NZZ: Populär in der Ostukraine – Sehnsucht nach Lukaschenko

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    GroM
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    [quote] […]
    Wjatscheslaw Ponomarjow, ein Mann mit zwei Goldzähnen und dem derben Zungenschlag eines Kleinkriminellen, hatte sich zum lokalen Separatistenführer – zum «Volksbürgermeister» – ernannt. «Als ich ihn sah, war für mich alles klar», erzählt Getmanskaja in ihrer ungeheizten Zeitungsstube. Ponomarjow schien ihr kein vertrauenswürdiger Revolutionär, kein «ehrlicher Kommunist», wie es ihr Grossvater gewesen sei. Getmanskaja trauert den alten Zeiten nach. Ihre Sehnsucht ist nicht prorussisch, sondern prosowjetisch. Damals seien alle Familien jedes Jahr ans Meer in die Ferien gefahren. Ihrem Sohn konnte sie eine solche Kindheit nicht mehr bieten, und angesichts der kümmerlichen ukrainischen Renten hat sie nun Angst vor dem Altwerden. Deshalb sagt sie: «Ich vermisse die Sowjetunion.»

    Die Armut habe die Menschen in die Arme der Separatisten getrieben, glaubt Getmanskaja. Aber alles sei nur eine Illusion gewesen. Vom Erdölreichtum abgesehen sei Russland doch genau wie die Ukraine ein von Oligarchen geplündertes Land. «Ich träume von einem Präsidenten wie Alexander Lukaschenko», sagt sie mit leuchtenden Augen. Der weissrussische Diktator, der eine weitreichende Privatisierung der sowjetischen Staatsbetriebe verhindert hat, würde in der Ukraine in nur einem Jahr für Ordnung sorgen, meint sie. [/quote] QUELLE: http://www.nzz.ch/international/aufgefallen/sehnsucht-nach-lukaschenko-1.18430767

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