Präsidentschaftswahlen 2006 – wer, wie, was? TEIL 2 – Danach

Foren Politik Präsidentschaftswahlen 2006 – wer, wie, was? TEIL 2 – Danach
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  • #2170
    GroM
    4243 Beiträge

    [quote]

    Das sind die wesentlichen Fragen…. Einmauern und strenge Visvorschriften sind der falsche Weg. Man wird auch über Russland mit dem Regime einen Dialog aufnehmen müssen. Eine völlige int. Insolierung bringt nichts- sie macht es Luka nur noch leichter….[/quote]

    Isolierung macht – langfristig – alles nur noch schwieriger und fördert auch nicht die Entwicklung von "Zivilgesellschaft"?

    Wenn die Menschen auf diversen Wegen zusammenwachsen (Geschäfte, Projekte, Treffen, Austausch, Diskussion, Reisen, Bewirtungen, Begegnungen, die dann auch immer Privates ALOO bewirken usw.), dann machen sie sich auch alle – oder einige – ihren eigenen Kopf und werden freier…
    (egal welche Nation/Grenze)

    Das mag sehr naiv sein….
    Aber ich glaube, solche Dinge bringen mehr als Begegnungen zwischen zwei, drei, vier Hochkarätigen?

    Zumal man bedenken muss oder den Eindruck hat, dass die EU oder Deutschland, wo ich gerade verweile, kein rechtes Konzept haben? Oder sich nicht trauen es zu formulieren?
    Also setzt man wohl am ehesten auf "Zivilgesellschafliches" (ein komischer Begriff) …

    Also, der Startsschuss ist gegeben, ODER??? 🙂

    0
    #2171
    GroM
    4243 Beiträge

    [quote][quote]

    Das sind die wesentlichen Fragen…. Einmauern und strenge Visvorschriften sind der falsche Weg. Man wird auch über Russland mit dem Regime einen Dialog aufnehmen müssen. Eine völlige int. Insolierung bringt nichts- sie macht es Luka nur noch leichter….[/quote]

    Isolierung macht – langfristig – alles nur noch schwieriger und fördert auch nicht die Entwicklung von "Zivilgesellschaft"?

    Wenn die Menschen auf diversen Wegen zusammenwachsen (Geschäfte, Projekte, Treffen, Austausch, Diskussion, Reisen, Bewirtungen, Begegnungen, die dann auch immer Privates ALOO bewirken usw.), dann machen sie sich auch alle – oder einige – ihren eigenen Kopf und werden freier…
    (egal welche Nation/Grenze)

    Das mag sehr naiv sein….
    Aber ich glaube, solche Dinge bringen mehr als Begegnungen zwischen zwei, drei, vier Hochkarätigen?

    Zumal man bedenken muss oder den Eindruck hat, dass die EU oder Deutschland, wo ich gerade verweile, kein rechtes Konzept haben? Oder sich nicht trauen es zu formulieren?
    Also setzt man wohl am ehesten auf "Zivilgesellschafliches" (ein komischer Begriff) …

    Also, der Startsschuss ist gegeben, ODER??? :-)[/quote]

    Ich stimme mir dir überein….. Warte immernoch schlaflos auf die Zerschlagung durch OMON- einige "Partisanen", die meine Freundin kennt sind noch da- auch Milinkiewicz. Wie Kazulin es gesagt hat, rechne ich definitiv mit der Stürmung.
    Ich hoffe, dass Milinkiewicz verhaftet wird. Das wäre noch mal eine Chance….
    Für die EU kann man sich nur schämen. Die Herren Aussenminster haben sich auf keinen gem. Standpunkt einigen können….
    Die Errichtung eines eisernen Vorhangs bringt nichts. Man sollte gezielt die belarussische Sprache und Kultur fördern, die Zivilgesellschaft unterstützen und denen, die in Folge einer gescheitereten Revolution alles verlieren. (Studienplatz, Arbeitsplatz)

    0
    #2172
    GroM
    4243 Beiträge

    [quote="P.Demitra"][quote="tatjana c"][quote]

    Ich hoffe, dass Milinkiewicz verhaftet wird. Das wäre noch mal eine Chance….
    Für die EU kann man sich nur schämen. Die Herren Aussenminster haben sich auf keinen gem. Standpunkt einigen können….[/quote]

    ….also wünschen kann man das ja keinem….
    Du meinst aber wohl (und er kalkuliert sie, die Verhaftung, wohl auch selbst ein?):

    – Verhaftung von Milinkiewicz bringt dann nochmals einen Aufmerksamkeitsschub/ein Erschrecken?
    Zwei Tage… in der breiten Öffentlichkeit.
    Zwei Wochen in den Außenministerien, oder mehr. Ich hoffe ja mehr als das.

    Währenddessen oder danach muss man mit politischen Stiftungen oder sonstigen Stiftungen arbeiten oder eben auf eigene Faust, das sind dann die üblichen Versprengten/Verwegenen, die Dinge bewegen möchten?

    Oder?

    Zugleich, die Journalisten müssen das Thema, auch wenn sie aus Weißrussland langsam abziehen werden, am Kochen und Köcheln halten… alles weiterhin beobachten, Kontakte pflegen, jedwede Ungereimtheiten/Irrsinn/Gewalt/Gutes wie Schlechtes, unklare Entwicklungen und auch Schönes, Geschichten melden…

    So wie sie dies auch im jeweils eigenen Lande, ihrem Landkreis, ihrer Stadt beauftragt sind zu tun…?

    t

    0
    #2173
    GroM
    4243 Beiträge

    Überraschung: Der Korrespondent von Radio Svaboda berichtet, dass OMON abgezogen ist!
    15 Fahrzeuge fahren in Richtung Stadtausgang…..

    Was will OMON damit bezwecken? Arroganz? Befehle aus Moskau? Taktik?

    http://www.svaboda.org

    RAZAM, MOZAM, PEREMOZAM! CHAJ ZHYJWIE BIELARUS!!!

    0
    #2174
    GroM
    4243 Beiträge

    [quote]Überraschung: Der Korrespondent von Radio Svaboda berichtet, dass OMON abgezogen ist!
    15 Fahrzeuge fahren in Richtung Stadtausgang…..

    Was will OMON damit bezwecken? Arroganz? Befehle aus Moskau? Taktik?

    http://www.svaboda.org

    RAZAM, MOZAM, PEREMOZAM! CHAJ ZHYJWIE BIELARUS!!![/quote]

    Sie veranstalten gerade eine improvizierte Disko mit belarussischen und ukrainischen Liedern….

    Können wohl erstmal erleichtert sein, dass sich die MIlitz und OMON zurückgezogen haben- warum auch immer???

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    #2178
    GroM
    4243 Beiträge

    Hallo tatjana_c -> schön, dass du der Diskussion in diesem Forum beiwohnst. Ich stimme dir in allen Punkte zu!

    Hier noch ein (ernüchternder) Kommentar von M. Bobrowski:

    [quote]
    [b]Im Westen wie im Osten nichts Neues[/b]
    Europas fehlende Ostpolitik vor und nach den Wahlen in Weißrussland
    von Marcin M. Bobrowski

    Spätestens nach den Wahlen in Weißrussland ist klar geworden: Belarus
    ist nicht die Ukraine. Wer jetzt eine Orangene Revolution erwartet
    hat, konnte nur enttäuscht werden. Denn Lukaschenka kann auf eine
    viel größere Anerkennung innerhalb der weißrussischen Bevölkerung
    zurückgreifen, als wir es uns hier wünschen. Als es sich sogar
    Moskau, einer der letzten und wenigen verbündeten Weißrusslands,
    wünscht.

    Dennoch waren die Wahlen natürlich eine farse. Der Zugang zu den
    Medien für die Opposition unmöglich. Handzettel über den
    Oppositionskandidaten Milinkiewitsch konnten gar nur auf polnischer
    Seite der polnisch-weißrussischen Grenze verteilt werden. Die
    Kriegserklärung Lukaschenkas an die westlichen, besonders polnischen,
    Medien wurde seit langem auch in Taten umgesetzt. Den Namen "letzter
    Diktator Europas" trägt Lukaschenka schließlich nicht ganz zu
    unrecht.

    Und doch verwundert es ein wenig, wenn Politiker und Medien in ganz
    Europa jetzt ihre Empörung laut hinausschreien. Warum denn erst
    jetzt? Ist die autoritäre politische Situation in Belarus nicht schon
    seit langem bekannt? Ist nicht aufgefallen, dass Lukaschenka nicht
    nur die demokratische Opposition, sondern auch die in Weißrussland
    lebende polnische Minderheit seit vielen Monaten schikaniert und
    bekämpft? Fällt der aus demokratischer Sicht völlig inakzeptable
    Führungsstil östlich des Bug nur alle fünf Jahre bei Wahlen auf? Ist
    es jetzt, nach den Wahlen, nicht ein wenig spät sich zu empören? Oder
    hat man bei dieser politischen Lage wirklich an freie und
    demokratische Wahlen geglaubt?

    Der Fall Belarus wird zu einem weiteren Beispiel einer völlig
    verfehlten Ostpolitik der Europäischen Union. Wahrscheinlich muss gar
    von einer fehlenden Ostpolitik gesprochen werden. Abgezeichnet hat
    sich diese schon zu Zeiten der Orangenen Revolution in der Ukraine.
    Damals schritten aber Warschau und Vilnius beherzt ein, die EU musste
    folgen, wenn auch anfangs nur zögerlich und etwas unsortiert. Aber
    dieses Einschreiten hat schließlich entscheidend zum demokratischen
    Führungswechsel in der Ukraine beigetragen.

    Eine solche Entwicklung ist aber jetzt in Belarus nicht zu vermuten.
    Lukaschenka genießt eine große Unterstützung innerhalb der
    eingeschüchterten Bevölkerung. Sein riesiger Verwaltungsapparat steht
    hinter ihm, die Medien unter ihm und seine Armee, die Polizei und der
    belorussische KGB stramm neben ihm. Im Osten Europas, an der Grenze
    zur Europäischen Union, wird sich deshalb so schnell nichts ändern.
    Aber auch im Westen nicht. Wir werden Belarus jetzt vermutlich wieder
    völlig vergessen, um uns dann in fünf Jahren nach der nächsten,
    demokratisch zweifelhaften Wahl wieder zu empören.[/quote]

    0
    #2179
    Alex
    523 Beiträge

    [quote]Hallo tatjana_c -> schön, dass du der Diskussion in diesem Forum beiwohnst. Ich stimme dir in allen Punkte zu!

    Hier noch ein (ernüchternder) Kommentar von M. Bobrowski:

    [quote]
    [b]Im Westen wie im Osten nichts Neues[/b]
    Europas fehlende Ostpolitik vor und nach den Wahlen in Weißrussland
    von Marcin M. Bobrowski

    Spätestens nach den Wahlen in Weißrussland ist klar geworden: Belarus
    ist nicht die Ukraine. Wer jetzt eine Orangene Revolution erwartet
    hat, konnte nur enttäuscht werden. Denn Lukaschenka kann auf eine
    viel größere Anerkennung innerhalb der weißrussischen Bevölkerung
    zurückgreifen, als wir es uns hier wünschen. Als es sich sogar
    Moskau, einer der letzten und wenigen verbündeten Weißrusslands,
    wünscht.

    Dennoch waren die Wahlen natürlich eine farse. Der Zugang zu den
    Medien für die Opposition unmöglich. Handzettel über den
    Oppositionskandidaten Milinkiewitsch konnten gar nur auf polnischer
    Seite der polnisch-weißrussischen Grenze verteilt werden. Die
    Kriegserklärung Lukaschenkas an die westlichen, besonders polnischen,
    Medien wurde seit langem auch in Taten umgesetzt. Den Namen "letzter
    Diktator Europas" trägt Lukaschenka schließlich nicht ganz zu
    unrecht.

    Und doch verwundert es ein wenig, wenn Politiker und Medien in ganz
    Europa jetzt ihre Empörung laut hinausschreien. Warum denn erst
    jetzt? Ist die autoritäre politische Situation in Belarus nicht schon
    seit langem bekannt? Ist nicht aufgefallen, dass Lukaschenka nicht
    nur die demokratische Opposition, sondern auch die in Weißrussland
    lebende polnische Minderheit seit vielen Monaten schikaniert und
    bekämpft? Fällt der aus demokratischer Sicht völlig inakzeptable
    Führungsstil östlich des Bug nur alle fünf Jahre bei Wahlen auf? Ist
    es jetzt, nach den Wahlen, nicht ein wenig spät sich zu empören? Oder
    hat man bei dieser politischen Lage wirklich an freie und
    demokratische Wahlen geglaubt?

    Der Fall Belarus wird zu einem weiteren Beispiel einer völlig
    verfehlten Ostpolitik der Europäischen Union. Wahrscheinlich muss gar
    von einer fehlenden Ostpolitik gesprochen werden. Abgezeichnet hat
    sich diese schon zu Zeiten der Orangenen Revolution in der Ukraine.
    Damals schritten aber Warschau und Vilnius beherzt ein, die EU musste
    folgen, wenn auch anfangs nur zögerlich und etwas unsortiert. Aber
    dieses Einschreiten hat schließlich entscheidend zum demokratischen
    Führungswechsel in der Ukraine beigetragen.

    Eine solche Entwicklung ist aber jetzt in Belarus nicht zu vermuten.
    Lukaschenka genießt eine große Unterstützung innerhalb der
    eingeschüchterten Bevölkerung. Sein riesiger Verwaltungsapparat steht
    hinter ihm, die Medien unter ihm und seine Armee, die Polizei und der
    belorussische KGB stramm neben ihm. Im Osten Europas, an der Grenze
    zur Europäischen Union, wird sich deshalb so schnell nichts ändern.
    Aber auch im Westen nicht. Wir werden Belarus jetzt vermutlich wieder
    völlig vergessen, um uns dann in fünf Jahren nach der nächsten,
    demokratisch zweifelhaften Wahl wieder zu empören.[/quote][/quote]
    Der Mann hat’s auf den Punkt gebracht … leider.
    Gruß
    Alex

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    #2180
    GroM
    4243 Beiträge

    Sehe das völlig anders. Man sollte die Menschen nicht unterschätzen! Habe viel mit Freunden und der Fam. meiner Freundin telefoniert. Selbst die Grossmutter, 83 Jahre fängt aufeinmal wieder an Belarussisch zu reden (hat sonst dank Russifizierung nur Russisch gesprochen, obwohl sie auf dem Lande aufgewachsen ist…. Jetzt aufeinmal spricht sie wieder belarussisch….) und ruft am Tekefon : "Zhyjwie Bielarus". Luka hat nur noch die Unterstüzung von höchstens 40% der Wähler. Die Opposition ist nach meinen Informationen der eingentliche Wahlgewinner. Überall- selbst im Osten (Vitebsk) sollen die meisten auf Milinkiewicz und Kazulin gestimmt haben. Svaboda riefen viele Leute an, die dies bestätigt haben. Ein sagte: "Unser ganze Block von über 100 Leuten hat geschlossen für die Opposition gestimmt – für MIlinkiewicz bzw. Kazulin……" Das ERgebis war dann ein anders. Alle meine Freunde schrechen von: "oshukanstvo belaruskaha naroda!". Viele haben aber immernoch Bedenken zu demonstrieren. Man hört dann:" Ja 3 vonb meinem Lyzeum sind schon von der Schule deswegen geflogen- ich weiss nicht….."
    OMON hat einen Fehler gemacht die DEmo nicht aufzulösen, denn sollten die Menschen ihre Angst überwinden, dann bricht ein Sturm los. Der 25.03 ist ein gutes Datum….
    Dee vom russ. N-TV veröffentlichte Poll- sagt klar aus, dass die Opposition die Wahlen gewonnen hat! 49% für Milinkiewicz und Kazulin, 43% für Luka….
    Wahlergebnisse wie 99% in Brest II für Luka sind gefälscht….. Alle wissen das. Man redet darüber….

    Zur Mediensituation: In MInsk schaut man den russ. Sender N-TV, RTVi und Euronews (russ. Version) – ist per Kabelnetz zu empfangen. Beide Sender berichten darüber. Im Osten empfängt man auch NTV, einige haben Satelit – die Bürger tauschen sich aus…. Im Westen schaut man polnisches Fernsehen…. Die Leute sind trotz allen nicht so von Informationen abgeschnitten, wie manche hier glauben.
    Das Internet ist in 18% der Haushalte vorhanden und die Anzahl der INternetanschlüsse wächst stetig.

    Viele schauen gar nicht mehr das Staatsfernsehen, weil sie wissen, dass dort nur gelogen wird.
    Problem sind nur die ländlichen Regionen im Osten, die weder Sender wie N-TV und Euronews- noch Radio Racja empfangen können. Radio Svaboda wird nur auf Kurz – und Mittelwelle gesendet und kann nicht mit jedem Radio empfangen werden. Trotzdem scheinen verhältnismässig viele es zu empfangen.
    Vom sog. europäischen Radio und dem Pseudo- 1-Mal pro Woche Fersehen powerd by EU möchte ich mal nicht reden. Das ist ein Witz…. Damit erreicht man niemand, zumal sie nicht aktuell berichten…..
    Ein Pseudoprojekt das niemandem hilft.

    Die Opposition möchte eine Parallelregierung als Übergangsregierung aufstellen. Der Westen sollte dwn jetzigen Präsidenten geschlossen als nicht legitim anewrkennen. Die Slowakei (Premier Dzurinda, Aussenminiter Kukan in Schreiben),Tschechien, Polen, Litauen, USA haben das bereits getan. Es ist eine verfassungswidrige Machtergreifung von Lukaszenka, der von Neuwahlen ausgeschlossen beliben sollte.

    Der Schlüssel liegt bei Putin und der wird Luka wohl fallen lassen. Das zeigt schon die Berichterstattung im russischen TV. Putin hat sich lange nicht so dezent zurückgehalten. Man muss auf ihn Druck ausüben…..

    CHOTSHAM, MOZAM, PERAMOZAM!!! ZYJWIE BIELARUS!!!

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    #2181
    GroM
    4243 Beiträge

    [quote][…]

    Zur Mediensituation: In MInsk schaut man den russ. Sender N-TV, RTVi und Euronews (russ. Version) – ist per Kabelnetz zu empfangen. Beide Sender berichten darüber. Im Osten empfängt man auch NTV, einige haben Satelit – die Bürger tauschen sich aus…. Im Westen schaut man polnisches Fernsehen…. Die Leute sind trotz allen nicht so von Informationen abgeschnitten, wie manche hier glauben.
    Das Internet ist in 18% der Haushalte vorhanden und die Anzahl der INternetanschlüsse wächst stetig.

    Viele schauen gar nicht mehr das Staatsfernsehen, weil sie wissen, dass dort nur gelogen wird.
    [/quote]
    Da irrst du dich aber, P. Demitra – gewaltig!
    18% der Haushalte sollten Internet haben – spirch fast 1.8 Mio Menschen? (woher hast du diese Zahl?)
    Euronews sehen sehr wenige Menschen – und das hauptsächlich in Minsk. (irgendwo hatte ich mal Statistik… werde suchen). RTVi ist raus aus dem Kabelnetz (Kosmos TV)! Auch das polnische Fernsehen wurde im Laufe des 4 Quartals 2005 in westlichen Grenzregionen zunehmend zum Stillschweigen gebracht.

    Die Hauptinformationsquellen des größten Teils der Bevölkerung (60%-80%) sind: Sowetskaja Belarussija (+ noch eine Reihe regionaler staatlicher Zeitungen), BT (staatliches Fernsehen), der erste nationale Rundfunkkanal, ONT und NTV. Das war’s. Von welcher "Informiertheit" kann hier die Rede sein?

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    #2182
    GroM
    4243 Beiträge

    [quote][quote][…]

    Zur Mediensituation: In MInsk schaut man den russ. Sender N-TV, RTVi und Euronews (russ. Version) – ist per Kabelnetz zu empfangen. Beide Sender berichten darüber. Im Osten empfängt man auch NTV, einige haben Satelit – die Bürger tauschen sich aus…. Im Westen schaut man polnisches Fernsehen…. Die Leute sind trotz allen nicht so von Informationen abgeschnitten, wie manche hier glauben.
    Das Internet ist in 18% der Haushalte vorhanden und die Anzahl der INternetanschlüsse wächst stetig.

    Viele schauen gar nicht mehr das Staatsfernsehen, weil sie wissen, dass dort nur gelogen wird.
    [/quote]
    Da irrst du dich aber, P. Demitra – gewaltig!
    18% der Haushalte sollten Internet haben – spirch fast 1.8 Mio Menschen? (woher hast du diese Zahl?)
    Euronews sehen sehr wenige Menschen – und das hauptsächlich in Minsk. (irgendwo hatte ich mal Statistik… werde suchen). RTVi ist raus aus dem Kabelnetz (Kosmos TV)! Auch das polnische Fernsehen wurde im Laufe des 4 Quartals 2005 in westlichen Grenzregionen zunehmend zum Stillschweigen gebracht.

    Die Hauptinformationsquellen des größten Teils der Bevölkerung (60%-80%) sind: Sowetskaja Belarussija (+ noch eine Reihe regionaler staatlicher Zeitungen), BT (staatliches Fernsehen), der erste nationale Rundfunkkanal, ONT und NTV. Das war’s. Von welcher "Informiertheit" kann hier die Rede sein?[/quote]

    Das polnische TV wird in Hrodna Region auch per Antenne bei guten Wetter empfangen. Im Kabelnetz ist POL- SAT- auch dort gibt es Nachrichten…..
    Russ. Fernsehkanäle berichten…..
    MInsk jesdenfalls und andere gr. Städte sind besser informiert als du glaubst. Zudem haben viele Städter Verwandte auf dem Land- man tauscht sich aus…..
    Du solltest das nicht unterschätzen…. Ich weiss das von meinen Freunden….

    Zum Internet: Diese Zahl hatte ich irgenwo gelesen…. Zudem gibt es in den grossen Städten Internetcaffees…..

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    #2183
    GroM
    4243 Beiträge

    In den ersten Morgenstunden sieht es so aus auf dem Oktoberplatz. -> Die Sicherheitskräfte haben sich auf dem Dach des Nationalpalastes postiert (dort stehen auch ihre Überwachungskameras) und luden Journalisten "zum Foto machen" aufs Dach ein.

    Hier um die Uhrzeit (ca. 8 Uhr) sollen ca. 150 Aktivisten auf dem Oktoberplatz zu sehen sein. Gegen 17-19 Uhr wächst ihre Anzahl jedoch erheblich an – so BelaPAN.
    [img]http://img.tut.by/n/sverhu2203.jpg[/img]

    [b]+++[/b]
    [i]"Der weißrussische Innenminister Wladimir Naumow befahl seinen Einsatzkräften, Bürgern mit Lebensmitteln den Zugang zum Oktoberplatz zu verwehren. «Hygienische Gründe» sprächen dagegen, berichtete die Agentur Belapan unter Berufung auf das Ministerium."[/i]

    [b]+++[/b] In dieser Nacht wurden wieder ca. 50 Menschen, die auf dem Oktoberplatz waren, festgenommen. Einige von ihnen wurden ziemlich übel verprügelt. Festnahmen und Verprügelungen fanden meistens in Seitenstrassen oder Strassenunterführungen in der Nacht, als die Demonstranten sich auf den Heimweg machten, statt.
    [i]"Der Demonstrant Michail Awdejew berichtete, er sei am Morgen beim Verlassen des Zeltlagers von drei Bereitschaftspolizisten zusammengeschlagen worden. In seinem Gesicht waren Kratzer und Beulen zu sehen. «Sie haben mich verprьgelt, aber ich stehe hier weiter fьr WeiЯrussland», erlдuterte er."[/i]

    [b]
    Außerdem erreichte mich heute diese Nachricht aus Minsk:[/b]

    gerade kam die Nachricht, daß heute nacht in Minsk der bekannte Publizist,
    Essayist und Literaturzeitschriftenredakteur Andrej Dynko verhaftet wurde –
    und mit ihm noch viele andere Oppositionelle aus dem Lager von
    Milinkiewitsch und Kasulin. Offiziell gemeldet wurde die Verhaftung heute um
    11.06 Uhr auf Radio Svoboda (www.svaboda.org).

    Andrej Dynko, 1974 in Brest geboren, ist ein bekannter Publizist, Essayist
    und Literaturzeitschriftenredakteur. Auf deutsch erschien von ihm gerade der
    Text "Weshalb sie Lukaschenka wählen" in der bei S. Fischer herausgekommenen
    Anthologie "Sarmatische Landschaften". Andrej Dynko ist Herausgeber der
    wichtigsten oppositionellen Wochenzeitung "Nascha Niwa"
    und stellvertretender Chefredakteur der Kulturzeitschrift "Arche".

    Folgendes über sein spurloses Verschwinden ist bekannt:

    Andrej Dynko wollte gestern nacht zum "weißrussischen Maidan", dem
    Kastrytschnizki-Platz, um den Protestierenden Lebensmittel zu bringen. Er
    wurde von Männern in Zivil verfolgt und im Autobus Nr. 100 verhaftet.
    Seitdem gibt es keine Nachrichten mehr von ihm, sein Schicksal ist völlig
    unklar und es steht das Schlechteste zu befürchten.

    Wichtig wäre jede Form von Bekanntmachung und Protest in den Medien, weil
    die Verhaftungen sich häufen und versucht wird, alle Leute davon abzuhalten,
    zum "weißrussischen Maidan" zu gelangen.

    0
    #2186
    GroM
    4243 Beiträge

    http://www.svaboda.org/articlesfeatures/politics/2006/3/0FE2D769-BCDF-4ADB-9FDB-E18CCCCDFD72.html

    Differenzen zwischen Kazulin und Milinkiewicz….

    Milinkiewicz soll Absprachen gebrochen haben….. Es finden Konsultationen statt….

    Also die Opposition kann alles gebrauchen- nur keinen Kleinkrieg…..

    Die Situation ist schon schwierig genug….

    0
    #2188
    GroM
    4243 Beiträge

    Tja, Kozulin tut sich schwer damit es zu akzeptieren, dass sein Einfluß und seine gesellschaftlich-politische Bedeutung in der gegenwärtigen Lage stets abnehmen. Milinkewitsch ist ganz klar zur Symbolfigur der Protestierenden herangewachsen. Kozulin muss sich nun mal mit Rolle eines "Nebenmannes" abfinden. Ob er das auch will – das wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Sollten sich die Differenzen vertiefen und in die Öffentlichkeit getragen werden (zwecks der politischen Profilierung) -> so würde es die demokratischen Kräfte erheblich erschüttern.

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    #2189
    GroM
    4243 Beiträge

    Ich fürchte, dass die Meldungen über mögliche psychische Erkrankungen von AL durchaus ernst genommen werden können:

    [quote][b]На своей первой пресс-конференции после выборов президент Лукашенко заявил, что ему не известно о случаях незаконного задержания и осуждения граждан [/b]
    Вот что сказал Лукашенко:
    [i]Знаю, что несколько личностей – меня проинформировали по сводке об этом, как обычно, – были задержаны. Но, извините, они сами попросили нас об этом. Лицо ведь надо сохранить. Они же не дураки, они понимали, что ничего не получится, и попросили отпустить числа 20-го – 21-го. Я бы об этом не говорил, если бы вы мне не задавали этот гнусный вопрос. Вот эти вот задержанные – часть из них – они благодарны нашей милиции, что мы их спокойненько в гостинице разместили, накормили-напоили, и они, наверное, уже все дома[/i].[/quote]

    Übersetzung:
    [b]Während seiner Presskonferenz teilte Lukaschenko mit, dass er nichts über die gesetzeswidrigen Festnahmen und Verurteilungen von Bürgern weiß[/b]
    Lukaschenko:
    Ich weiß, man hat mich bereits informiert, dass einige Persönlichkeiten, wie üblich, festgenommen wurden. Aber, entschuldigen Sie mich, sie selbst haben uns darum gebeten. Sie müssen ja ihr Gesicht wahren. Sie sind doch nicht dumm, sie haben es verstanden, dass es nix daraus wird, und baten uns, sie am 20en oder 21en wieder freizulassen. Ich würde auch darüber nichts erzählen, wenn Sie mir diese gemeine Frage nicht stellen würden. So sind diese Festgenommenen – ein Teil von ihnen – unserer Miliz sehr dankbar, dass wir sie ruhig im Hotel untergebracht, verpflegt haben und sie alle wahrscheinlich schon zuhause sind".

    Ich glaube der Mann verliert langsam den Verstand. 🙄 Oder will er vielleicht später sagen: er habe nichts gewußt, die Beamten aus seinem Kreis hätten es alles angeordnet und ihn nicht informiert. Danach wandern Suchorenko (KGB-Chef), Scheiman (Sicherheitschef) und noch eine Reihe "aus der Kontrolle geratener" Beamten ins Gefängnis (offiziell natürlich) und Luka bleibt munter weiter regieren.

    0
    #2190
    GroM
    4243 Beiträge

    [quote]Ich fürchte, dass die Meldungen über mögliche psychische Erkrankungen von AL durchaus ernst genommen werden können:

    [quote][b]На своей первой пресс-конференции после выборов президент Лукашенко заявил, что ему не известно о случаях незаконного задержания и осуждения граждан [/b]
    Вот что сказал Лукашенко:
    [i]Знаю, что несколько личностей – меня проинформировали по сводке об этом, как обычно, – были задержаны. Но, извините, они сами попросили нас об этом. Лицо ведь надо сохранить. Они же не дураки, они понимали, что ничего не получится, и попросили отпустить числа 20-го – 21-го. Я бы об этом не говорил, если бы вы мне не задавали этот гнусный вопрос. Вот эти вот задержанные – часть из них – они благодарны нашей милиции, что мы их спокойненько в гостинице разместили, накормили-напоили, и они, наверное, уже все дома[/i].[/quote]

    Übersetzung:
    [b]Während seiner Presskonferenz teilte Lukaschenko mit, dass er nichts über die gesetzeswidrigen Festnahmen und Verurteilungen von Bürgern weiß[/b]
    Lukaschenko:
    Ich weiß, man hat mich bereits informiert, dass einige Persönlichkeiten, wie üblich, festgenommen wurden. Aber, entschuldigen Sie mich, sie selbst haben uns darum gebeten. Sie müssen ja ihr Gesicht wahren. Sie sind doch nicht dumm, sie haben es verstanden, dass es nix daraus wird, und baten uns, sie am 20en oder 21en wieder freizulassen. Ich würde auch darüber nichts erzählen, wenn Sie mir diese gemeine Frage nicht stellen würden. So sind diese Festgenommenen – ein Teil von ihnen – unserer Miliz sehr dankbar, dass wir sie ruhig im Hotel untergebracht, verpflegt haben und sie alle wahrscheinlich schon zuhause sind".

    Ich glaube der Mann verliert langsam den Verstand. 🙄 Oder will er vielleicht später sagen: er habe nichts gewußt, die Beamten aus seinem Kreis hätten es alles angeordnet und ihn nicht informiert. Danach wandern Suchorenko (KGB-Chef), Scheiman (Sicherheitschef) und noch eine Reihe "aus der Kontrolle geratener" Beamten ins Gefängnis (offiziell natürlich) und Luka bleibt munter weiter regieren.[/quote]

    Ich hatte diese Pressekonferenz auf TV Belarus geschaut und mich so prächtig wie noch nie amüsiert. Deswegen bin trotz allem noch so optimistisch. Dieser Mann ist ein nervöses Nervenbündel und selbst russ. Journalisten im Publikum haben hämmisch gelacht…. Dieser nicht zurechnungsfähige Mann hat fertig…. Die Anzahl der Witze über ihn berichten meine Freunde steigt sprunghaft an….. Die Mehrheit hat seine Propaganda durchschaut….

    0
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