Sitten und Gebräuche in Belarus

Foren Soziales Sitten und Gebräuche in Belarus
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  • #16092
    Grodno
    451 Beiträge

    [b]Sitten & Bräuche in Belarus, ein kleiner Exkurs…bitte ergänzen[/b]

    Besonders in Dörfern und kleinen Städten werden seit jeher alte Bräuche und Riten gepflegt. Religiöse Feste in Belarus sind zum Beispiel Koljada (Theophanie), Paska (Osterfeiertage), orthodoxe Hochzeits- und Taufzeremonien und viele andere. Bräuche sind dagegen eher weltlich und etwas weiter verbreitet, wie die traditionelle Banja (russische Sauna), das Feiern von Altneujahr und Neujahr, russische Hochzeitsfeste und vieles mehr.

    [b]Taufe in Belarus[/b]
    Die Taufe (Kreschtschenije) ist der wohl älteste christliche Ritus , der sowohl bei der orthodoxen Kircheals auch bei der katholischen Kirche zu den geheimnisvollsten zählt. Er bedeutet die Aufnahme eines Menschen in den Schoß der christlichen Kirche. Nach der Kreschtschenije sagt man ihm nach: „Er ist Mensch Gottes geworden“, er habe also sozusagen an Gott teil. In der orthodoxen Kirche taucht man den Täufling dreimal in Wasser ein, in der katholischen übergießt man ihn einfach damit. Zur Kreschtschenije wird üblicherweise ein festlicher Tisch gedeckt und nahe Angehörige und Verwandte eingeladen.

    Die Mutter und der Vater nehmen nicht an der Taufzeremonie teil. Der Ritus läuft in Belarus seit Jahrhunderten praktisch gleich ab – mit Hilfe der Paten (Patentante und Patenonkel). Der Geistliche spricht das ausrufende Gebet, segnet das Wasser, zieht dem Täufling das Taufhemd an, verleiht das Leibkreuz und vollzieht die Sakramente der Salbung und der Taufe. Alle machen an diesem Tag dem Täufling Geschenke, davon die Paten traditionell natürlich die teuersten.

    …auch die Taufe meiner hier geborenen Tochter ist so abgelaufen 🙂

    [b]Koljada (Weihnachtssingen in Belarus)[/b]
    Koljada (Theophanie) nennt man einen alten Weihnachtsritus zur Feier der Geburt Christi durch Singen – sowie ein solches Lied selbst. In der Nacht vom 6./7. Januar vor dem orthodoxen Weihnachten schlief man üblicherweise nicht, sondern ging von Haus zu Haus, ließ sich jeweils eine Kleinigkeit zu essen geben und sang eben solche Koljadki – alte tradionelle Russische Liederzu Weihnachten und Neujahr. Mit Koljadowanije begannen Kinder und Jugendliche, sie bekamen für das Singen vor den Fenstern verschiedene Leckereien. Heutzutage wird dieser Ritus wieder ins Leben gerufen: man lernt die Lieder, verkleidet sich wie zu alten Zeiten, zieht Masken an und geht zu den Nachbarn, Verwandten und Kollegen – sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Eine besondere Freude an Koljada aber haben sicher immer noch die Kinder, die für jedes Liedchen ihre Leckerei bekommen.

    habe ich nur einmal erlebt und zwar auf dem Dorf…

    [b]Banja (Russische Sauna)[/b]
    Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Banja (Russische Sauna, Dampfbad) das wichtigste Bedürfnis im häuslichen Leben. Man ging oft dorthin. Heutzutage ist es eher zur Freizeitaktivität oder zum Fitness- und Wellnesselement geworden. Dabei ist die Banja einer der besten Wege, Freunde (oder auch Geschäftspartner) zu treffen und mit ihnen zu plaudern. Als optimal gilt es, die Banja einmal in der Woche bzw. alle zehn Tage aufzusuchen. -tonque

    Die Hauptattribute der russischen Banja sind der Dampf, ein Bündel aus Birken- oder Eichenzweigen, duftender Tee mit Kräutern, Kwass oder Bier, manchmal auch ein „Wässerchen“ -wink

    In der Banja gehört es sich nicht, laut zu sprechen oder zu fluchen. Von jeher und bis heute glaubt man an die Heilkraft der Banja, die als gutes Mittel zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten sowie zur körperlichen und seelischen Entspannung und zum Stressabbau gilt.

    [b]Ostern in Belarus[/b]

    Ostern ist – wie man in alten Zeiten sagte – „das Fest der Feste und die Feier der Feiern“, der Tag der Erinnerungen an das Leben, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Ostern in Belarus wird mit verschiedenen Riten und Bräuchen gefeiert: Nachtwachen, Prozessionen rund um die Kirchen, Christosowanije, oder dem Färben von Eiern und dem Backen von runden Broten (Kulitsch). In Belarus ist es üblich, anderen zu diesem Fest zu gratulieren.
    Dieses „Christosowanije“ ist in Belarus ein so verbreiteter Brauch, dass selbst die Nicht-Gläubigen ihn hin und wieder praktizieren. Er besteht aus dem Kusswechsel mit der Begrüßungs- und Gratulationsformel „Christos woskres!“ („Christi ist auferstanden!“) und der Antwort „Woistinu woskres!“ („Wahrhaftig auferstanden!“) – sowie dem anschließenden Austausch von gefärbten Eiern.

    Das traditionell in roten Tönen gefärbte Ei wurde seit dem 12. Jahrhundert zum unerlässlichen Attribut und Symbol des orthodoxen Osterns. Ein anderes unumgängliches Schmuckstück des Ostertisches ist das Osterbrot in Belarus – Kulitsch genannt. Es wird aus Butterhefeteig gebacken, in verschiedenen Größen, aber immer rund und hoch. Oben auf dem Kulitsch wird ein Teigkreuz aufgebracht. Die Form des Kulitsch erklärt man dadurch, dass das Leichentuch Christi der Überlieferung nach auch rund gewesen sei. Zum Essen wird Kulitsch nicht längs, sondern quer geschnitten, damit der Gipfel unbeschädigt den verbleibenden Rest des Kulitsch bedecken kann.

    [b]Hochzeit[/b]

    Hochzeiten feierte man früher zu einer bestimmten Jahreszeit, meist im Herbst oder Winter, das heißt in der Pause zwischen den großen Fastenzeiten. Diese beliebteste Zeit für Hochzeiten in Belarus begann nach Weihnachten und reichte bis zur Maslennitsa (Fastnachtswoche). Dieser Zeitraum wurde „Swadebnik“ (Hochzeitszeit) genannt. Heutzutage sind bei jungen Leuten jedoch der Frühling, das Sommerende und der Herbst viel beliebter.

    Der Ritus der kirchlichen Trauung in Belarus wird inzwischen immer öfter vollzogen, ist allerdings nach dem Gesetz erst nach der standesamtlichen Eheschließung möglich. Die Trauung soll hier ein besonders schöner und rührender Ritus sein, wo sich das Brautpaar vor Festgemeinde und Gott den Eid schwört, sich in guten und bösen Zeiten gegenseitig treu zu sein. Man geht davon aus, dass sie ihre Zugehörigkeit zueinander durch die Trauung in einem besonderen Maße zu spüren bekommen, und sich auf ein langes Zusammenleben einstellen, denn eine Scheidung ist in der Orthodoxie offiziell verboten.

    Nach der Tradition kauft gewöhnlich der Bräutigam die Eheringe, das Brautkleid und die Schuhe für seine Braut , während die Familie der Braut das Brautpaar mit der Pridanoje (Mitgift) versorgt – meist Bettwäsche, Geschirr oder Möbel. Bei der Ankunft frisch gebackener Eheleute im Hause des Ehemannes werden sie von dessen Mutter laut russischer Tradition mit Brot und Salz empfangen. Unter den Augen der Gäste bricht sich jeder ein Stück Brot ab – wer das größte Stück hat – soll demnach auch der Chef in der Familie sein. Eine moderne Hochzeit dauert in der Regel zwei bis drei Tage.

    auch das war bei mir genau so :=( -tonque

    [b]Altneujahr und Neujahr[/b]

    Nahezu alle feiern am 13. Januar das Altneujahr(= Neujahr nach dem orthdoxen Julianischen Kalender). Bis 1918 galt in Russland der so genannte Julianische Kalender, der gegenüber dem in Europa gebräuchlichen Gregorianischen Kalender um 13 Tage nachgeht. Seit dem nachrevolutionären Dekret der damaligen sowjetischen Machthaber vom 24. Januar 1918 lebt man nach dem allgemein anerkannten Gregorianischen Kalender.

    Am 13. Januar dieser neuen Zeitrechnung feierte man jedoch weiterhin das Altneujahr, das als „echtes“ Neujahr galt. Allmählich gewöhnte man sich an den neuen Kalender – die Tradition, Altneujahr an diesem Datum zu feiern, blieb jedoch erhalten.

    Das (neue) Neujahr (1. Januar) feiern viele in der Regel zu Hause, mit der Familie. Bis zum Altneujahr bleibt auch der Weihnachtsbaum noch stehen. Dann deckt man gewöhnlich wieder einen festlichen Tisch, lädt Freunde und Verwandte ein oder geht selbst zu Besuch. Diese Feier läuft in der Regel lockerer und ausgelassener ab als das offizielle Neujahrfest

    [b]Pitije[/b]
    Der Geschichte oder Legende nach hat der erste „Täufer“ der Russen, Fürst Wladimir Krasnoje Solnischko („Liebe Rote Sonne“), sich um das Jahr 988 nicht sofort für den christlichen Glauben entschieden. Historiker behaupten, er habe sein Land zuerst muslimisch aufbauen wollen, um sein Volk vom Heidentum abzulenken. Gesandte aus dem Osten hätten ihn auch beinahe überredet. Kaum hätte der Fürst jedoch verstanden, dass der Koran das Trinken (Pitije) verbietet, habe er die Botschafter jedoch vom Hof fortgeschickt. „Die Lustigkeit ist das Trinken“,- soll er gesagt und sich entschlossen haben, seinem Volk nicht dessen einzige „Belustigung“ zu nehmen. Heutige orthodoxen Geistlichen behaupten jedoch, dies „nicht der Belustigung, sondern der Gesundheit wegen“ zu tun, wenn sie außerhalb der Fastenzeiten Alkohol trinken.

    [b]Allgemeine Sitten und Verhaltensweisen[/b]
    Allgemeine Sitten und Verhaltensweisen in Belarus ändern sich öfter und schneller als Traditionen und Bräuche. Im Moment ist Folgendes allgemein üblich und verbreitet: mit den Kindern zusammen zu wohnen, bis sie heiraten, auch wenn sie älter als 18 Jahre alt sind; meist mit 23-25 Jahren zu heiraten; bei berufstätigen Müttern die Kinder von den Großmüttern betreuen zu lassen, statt sie in den Kindergarten zu geben; im Sommer Konfitüre aus Früchten zu kochen und Gemüse einzumachen; neben der Wohnung noch eine russische Datscha (Land- oder Gartenhäuschen) außerhalb der Stadt zu haben, zumeist mit einem (Gemüse-)Garten, der oft noch zur eigenen Versorgung beiträgt.

    In Belarus gibt man außerdem üblicherweise seiner Begleiterin beim Ausstieg aus dem Bus die Hand; älteren Menschen überlässt man idealerweise seinen Platz in öffentlichen Verkehrsmitteln; wenn man Freunde trifft, gibt man ihnen die Hand oder küsst sich dreimal auf die Wange; zu Besuch geht man nicht nur am Wochenende und bringt auch immer etwas „zum Tee“ vorbei; nahe Freunde oder Verwandte besucht man auch ohne Vorankündigung. Schlafen gehen die Belarussen üblicherweise recht spät, trinken oft gerne abends in der Küche Tee u.a. -tonque und führen dabei lange Gespräche; sie schämen sich nicht, bei Nachbarn etwas Salz oder Streichhölzer auszuleihen, wenn sie gerade selbst keine mehr haben. Bei einer Party trinkt man immer auf die Gastgeber.

    Zu den üblichen Familienbräuchen in Belarus zählt zum Beispiel, dass man die notwendige Ausstattung und Sachen für einen Neugeborenen nur nach dessen Geburt anschafft. Sehr negativ wird die Verwendung von Schimpfwörtern in der Öffentlichkeit empfunden, denn sie gelten immer noch als obszön, im Gegensatz zum amerikanischen Wortschatz, wo sie diesen Ton nahezu verloren haben. Auch ist es in Russland allgemein üblich, dem Gesprächspartner Fragen privater Natur zu stellen: über seine Familie, Einkommen, Hobbies,Gesundheit und Arbeit, und eine informelle, lockere Antwort darauf zu erwarten.

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    #16095
    Grodno
    451 Beiträge

    [b]Teil II des Exkurses[/b]

    [b]Für Geschäftsbeziehungen[/b]

    Beziehungen sind alles – vor allem im Geschäftsleben. Empfehlungen können Tür und Tor öffnen, Dennoch: Der erste Eindruck eines potenziellen Geschäftspartners ist wichtig, Antipathie wird schon mal mit dem Abbruch der Verhandlungen bestraft. Sind sie hingegen erfolgreich, dann werden sie auch ordentlich begossen – ein Klischee, das keines ist. Trinksprüche sind dabei ein Muss. Ein guter Gast bereitet ein einfaches, aber dankbares „Auf den Gastgeber“ auf Russisch vor. Bringt man zusätzlich noch das eine oder andere Wort in der Landessprache über die Lippen, steht einem perfekten Geschäftsabschluss nichts mehr im Weg.

    [b]Vorsicht beim Smalltalk:[/b]
    Belarussen sind in der Regel sehr gebildet, oberflächliche Plaudereien langweilen sie bald. Belarus ist ein, geschichtsträchtiges Land, und es ist Balsam auf die berühmte russische Seele, wenn du darüber etwas Bescheid weisst. Fakten über Geschichte, Land und Leute gehören also unbedingt in das Repertoire – und das kann sich bezahlt machen. Spätestens wenn das Gegenüber mit einer Umarmung und einem Wangenkuss begrüßt oder Euch in die Sauna einlädt (auch das ist kein Klischee!), weisst du, dass du alles richtig gemacht hast. Westliche Geschäftsfrauen sollten sich dennoch nicht wundern, wenn sie von der älteren männlichen Generation statt mit einem Handschlag mit einem einfachen Kopfnicken begrüßt werden.

    Achtet auf die richtige Ansprache Eures Gegenübers. Im Russischen ist es üblich, den Vatersnamen nach dem Vornamen zu nennen. Der Nachname spielt eine vergleichsweise geringere Rolle als hierzulande. Die Anrede mit dem vollständigen Namen inklusive Vatersnamen bringt auf jeden Fall Pluspunkte, Wenn man nicht persönlich bekannt ist, dann wird praktisch ausschließlich die Sie-Form gewählt. Alles andere wäre unhöflich. Dabei ist das System nicht ganz so leicht. Es gibt drei Namen: Vorname, Names Des Vaters und der Familienname. Frauen und Männer heißen in der Regel nie gleich – hieße ein Mann Petrov, dann würde die Frau z. B. Petrovna heißen (oder so ähnlich)

    Man begrüsst sich meist per Handschlag, wobei sich meist nur Männer untereinander in der Form begrüßen. Frauen werden in der Regel nur mündlich gegrüßt. Nie gibt man den Handschlag über einer Türschwelle, weil das Unglück bringen könnte. Die bekannten Umarmungen und Küsse unter Männern sind vor allem unter Bekannten sehr verbreitet, dabei küsst man sich auch unter Männern auf den Mund.
    Was man beobachten kann: die Russen suchen eine gewisse Nähe und intensive Blickkontakte. Das kann für Mitteleuropäer etwas verwirrend sein.

    Ein kleines Mitbringsel zum Einstand hat auch noch nie geschadet. Es gilt der Grundsatz: Je besser du dein Gegenüber kennst, desto persönlicher darf das Geschenk sein. Wundere dich übrigens nicht, wenn der russische Geschäftspartner zu spät zu einem Treffen erscheint, die akademische Viertelstunde ist weit verbreitet. Umgekehrt wollen Belarussen allerdings nicht gerne auf jemanden warten.

    Großer Wert wird auf ein äußerst gepflegtes Erscheinungsbild gelegt. Ein russisches Sprichwort sagt: „Man empfängt nach dem Gewand und scheidet nach dem Verstand.“ Das sollte man beherzigen.

    In ist es verpönt, einen Anrufer am Handy einfach „wegzudrücken“! Hebt ruhig auch während einer Besprechung ab und vertröstet den Gesprächspartner auf später.

    Wer privat eingeladen wird, der erfährt eine große Ehre. Die Einladung sollte man nie ablehnen. Zuhause bei Belarussen zieht man vor dem Betreten der Wohnung die Schuhe aus.Wer eingeladen wurde, sollte eine Gegeneinladung aussprechen. Gastgeschenke sind gerne gesehen. Man schenkt in der Regel eine ungerade Anzahl Blumen. Eine gerade Anzahl würde man zu Trauerfällen überreichen. Außerdem sollte man beachten, dass gelb die Farbe der Eifersucht ist, weshalb man keine gelben Blumen überreichen sollte.

    Man reicht sich die Hände nie auf einer Türschwelle, man verschenkt keine Taschentücher und man geht sehr zurückhaltend mit der Zahl 13 um, man soll nicht in den Häusern pfeiffen, dies bringt Unglück.

    In Belarus äußert man sich gewöhnlich sehr direkt und spricht alles konkret an. Gut ankommen kann man in Belarus übrigens, wenn man sich mit Namenstagen auskennt. Denn der Namenstag wird oft höher geschätzt als der Geburtstag. Wer hier gratuliert, hat schon mal gute Karten.

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    #16097
    Mario
    175 Beiträge

    Danke für diese interessanten Ausführungen!

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    #16098
    Stefan
    4 Beiträge

    Ich kann mich Mario nur anschliessen…vielen Dank für diese sehr ausführliche und sympathische Darstellung der Sitten und Gebräuche!

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    #16099
    GroM
    4243 Beiträge

    Grodnos Texte sind sicher immer informativ. Was mir aber schon eine Weile sauer aufstößt, ist, dass er konsequent die Urheberschaft verschleiert, elementarste Zitierregeln verletzt und durch leichte Modifikationen den Eindruck zu erwecken versucht, die Texte wären von ihm. Nicht nur, dass er damit gegen geltendes Urheberrecht verletzt, was auch dem Forum Probleme einbringen kann. Ich finde es schlichtweg unfair den wahren Urhebern gegenüber.

    Ich habe mir für diesen Thread mal wieder den Spaß gemacht, die Textpassagen zu googlen. Man könnte meinen, unser ehemaliger Verteidigungsminister hätte sich nicht in den USA, sondern in Belarus niedergelassen:

    [url=http://www.eu-asien.de/Russland-Informationen/Uebersicht/Sitten-Braeuche-russland.html]http://www.eu-asien.de/Russland-Informationen/Uebersicht/Sitten-Braeuche-russland.html[/url]

    [url=http://www.knigge2day.at/russland-–-„na-sdarovje“-auf-das-networking]http://www.knigge2day.at/russland-na-sdarovje-auf-das-networking[/url]

    [url=http://www.benimmregeln-reise.de/benimmregeln_russland.html]http://www.benimmregeln-reise.de/benimmregeln_russland.html[/url]

    Vielleicht ist es auch nicht gerade die feine Art, das hier öffentlich aufzudecken. Aber irgendwann ist es genug. Und ich finde, dass der informative Mehrwert in keiner Weise leidet, wenn man Ausschnitte zitiert und den Rest verlinkt, im Gegenteil. Gelangt man doch so auf viele sehr interessante Seiten im Netz und kann dann die Herkunft der Information auch entsprechend einordnen.

    Also, lieber Grodno, ich bin dir sehr dankbar und ziehe den Hut vor deiner engagierten Rechercheleistung. Aber bitte gewöhn dir eine seriösen Zitierstil an, wie er allgemein üblich ist.

    [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Zitieren_von_Internetquellen]http://de.wikipedia.org/wiki/Zitieren_von_Internetquellen[/url]

    Vielen Dank! karma+

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    #16100
    Anonym
    83 Beiträge

    Der „Zitierstil“ stört mich hier nicht.
    schließlich ist das keine Dr.-Arbeit oder ähnliches. Wie sähe so ein Thread wohl aus, wenn andauernd Fußnoten, Links oder ähnliches darin wären…. Unlesbar!

    Die Taufe meiner Nichte durfte ich auch dort ereben und es war für mich als nicht mehr evangelischer schon ein besonderes Erlebnis….

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    #16104
    GroM
    4243 Beiträge

    [b]Dirk_STD schrieb:[/b]
    [quote]Der „Zitierstil“ stört mich hier nicht.
    schließlich ist das keine Dr.-Arbeit oder ähnliches. Wie sähe so ein Thread wohl aus, wenn andauernd Fußnoten, Links oder ähnliches darin wären…. Unlesbar![/quote]
    Davon ist doch überhaupt nicht die Rede. Aber es ist ja wohl zumutbar, unter einen seitenlangen kopierten Text den Link zur Quelle zu setzen.

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    #16109
    Alex
    523 Beiträge

    [b]diapir schrieb:[/b]
    [quote][b]Dirk_STD schrieb:[/b]
    [quote]Der „Zitierstil“ stört mich hier nicht.
    schließlich ist das keine Dr.-Arbeit oder ähnliches. Wie sähe so ein Thread wohl aus, wenn andauernd Fußnoten, Links oder ähnliches darin wären…. Unlesbar![/quote]
    Davon ist doch überhaupt nicht die Rede. Aber es ist ja wohl zumutbar, unter einen seitenlangen kopierten Text den Link zur Quelle zu setzen.[/quote]
    Ich sehe es wie diapir. Wenn man schon die Arbeit anderer Leute kopiert, sollte man wenigstens die Urheber nennen…

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    #16112
    peter09
    390 Beiträge

    Wie immer kann man sehr verschiedener Meinung sein. Ich persönlich finde es einfach gut, wenn ein Forumsmitglied sich die Mühe macht, für andere Forumsmitglieder unter Umständen nützliche Informationen einzustellen – Urheberrechte und Verlinkungen hin oder her !

    Und hoffentlich bekommt Grodno jetzt nicht seinen (offensichtlich noch gar nicht vorhandenen) Doktortitel (sozusagen im Vorhinein)aberkannt !!!

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    #16114
    Christian
    85 Beiträge

    Als erstes möchte ich klarstellen das ich die Infos von @Grodno sehr gut finde.

    Desweiteren möchte ich aber daraufhinweisen das es zu Problemen für den/die Betreiber kommen kann wenn die Quelle nicht genannt wird.
    Das kann teure Abmahnungen und evtl. sogar Klagen nach sich ziehen – das kostet nicht nur unnötiges Geld, auch wenn es nur um die Abwehr durch einen Anwalt geht, sondern auch Zeit und Nerven kostet.

    Um diesen Unwägbarkeiten aus dem Weg zu gehen handhaben wir das in einem anderen Forum so, das der Inhalt kurz mit eigenen Worten umrissen wird und dann zum Originalartikel verlinkt wird. Vielleicht wäre das auch hier umzusetzen?

    Aber ich denke diese ganzen OffTopic-Beiträge sollten durch einen Moderator abgetrennt und in einen eigenen Thread geschoben werden, dann kann das dort weiter ausführlich diskutiert werden und lenkt nicht vom eigentlichen Thema ab – denn hier geht es ja eigentlich um Sitten u. Gebräuche in BY

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    #16121
    mikael321
    2337 Beiträge

    Der Moderator ist gerade in Ägypten, und hat nur sehr eingeschränkten Internetzugang. Nach ein wenig Bastelei gehts jetzt etwas besser. 😀

    Michael

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    #16122
    Grodno
    451 Beiträge

    Danke an diapir und Alex …ich habe keinswegs die Absicht irgendetwas zu verschleiern…wie es bei Dir ankommt und was dir sauer aufstösst, ist doch eine andere Sache!Ich habe ausserdem zu keinem Zeitpunkt bemerkt oder geschrieben das die Beiträge von mir sind! Ich habe lediglich das zusammengetragen was bekannt und allgemein zugänglich ist und nicht auf geschützte Links zu gegriffen!

    Ich werds mir hinter die Ohren schreiben…!

    in § 51 UrhG:
    „Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist. […]“ Quelle“Urheberrechtsgesetz“

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    #16123
    GroM
    4243 Beiträge

    @Grodno:
    Du hast recht. Ich habe versucht, etwas Verständnis dafür zu wecken, wie diese Art des Verwendens der Text aus Sicht der Autoren verstanden werden kann. Aber es ist natürlich dein gutes Recht, dass dir das egal ist.

    Bzgl. der rechtlichen Dimension bist du allerdings komplett auf dem Holzweg. Nur weil ein Text im Internet steht und damit frei zugänglich ist, heißt das nicht, dass er nicht geschützt ist. Was verstehst du unter geschützten Links? Alles ist geschützt. Es sei denn man tritt die Rechte explizit ab. Ein Blick in das Impressum der verwendeten Seiten hilft da weiter.

    Mit dem Blick in das UrhG bist du ja schon einen Erkenntnisschritt weiter. Und noch einen, wenn du nun herausfindest, bis wann ein Zitat noch ein Zitat ist und dass eben genau bei Zitaten die Urheberschaft zu kennzeichnen ist.

    Wir leben nun mal in Zeiten, in denen Crawler automatisiert das Netz nach Urheberrechtsverstößen durchforsten und man sich als Betreiber von Internetangeboten eigentlich permanent auf der Zielscheibe der Abmahngeier befindet. Darüber hinaus ist Google ein quasi kostenfreies Recherchewerkzeug für jeden Autoren, der wissen will, ob und wo seine Texte verwendet werden. Ein passendes Skript schreibe ich unter Verwendung der Google API in einer halben Stunde. Spätestens wenn das Plagiat in den Rankings von Google auftaucht, entsteht auch ein monetärer Vorteil, der schadensersatzfähig sein kann.

    Als Forenbetreiber, der den Nutzern diese Praxis so durchgehen lässt, würde ich schon mal anfangen, Spenden für die Anwaltskosten zu sammeln.

    @all:
    Ich hatte nicht die Absicht, hier einen Diskussions-Thread loszutreten und mir echt Mühe gegeben, in meinem Ursprungspost die Leistung von Grodno entsprechend sensibel zu würdigen, eben weil ich diese Informationen sehr schätze. Wenn das nicht gelungen ist, tut es mir leid.

    Ich schließe mich dem Vorschlag von Christian an, den OT-Teil abzutrennen, sobald unser Mod aus Ägypten zurück ist. Aber ich steige an dieser Stelle eh aus der Diskussion aus, weil ich dazu nicht mehr zu sagen habe und die Rechtslage klar ist.

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