sich also eher aussichtslos an für mich. für weitere tipps bin ich gerne offen 🙂

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    #5972
    GroM
    4243 Beiträge

    also bei uns wird das auch in der Ausländerbehörde gemacht
    das es das Bürgeramt auch macht is mir neu

    wichtig is das die Person die aus Weissrussland nach Deutschland kommt eine Krankenversicherung macht , aber ich glaube ohne die bekommen sie erst gar kein Visum

    da Du mit der Verpflichtungserklärung für die Person haftest
    ist es ratsam für die Zeit eine Haftpflichtversicherung für ausländische Besucher abzuschliessen , kostet bei der Hanse Merkur Versicherung zb 10 Euro ungefähr für 10 Tage

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    #5973
    ELF
    27 Beiträge

    Wie oben bereits erwähnt, ist es durchaus möglich, weißrussische Staatsangehörige ohne eine Verpflichtungserklärung nach Deutschland einzuladen. In diesem Fall müssen die Einzuladenden ihre Bonität bei der deutschen Botschaft in Minsk belegen – etwa durch Reiseschecks, die für jeden Tag des Aufenthalts über eine bestimmte Summe gedeckt sein müssen.

    Weitere Informationen dazu wie zu anderen Formalia der Visumsausstellung sind in diesem Thread nachzulesen: http://www.belarusforum.de/component/kunena/21-go-west-go-east/5656-einladung-verpflichtungserklaerung-visum-nach-d.html

    Ob die Behörden hierzulande jedoch einem Studenten prinzipiell erlauben, ausländische Staatsbürger einzuladen, wage ich zu bezweifeln. Einem HARZ IV-Empfänger etwa wird dies meines Wissens verwegert; und man wird wohl davon ausgehen können, dass ein Student gemeinhin nicht viel mehr Wohnraum und Geld zur Verfügung hat.

    0
    #5978
    targa71
    559 Beiträge

    [b]ELF schrieb:[/b]
    [quote]Wie oben bereits erwähnt, ist es durchaus möglich, weißrussische Staatsangehörige ohne eine Verpflichtungserklärung nach Deutschland einzuladen. In diesem Fall müssen die Einzuladenden ihre Bonität bei der deutschen Botschaft in Minsk belegen – etwa durch Reiseschecks, die für jeden Tag des Aufenthalts über eine bestimmte Summe gedeckt sein müssen.

    Weitere Informationen dazu wie zu anderen Formalia der Visumsausstellung sind in diesem Thread nachzulesen: http://www.belarusforum.de/component/kunena/21-go-west-go-east/5656-einladung-verpflichtungserklaerung-visum-nach-d.html

    Ob die Behörden hierzulande jedoch einem Studenten prinzipiell erlauben, ausländische Staatsbürger einzuladen, wage ich zu bezweifeln. Einem HARZ IV-Empfänger etwa wird dies meines Wissens verwegert; und man wird wohl davon ausgehen können, dass ein Student gemeinhin nicht viel mehr Wohnraum und Geld zur Verfügung hat.[/quote]

    Man sollte unterscheiden zwischen den unterschiedlichen Formen einer Einladung! Sicherlich kann ich jeden formlos einladen, aber ob das eine Botschaft zur Visavergabe überzeugt ist eine andere Frage!
    Die Verpflichtungserklärung stellt sozusagen die „offizielle“ Form der Einladung dar und ist leider auch nicht eine 100&ige Garantie der Visavergabe!

    Der andere Weg (also unabhängig von einer Einladung eines EU Bürgers) ist auf der Botschaftsseite ja gut beschrieben:
    http://www.minsk.diplo.de/Vertretung/minsk/de/01/Visabestimmungen/Visabestimmungen.html

    Grüße
    targa71

    0
    #5985
    ELF
    27 Beiträge

    Noch einmal und um Verwirrung vorzubeugen mein Kenntnisstand, der recht aktuell ist, da wir erst im April belarussische Gäste eingeladen haben:

    1. Einladungen können ausgestellt werden, ohne dass man dazu mehr braucht als seinen Pass und die Daten der einzuladenden Personen. Allerdings kann a) nicht jeder deutsche Staatsbürger eine Einladung ausstellen (ALGII-Empfänger können dies nicht, Studenten wohl auch nicht) und b) ist es mit einer Einladung noch nicht getan.

    2. Der Botschaft in Minsk ist eine Verpflichtungserklärung (VPE) der einladenden Person, die in der Einladung vermerkt wird und gewisse Nachweise erfordert (Einkommen, Wohnraum) natürlich am liebsten. Sie erhöht die Chancen einer Visumserteilung immens. VPE heißt vereinfacht, der Einladende verpflichtet sich, für alle Kosten, die der Gast verursacht und nicht selbst tragen kann, in vollem Umfang aufzukommen (Krankheitsfall, Rücktransport etc.).

    3. Eine „einfache“ Einladung (ohne VPE) hat dann gute Aussichten auf Erfolg, wenn a) die einzuladenden Personen nicht fortgeschrittenen Alters sind, b) ihre Bonität belegen können (Reiseschecks), c) ihre Rückreisewilligkeit unterstreichen können (etwa durch die Vorlage von Rückfahrkarten/-flugtickets) und d) im Optimalfall auch den Grund ihrer Reise glaubhaft machen können (auch ein kurzes Schreiben des Einladenden kann hier etwas bewirken).

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    #5990
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote]b]ELF schrieb:[/b]Einladungen können ausgestellt werden, ohne dass man dazu mehr braucht als seinen Pass und die Daten der einzuladenden Personen. Allerdings kann a) nicht jeder deutsche Staatsbürger eine Einladung ausstellen Studenten wohl auch nicht [/quote]Für die Erteilung der „EINLADUNG“ ( Sie heißt Verpflichtungserklärung auch VE genannt ) ist außschließlich die Bonität ausschlaggebend. Um zu sehen ob man genügend Einkommen für eine VE hat, geht man ins Netz, sucht sich einen Hartz 4 Rechner, gibt alle im Haushalt lebenden Personen Personen dort ein, ( plus Gast/ Gäste) plus Miete und Nebenkosten und Verbindlichkeiten. Hat man mehr Einkommen zur Verfügung, kann man eine VE abgeben. Manche Behörden knallen da noch 10-20 % Sicherheitszuschlag drauf. Hat man zb. kein Einkommen über eine Tätigkeit, aber Vermögen, reicht auch die Hinterlegung eines Sparbuchs oder eine Bankbürgschaft zur Erteilung einer VE aus. Auch ein anderer kann die VE abgeben. Zb. Freunde, Verwandte.

    [quote]b]ELF schrieb:[/b]Sie erhöht die Chancen einer Visumserteilung immens[/quote]Neee ! Drei Sachen sind IMMER Grundvoraussetzungen. 1) Bonität ( entweder durch einen VE Geber oder durch Eigenmittel ) Eine Krankenversicherung ( Sogenannte Incoming Versicherungen ) und was am wichtigsten ist, die RÜCKKEHRWILLIGKEIT ! Und nur diese zu untermauern, bring eine Chancenerhöhung fürs Visum !

    Beispiel : Deutscher Mann LEDIG, macht eine VE für Belarussin, jung, ledig, arbeitslos, kinderlos. Die Chancen auf Erteilung des Visums sehe ich nicht als besonders hoch an, obwohl eine VE gegeben wurde. Grund : Die Chance ist groß, das sie hierbleiben möchte, das sie quasi keine Verwurzelung in der Heimat hat.
    Durch eine Heirat mit diesem Mann, könnten beim Aufenthalt , Tatsachen geschaffen werden, die der Frau ein Anrecht auf eine AE ( Aufenthaltserlaubnis ) geben. Das soll unter allen Umständen verhindert werden ! Besonders nachteilig wirken sich Angaben beim Interview in der Botschaft aus, wie Z.B. das man beabsichtigt zu heiraten, oder schon verlobt ist. Im Prinzip alles, was auf eine baldige Hochzeit schließen lässt.

    Beispiel : Deutscher Hartz 4 Empfänger macht eine Einladung für eine Belarussin ( KEINE VE ). Sie hat einen überdurchschnittlichen gut bezahlten Job, ein Haus, einen Ehemann und Kinder. Das Geld für den Aufenthalt in Schengen Raum, kann sie nachweisen. Chancen auf ein Visum (trotz fehlender VE ) gut bis sehr gut .Sie ist in der Heimat verwurzelt, also ist das Risiko, das sie hierbleiben will, gering.

    Verwandte einladen, geht meist ohne Probleme. Wenn es dabei Probleme gibt, hat diese meist nur die junge heiratsfähige Schwester. ( zb. )

    Michael

    0
    #5993
    ELF
    27 Beiträge

    [b]mikael321 schrieb:[/b]
    [quote]Für die Erteilung der „EINLADUNG“ ( Sie heißt Verpflichtungserklärung auch VE genannt ) ist außschließlich die Bonität ausschlaggebend.[/quote]

    Eine Einladung kann auch ohne VE ausgestellt werden und heißt dann immer noch „Einladung“. Für die Ausstellung einer Einladung ohne VE ist die Bonität (des Einladenden wohlgemerkt) irrelevant. Dies ist keine Erfindung von mir, sondern eine erst vor kurzem überprüfte Tatsache. Wenn der Einladende keine VE auf sich nehmen kann/will, muss der Bonitätsnachweis eben vom Gast getragen werden. Welche Unterlagen für eine Einladung ohne VE vorgelegt werden müssen, erfahre ich morgen (mein Vater plant, einen russischen Bekannten einzuladen) und poste es dann hier.

    Die angeführten Beispiele sind schlüssig und hilfreich; mit der Ausnahme, dass ein HARZIV-Empfänger kaum die grundsätzliche Möglichkeit haben dürfte, ausländische Staatsbürger einzuladen. Das weiß ich jedoch zugegebenermaßen nicht mit Bestimmtheit.

    Wie von targa zuvor kurz erwähnt, kann es in manchen Fällen durchaus hilfreich sein, dem Visumsantrag ein persönliches Schreiben (des Einladenden) an die Botschaft beizulegen, in dem der Grund des Besuchs geschildert wird. Bei einer jungen Weißrussin, die einen deutschen Mann besucht und von den Behörden automatisch als heiratswütig eingestuft wird, dürfte das kaum von Belang sein, das stimmt.

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    #6003
    targa71
    559 Beiträge

    Ich denke das entscheidende ist immer die austellende Behörde! Mir fehlten mal 100,-€ (freies zur Verfügung stehendes Einkommen) für die Verpflichtungserklärung und ich konnte nix machen mit Bankbürgschaft/Depotauszug oder Sparbuch……es half nur eine weitere Person die die VE austellte!
    Alles wohl ein immenser Spielraum der Behörden und auch in NRW wird das wohl von Ausländerbehörde zu Ausländerbehörde sehr unterschiedlich gehandhabt!

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    #6005
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote]Ich denke das entscheidende ist immer die austellende Behörde! Mir fehlten mal 100,-€ (freies zur Verfügung stehendes Einkommen) für die Verpflichtungserklärung und ich konnte nix machen mit Bankbürgschaft/Depotauszug oder Sparbuch……[/quote]
    Also ganz aus dem holen Bauch herraus, können die das auch nicht entscheiden. Dafür gibt es zb. Dienstanweisungen / Anwendugsrichtlinen.

    [color=#0000FF]§ 68.2.2.1 Aufenthaltsgesetz

    Die Verpflichtungserklärung eines Dritten, der im Bundesgebiet lebt, ist grundsätzlich gegenüber der für den vorgesehenen Aufenthaltsort im Bundesgebiet zuständigen Ausländerbehörde abzugeben. Sofern der Dritte in dem Bezirk einer anderen Ausländerbehörde seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, nimmt diese die Verpflichtungserklärung und die erforderlichen Nachweise im Wege der Amtshilfe entgegen und leitet sie unverzüglich der zuständigen Ausländerbehörde zu. Die Verpflichtung des Dritten erfüllt nur dann die Voraussetzungen des gesicherten Lebensunterhalts, wenn er die übernommene Verpflichtung aus eigenem Einkommen [/color][b][color=#FF0000]oder sonstigen Mitteln[/color][/b] [color=#0000FF]im Bundesgebiet erfüllen kann, da eine Vollstreckung nur im Inland erfolgen kann. Eine Vollstreckung im Ausland ist im Erstattungsfall grundsätzlich nicht möglich. Die Ausländerbehörde hat sich von der Bonität des Verpflichtungserklärungsgebers zu überzeugen. Auf Nr. 68.1.2.2 wird hingewiesen. Die Realisierung des öffentlich-rechtlichen Erstattungsanspruchs erfolgt nach den Vorschriften des VwVG.[/color]

    Und [color=#FF0000]sonstige Mittel [/color]sind halt Sparbuch / Bankbürgschaft u.v.m.
    Ich weiß das sich das die Behörden gerne leicht machen, und am liebsten eine VE nur an Leute mit überduchschnittlichem Einkommen abgeben, das Gesetz hingegen, lässt andere Optionen zu. Meist reicht ein Verweis, auf die entsprechenden Regelungen , und plötzlich geht es AUSNAHMSWEISE dann doch. Wenn die sich uneinsichtig zeigen, hilft oftmals, wenn man eine schriftlich Ablehnung ( oder Begründung ) verlangt. Ein Sparbuch mit 2000-3000 EU drauf, für 4 Wochen, erfüllt den Zweck eigentlich immer. ( Natürlich mit Sperrvermerk ) Ich kenne allerdings auch die Diskussionen mit der ABH.

    Michael

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    #6006
    mikael321
    2337 Beiträge

    Hier mal das Merkblatt unsere ABH :

    [color=#0000FF] M E R K B L A T T
    der Ausländerbehörde
    zur Verwendung einer Verpflichtungserklärung gemäß § 68 Aufenthaltsgesetz -AufenthG- bei Einladungen oder sonstigen ausländerrechtlichen Vorgängen.

    (§ 68 AufenthG) Haftung für Lebensunterhalt:
    (1) Wer sich der Ausländerbehörde oder einer Auslandsvertretung gegenüber verpflichtet hat, die Kosten für den Lebensunterhalt eines Ausländers zu tragen, hat sämtliche öffentlichen Mittel zu erstatten, die für den Lebensunterhalt des Ausländers einschließlich der Versorgung mit Wohnraum und der Versorgung im Krank-heitsfalle und bei Pflegebedürftigkeit aufgewendet werden, auch soweit die Aufwendungen auf einem gesetzlichen Anspruch des Ausländers beruhen. Aufwendungen, die auf einer Beitragsleistung beruhen, sind nicht zu erstatten.
    (2) Die Verpflichtung nach Absatz 1 Satz 1 bedarf der Schriftform. Sie ist nach Maßgabe des Verwaltungsvollstreckungsgesetzes vollstreckbar. Der Erstattungsanspruch steht der öffentlichen Stelle zu, die die öffentlichen Mittel aufgewendet hat.) Um die Voraussetzungen für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis oder eines Visums zu schaffen, kann sich eine Privatperson verpflichten, sämtliche Unterhaltszahlungen eines Ausländers für die Zeit des Aufenthalts in Deutschland zu übernehmen, wenn der Ausländer selbst über keine ausreichenden Geldmittel verfügt.

    Bonitätsprüfung:
    Bei der Überprüfung der Bonität des Gastgebers orientiert sich die Ausländerbehörde an die Regelsätze des Sozialamtes für die Haushaltsgemeinschaft nach den Vorgaben des SGB II, SGB XII und AsylbLG. Die Berechnungstabelle für Ihr erforderliches Einkommen (vgl. Rückseite) kann daher nur Anhaltswerte geben. Bei der grundsätzlich in jedem Einzelfall durchzuführenden Ermessensausübung kann es dennoch zu Abweichungen kommen und es wird im Einzelfall eine individuelle Beratung durch die Ausländerbehörde empfohlen. [/color]
    [color=#FF0000]Reicht das verbleibende Einkommen hiernach nicht aus, so kann z.B. durch Einzahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe der möglicherweise zu erwartenden öffentlichen Kosten die Bonität bestätigt werden. Es kann auch eine Bankbürgschaft verwendet werden. [/color]
    [color=#0000FF]

    Erforderliche Belege:

    1. Einkommensnachweis über das aktuelle monatliche Nettoeinkommen der letzten 3 Monate.
    2. Mietvertrag, bei Eigenheim z.B. Kaufvertrag oder Belege der Gemeinde (Grundsteuerbescheid o.ä.).
    3. Vollständige Personalien und Adresse des eingeladenen Ausländers mit Angabe der Nummer seines Reisepasses.
    4. Reisepass oder Bundespersonalausweis des Verpflichtungserklärenden.
    5. Die Gebühren für die Beglaubigung bei der Abgabe der Verpflichtung betragen 25,00 Euro.
    6. Der Krankenversicherungsnachweis für den eingeladenen Ausländer ist bei der Auslandsvertretung vorzulegen.

    Verwendungshinweise:

    Das Original (bundeseinheitliches, fälschungssicheres Formular) hat der Verpflichtungserklärende an den eingeladenen Ausländer weiterzuleiten, der die Verpflichtungserklärung im Rahmen des Visumverfahrens bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung vorlegt. Das Original verbleibt anschließend beim Aus-länder zur Vorlage bei der Grenzkontrolle. Es ist daher wichtig, dass die in der Verpflichtungserklärung eingetragene Nummer des Reisepasses mit der bei der Einreise im Pass verwendeten übereinstimmt.

    Durch die Abgabe der Verpflichtungserklärung wird kein Anspruch auf die Erteilung eines Visums oder einer Aufenthaltsgenehmigung begründet.[/color]

    Michael

    0
    #7466
    Krasnaje
    238 Beiträge

    Ich habe schon des öfteren eine Verpflichtungserklärung für 2 Personen beantragt und bisher noch nie Probleme damit gehabt. Deswegen hat es mich bisher nie interessiert wie die Grenzen berechnet werden.
    Gestern habe ich wieder bei der Ausländerbehörde vorgesprochen um eine Verpflichtungserklärung zum beantragen. Ich habe auch wie bisher meine Lohnabrechnung mitgenommen.
    Dann der Schock !!!!!!!
    Weil ich Ende letzten Jahres ein 2 Kind bekommen habe, haben sich auch die „Pfändungsfreigrenzen“ für mich geändert.
    Ich habe natürlich nicht die Bescheinigung über Elterngeld dabei gehabt. Damit könnte ich dann wahrscheinlich 1 Person einladen. Das werde ich dann wahrscheinlich Freitag nachholen.

    Bei meinen Recherchen bin ich auf folgenden Link gestoßen.

    http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=37567&

    Unter anderem steht unten der Satz „Da Sie mit Ihrem Nettoeinkommen eine Kaltmiete nicht bezahlen, ist es angebracht, das Nettoeinkommen zu erhöhen.“

    Hier im Forum habe ich folgendes gefunden „Um zu sehen ob man genügend Einkommen für eine VE hat, geht man ins Netz, sucht sich einen Hartz 4 Rechner, gibt alle im Haushalt lebenden Personen Personen dort ein, ( plus Gast/ Gäste) plus Miete und Nebenkosten und Verbindlichkeiten. Hat man mehr Einkommen zur Verfügung, kann man eine VE abgeben“

    Besteht solch eine Möglichkeit, d.h. eine Miete die man nicht bezahlt (Wohne praktisch Kostenfrei in einer Wohnung meiner Mutter) auf das Nettoeinkommen anzurechnen ? Gibt es dazu eine Rechtsgrundlage ? Wird die Berechnung ob man eine Person einladen kann von verschiedenen Ausländerbehörden verschieden gehandhabt ? Wonach kann ich jetzt gehen bzw. geht meine Ausländerbehörde nach den Pfändungsfreigrenzen oder nach dem „Hartz 4 Rechner“ ?

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