Minsk: Minsker Geheimnisse – historischer Stadtrundgang

Foren Belarus: Reisen nach Weißrussland Guide: Städtetouren Minsk: Minsker Geheimnisse – historischer Stadtrundgang
Ansicht von 1 Beitrag (von insgesamt 1)
  • Autor
    Beiträge
  • #1695
    GroM
    4243 Beiträge

    [b]EXKLUSIV FÜR BELARUSNEWS.DE LESER![/b]
    Es ist eine einzigartige Beschreibung vom historischen Minsk (noch vor Sowjetzeiten), die Stadt in einem völlig anderen Licht erscheinen lässt. Mit diesem Guide ausgestattet, werdet ihr einen wunderbaren Rundgang durch das Zentrum von Minsk machen und Minsker selbst überraschen können!
    (Der Text ist hervorragend von Studenten historischer Fakultät in Minsk recherchiert und vollständig ins Deutsche übersetzt. Riesendank an Christofor Hilkewitsch!!!)

    [b]Ich veröffentliche hier nur einige Fragmente aus diesem Text! [/b]Den vollständigen "Minsker Geheimnisse"-Guide inkl. Bilder und Stadtrouten wird es wahrscheinlich in Kürze gegen eine geringe Selbstkostengebühr geben, falls ihr Interesse meldet! [size=1](wir wollen somit wenigstens symbolisch die Recherche- und Übersetzungsarbeit junger Menschen in Belarus honorieren!)[/size]

    [b][size=3]"Minsker Geheimnisse"[/size][/b]

    [i]"Wir beginnen unsere Reise mit einem schmucken zweistöckigen Bau aus den roten Ziegelsteinen. Das ist das Gebäude des [b]Wilenski-Bahnhofs[/b], der 1890 errichtet und 1991 zerstört wurde: Im letzten Herbst der Existenz der UdSSR begann man auf der Stelle des gesprengten Kulturdenkmals mit dem Bau eines bombastischen Riesenbahnhofs, der dazu bestimmt war, westliche Tore des Imperiums zu werden…"[/i]

    […]

    [i]"Nun kehren wir in das Jahr 1909 zurück.Es funkeln die Schaufenster der teuren Restaurants der Hotels «Neu-Berlin», «Kronstadt», «Royal», «Wiktorija»… Hier finden wir auch das kleinste Minsker Hotel «Poltawa» vor (mit nur 6 Zimmern!) 1870 war sein Besitzer Mitglied der örtlichen Organisation «[b]Narodnaja Wolja[/b]» (Volkswille). Im Hotelkeller brachte er die Herstellung von falschen Pässen auf die Beine, mit denen alle Narodnaja-Wolja-Mitglieder Russland übergreifend versorgt waren. Bis vor kurzem befanden sich auf der Stelle des «Poltawa»-Hotels Eisenbahnfahrtkartenschalter…"[/i]

    […]

    [i]"In geringer Entfernung prunkte die [b]lutheranische Kirche[/b] mit weißen Säulen, die 1846 im Stil des Klassizismus errichtet wurde. In der Nähe wurde 1901 der erste in der Stadt [b]Strömer-Kinematograph[/b] eröffnet. Dort wurden die Dias zu den wissenswerten Sujets gezeigt: «Der erste Flug eines Luftschiffers», «Im grünen Afrika», «Brand in der Polizejskaja-Str.» u.a.

    Gehen wir jetzt die tausendjährige [b]Alexandrow-Grünanlage[/b] an dem 125-jährigen Jungen vorbei, der mit dem ebenso alten Schwan spielt, in die Richtung zum Gebäude der Präsidentenverwaltung der RB.
    Bis 1939, als man mit dem Bau des Zentralkomitees der kommunistischen Partei von Belarus begann, befand sich auf diesem Territorium das elegante dreistöckige [b]Schloss des Grafen Tschapski [/b]– des Stadthauptes von 1890 bis 1909. Hierher kamen zu den prunkvollsten Bällen und Theateraufführungen alle Gouvernement-Honoratioren. Übrigens, für den Einritt in diese Grünanlage, durch die wir eben gegangen sind, musste man um die Jahrhundertwende zahlen, deswegen konnten sich die Promenade hier nur die «Creme de la Creme» der Stadt leisten. "[/i]

    […]

    [i]Wollen wir jetzt den Palast der Republik von der Rückseite umgehen und wir tauchen wieder in die vergangene Epoche ein. Aber jetzt wollen wir zum Anfang des XVIII. Jahrhunderts zurückkehren. Unmittelbar vor uns prunkt mit seiner ganzen Schönheit die [b]Dominikaner-Kirche[/b] – der schöne Riese mit den 3-Meter-dicken Wänden, der wenn nicht der Vandalismus unserer Vorfahren, auch heute auf Otjabrjskaja Platz ragen würde. Der 1605 gegründete Klosterkomplex, außer den geistlichen Funktionen, spielte auch die Rolle eines Schützvorpostens der Stadt. Das Kloster selbst existierte bis 1832. Später befand sich in seinen Räumlichkeiten das katholische Seminar, und ab 1869 wurde das Gebäude als Lagerraum und Kaserne benutzt.

    1926 nahm der junge Sowjetstaat das Kloster als Architekturdenkmal unter Schutz. Während des Zweiten Weltkrieges wurde es ducrh ein deutsches Geschoss beschädigt, wofür die Belarussische Sowjetrepublik 1945 Reparationen von Deutschland bekam. Und nach vier Jahren wurde das alte Kloster gesprengt, weil man den Platz für die Eisbahn freiräumen wollte. Und wenn man sich das nur vorstellen könnte: heute könnte das historische Zentrum von Minsk dem «Herzen» von Prag in nichts nachstehen. Sogar Anfang des XX.Jahrhunderts nach den von den russischen Behörden durchgeführten massenhaften «Architekturreformen» schmückten unsere Stadt mehr als [b]50 Kirchen, katholische Kirchen und Synagogen[/b]. Man hatte sogar seine eigene Moschee – sie wurde 1962 abgerissen, und auf deren Ruinen wurde das Hotel «Jubilejnaja» errichtet… [/i]

    [color=blue][ Das waren einige Fragmente aus dem Stadtguide "Minsker Geheimnisse" ][/color]

    0
Ansicht von 1 Beitrag (von insgesamt 1)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.