Meine erste Reise nach Belarus

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    Andreas
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    Meine erste Reise nach Belarus


    VORWORT:

    Alles begann, wie auch in einem Märchen, vor langer langer Zeit …
    Vor etwa 1,5 Jahren lernte ich eine (ganz besondere) Frau aus Belarus, über das Internet kennen. Nachdem wir nun mehr als über ein Jahr, jeden Tag und fast jede Minute, mit-einander kommuniziert haben, war uns beiden klar, dass wir uns nun endlich
    sehen (treffen) möchten. Es sei an dieser Stelle, darauf hingewiesen, dass …
    Ich (Andreas), sprach vor meiner Reise, KEIN EINZIGES WORT Russisch!
    Sie, die angebetete (Maria), spricht KEIN EINZIGES WORT Deutsch!
    … und das Abenteuer begann!

    DIE DOKUMENTE:
    Nachdem wir uns entschieden haben, dass wir uns im Sommer treffen werden, kam der Gedanke auf, auch gleich den eigenen Geburtstag (18.7.), in einem wahrhaft schönen
    Land (dazu später mehr) mit einer wahrhaft, noch schöneren, Frau zu verbringen.
    Aufgrund dessen, dass ich bisher noch kein anderes Land besucht habe, wo ein Reisepass erforderlich war, wurde dieser entsprechend sofort beantragt und abgeholt. Da ich selbst, zu weit entfernt, von den entsprechenden Belarusschen Botschaften wohne, beauftragte
    ich für die Visabeschaffung, eine entsprechende Agentur aus Berlin
    (VES – Visa Express Service) – Vielen Dank nochmals an dieser Stelle!
    Nachdem das Visum eingetroffen war, konnte schließlich nun das Ticket erworben werden.
    … und damit kamen die nächsten Fragen auf!

    DIE REISEART:
    Viele Wege führen bekanntlich nach Rom (entschuldigung „Belarus“ natürlich!).
    Die Frage die sich dabei stellte ist, – „Womit?“
    Flugzeug? Kurze Reisezeit, aber viel zu teuer und viel zu Umständlich!
    (Hannover -> Moskau -> Minsk -> … und dann?)
    Zug? Lange Fahrtzeit. Preislich Mittelklasse und Komfort entsprechend der Buchung.
    (Sollte man sich mit mehreren Personen, eine Schlafkabine teilen wollen und
    sich im Dampfbad von ausschwitzenden Wodka, wohl fühlen – dann ab zur DB!)
    Auto? Durchschnittliche Fahrzeit, unkomfortabel und viel zu teuer!
    (Benzinpreise, Gebühren am Zoll (zzgl. den langen Wartezeiten)).
    Bus? Lange Fahrtzeit, durchschnittliche bequemlichkeit, aber Preislich sehr günstig!
    Die letztliche Entscheidung fiel dann auf dem Busunternehmen „Visit-Tours.by“.
    [u]Abfahrt (Osnabrück (DE))[/u]: ca. 12:00 Uhr
    [u]Ankunft (Brest (BY))[/u] : ca. 12:00 Uhr
    [u]Gesamt[/u] : 24 Stunden (Es geht meißt immer schneller als angegeben!)
    [u]Preis[/u] : 165,00 EUR (Nach der 3. Fahrt Preisnachlass auf 140,00 EUR!)
    Vor Abfahrt war es erforderlich, die Reiseführerin anzurufen, um notwendige Infos zu erhalten bzw. auch um Abfahrtszeiten zu überprüfen. Als die Reiseführerin mitbekommen hat, dass ich als Deutscher (ohne entsprechenden Sprach-kenntnisse) nach Belarus reisen möchte, fragte Sie mich:
    “ … und das ist Ihr völliger ernst? Sie wollen wirklich, ohne Sprachkenntnisse, nach Belarus reisen und sprechen kein Wort russisch und die Frau kein Wort Deutsch? Das ist nicht Ihr ernst – oder?“
    Aber wiedererwartet musste ich Ihr, leider wiedersprechen und sagte:
    „JA, – und wie das mein ernst ist! Um sich zu verstehen, bedarf es keinerlei Sprach-kenntnisse. Sie benötigen nur ein Herz und ein wenig Phantasie – dann funktioniert die Kommunikation auch mit Armen, Beinen, Händen, Füssen, Kopf, Herz und Seele!“
    (Natürlich habe ich einen elektronischen Übersetzer, aber diesen werde und möchte ich
    für kommunikationen, nur in Notlagen verwenden, denn so lernt es sich einfacher!)
    Nach diesen Worten, war die Reiseführerin, erst einmal „wie geschockt“ und sagte nach
    einer kurzen Weile, dass ich mir das ggfls. noch einmal überlegen sollte. Aber ich sagte:
    „[b]Nein![/b] – Dazu bedarf es keinerlei weitere Überlegungen, denn … ich fahre – mit Ihnen,
    oder zur Not, auch mit einen anderen Busunternehmen!“ -tonque
    [i]… damit war das Abfahrtsurteil besiegelt![/i]

    DIE ABFAHRT/ANKUNFT:
    Der Tag der Tage rückte immer näher und es war mehr als deutlich zu spüren, dass die Nervösität allmählich ins unermessliche stieg. Doch ist das nichts weiter als „normal“, denn wer noch nie in einen anderen Land war, der wird vor der Reise bestimmt auch nervös gewesen sein 😀
    So stieg ich in den Bus, setzte mich hin und genoß dabei, jeden Moment und jeden Meter, den ich dieser besonderen Frau (und damit auch Belarus) näher komme. …
    Stunden später, nachdem die Polnische Grenze überschritten war, wollte ich der Herzallerliebsten Frau eine SMS zukommen lassen, dass ich beinahe auf halben Wege bin, aber … FAILED! -dizzy
    Grund dafür das bekannte Roaming bei Mobiltelefonen *grummel* (Freischaltung erfolgte erst 4 Tage nach der Ankunft – Vielen Dank an „1und1“ (Ironie/off)). Da aber auch sehr nette und hilfsbereite Fahrgäste im Bus sind, wurde mir von Seiten eines Fahrgastes angeboten, dass er meiner angebeteten eine SMS zukommen lässt, wenn wir angekommen sind. Gesagt getan …
    Schließlich standen wir an der Polnisch/Belarussichen Grenze „Terespol“.
    Die (Ver-)Bearbeitung der Reisepässe und der Gepäckabfertigung verlief ohne großartige Probleme oder Verzögerungen (etwa 2 Stunden). Lediglich bei der Orientierung um den erwerb der Krankenversicherung, musste ich nochmal einen Mitfahrer, um Hilfe bitten.
    Aber auch dazu findet sich immer jemand, der gerne bereit ist, einen zu helfen! 😎
    Nachdem alle wieder Ihre Plätze besetzt haben, fuhren wir fort und ich wusste derzeit noch nicht, dass es nur noch wenige Meter, bis zum Busbahnhof (автовокзал), in Brest sind.
    Dort angekommen und aussgestiegen wartete ich nun auf die Frau im Herzen …
    Bis ich unerwartet und ganz plötzlich, eine Stimme sagen hörte … [b]“Андре?!“[/b]
    … ich drehte mich zur Seite und … [size=4][b][i]BAM[/i][/b][/size] … es war wie ein Schlag ins Gesicht! Umwerfend!
    Dort stand Sie, die Frau, mit der man über ein Jahr lang über das Internet kommuniziert hat.
    Aber mehr als ein normales „привет Маша“ (Hallo Mascha) konnte ich, aufgrund meiner Sprachkenntnisse nicht sprechen. Doch mit Händen, Armen, Kopf, Füssen, Herz und Seele, verstand sie mich und meine Worte, vom hören und ansehen – genauso, wie auch ich Sie verstanden habe! Wie ich es vorher geahnt und mir gedacht habe …
    „Wenn man sich von Herzen verstehen will, dann wird es auch funktionieren!“
    So zeigte Sie mir mit der Hand, auf einen Bus und mit Armbewegungen, dass Sie fahren möchte.
    Es war klar zu verstehen, dass wir zusammen mit dem Bus fahren werden
    ( Russisch ist doch garnicht soo schwer! 😀 ).
    Nachdem wir folglich in den Bus gestiegen waren, blickte ich in Ihre Augen, und konnte es nicht glauben, dass ich tatsächlich bei Ihr bin, – tatsächlich in Belarus bin, – und das für die
    kommenden 4 Wochen! Es war zuvor schon ein Traumhafter Gedanke, so wie es Traumhaft war,
    und auch Traumhaft sein würde (da war ich mir sicher, bevor ich überhaupt etwas gesehen habe). Nach einer Weile stoppte dann der Bus, inmitten einer Landstrasse ausserhalb von Brest,
    an einer Bushaltestelle. Zuerst dachte ich mir, dass wir bereits da sind –
    … aber ich wurde eines besseren belehrt 😉
    Wir stiegen aus dem Bus und Sie zeigte mit Ihrer Hand, auf ein am Strassenrand, geparkten Auto. Kurz bevor wir das Auto erreicht haben, griff sie in Ihre Handtasche und gab mir Ihren Autoschlüssel – ich war wie hin und weg – Ich soll fahren??? Hier???
    In einen Land was ich nicht kenne (weder Sprache, Land noch sonst etwas)??? Aber …
    Ich wusste, dass Sie seit etwa 7 Jahren kein Auto mehr gefahren ist und sich dem-entsprechend etwas unsicher im Strassenverkehr fühlt. Also … gesagt getan!
    Schließlich sind Strassen, Autos und andere Verkehrsteilnehmer nichts anderes als in Deutschland! So fuhren wir zu Ihr nach Hause und ich konnte die ersten Blicke in einen wahrhaft schönen Land,
    mit umwerfend schöner Natur, genießen! Herrlich!!!
    [i]… aber, das Märchenhafte, war bei weitem noch nicht alles!
    [/i]

    BEI IHR ZUHAUSE:
    Es sei dazu gesagt, dass Sie zuvor Angst hatte, dass wenn ich zu Ihr komme, dass ich wohlmöglich geschockt bin und wieder Rückwärts umkehre. Die Angst von Ihr war der Gedanke daran, dass das Dörfliche Leben für mich vielleicht zu „primitiv“ sein könnte (ich sage es mal so). Aber ich sagte Ihr, schon vorab, dass ich keine großen Städte mag und ein Dorfleben, vor dem Leben in einer Stadt, vorziehen würde. Zumal ich auch ein sehr Naturverbundener Mensch bin. Aber weiter …
    Angekommen in einen kleinen (sehr kleinen) Dorf, unweit von Pruzhany (etwa 25 km), sind wir bei Ihr zuhause angekommen. Anders als Dörfer in Deutschland, standen hier von etwa 30 Häuser, nur wenige aus Stein gebaut (ich drücke es im weiteren mal als Betonhäuser aus).
    Das Dorfleben mit den vielen Holzhäusern (sogenannte „Malinki’s“) …
    Ein sehr schöner Anblick welcher, mit der umliegenden (wahrhaft Horizontweiten) Natur verschmilzt! Es ist mit Worten nicht zu beschreiben, sondern das muss man selbst gesehen oder erlebt haben!!!
    Das ein Leben auf den Dorf, in keinster Weise, mit dem Leben in einer Stadt zu vergleichen ist, war mir bewusst. Auch war mir bewusst, dass es vieles, was es in der Stadt gibt, auf dem Dorf nicht geben wird – aber … na und?! … Es gibt Wasser aus dem Brunnen, es gibt Strom aus der Leitung, es gibt ein Haus – und das wichtigste, die Frau und die Kinder (selbst dann wenn es nicht die eigenen sind – das ist irrelevant!). Was will man dann noch mehr? Ein Haus, eine Familie, viel Natur und zusammen! Traumhaft!!! Klar … jeder der meint, dass er ein vergoldetes Klosett, oder aber fließend warmes Wasser vorfindet, der wird schnell eines besseren belehrt! Aber ehrlich … Braucht man das????
    Was meine Wenigkeit betrifft, ein klares „NEIN“!!!
    Es mag sicher einige Menschen geben, die sagen würden, dass es beinahe ein Leben wie in Zeiten von „Robinson Crousoé“ oder der Fernsehserie „Familie Robinson in der Wildnis“ ist, aber mal ehrlich – es im Fernsehen zu sehen, ist wie in einen Traum zu blicken. Jedoch das …
    … das ist, ein Traum leben!
    [i]… und die träumerei hat gerade erst begonnen!
    [/i]
    UNSERE ERLEBNISSE:
    Zwei Tage nach meiner Ankunft, sind wir zum OVIR gefahren, um meine Registrierung abzuschließen. Ehrlich gesagt, habe ich mir vor der Reise gedacht, dass es ein großes Prozedere werden wird. Aber dem war nicht so und wir konnten, nach nur 15 Minuten,
    dass OVIR wieder verlassen und alles notwendige war getan. Selbst das Datum zum
    Abreisetag wurde vorab eingetragen, um ein weiteren Besuch beim OVIR zu vermeiden.
    Vielen Dank (Спасибо) dafür an dieser Stelle, an die zuständige Dame im OVIR „Pruzhany“!

    [b]* BREST *[/b]
    http://de.wikipedia.org/wiki/Brest_(Weißrussland)
    Was sicher jeder Besucher in Brest erkunden wird und auch erkunden sollte, ist die sogenannte: Brester Festung (Брестской крепости). Sehr interessant und besonders Sehenswert!
    Aber auch die Stadt Brest ansich ist auch sehr Sehenswert! Besonders aufgefallen ist mir, dass es im Vergleich zu Deutschland, weit und breit, nicht ein Zigarettenstummel oder Kaugummi, auf den Strassen oder Gehwegen gesehen habe! Zudem ist die Innenstadt wirklich sehr schön aufgemacht. Überall in der Stadt sind Bänke zum erholen vorzufinden, welche in wohl bemerkten „Marmor Blumenbeete“, eingefasst sind und das alles sehr gepflegt und sehr sauber!!!
    Abseits davon befinden sich in Brest, auch sehr schöne Geschäfte zum shoppen und besonders leckere Lokale in dem man wirklich, sehr gut und sehr lecker, essen kann. Insofern man das „shoppen“ in einer solchen Zeit als Sinnvoll betrachtet! Ich hingegen achte vielmehr auf Kulturelles, Regionales, Traditionelles, Sehenswürdigkeiten und natürlich der Grund, warum man hier ist …
    … die Frau im Herzen!

    Doch in kurzen weiteres, zu den Sehenswürdigkeiten, in Brest:
    [b]- Brester Hauptbahnhof (вокзал),[/b]
    der seit mehr als 5 Jahren restauriert und erweitert wird.
    Eine sehr schöne Fassade, die z.T. leider nur von der Brücke aus zu sehen ist.
    [b]- Der Basar (in nähe des Busbahnhofes (автовокзал)),[/b]
    bietet ein umfangreiches und beinahe unüberschaubares Sortiment –
    muss man gesehen haben!
    [b]- Der Park (in der Nähe des Stadtsees)[/b]
    ein herrlicher Ort zum entspannen oder um eine Schifffahrt auf den Fluss zu machen
    und dabei Brest aus einer anderen Perspektive sehen.
    [b]- Die (zahlreichen) Kirchen, [/b]
    welche von der Architektur und der Aufmachung einfach Atemberaumend sind.
    ([u]Hinweis[/u]: Man sollte es respektieren und [b][u]KEINE[/u][/b] Fotos innerhalb einer Kirche machen!!!)
    – u.v.m.

    [b]* PRUZHANY *[/b]
    http://de.wikipedia.org/wiki/Pruschany
    Das Pruzhany wohl (mal abgesehen von den „normalen“ Anziehungspunkten wie u.a. „Minsk“) ein ebenfalls anziehender und ebenso sehr sehenswerter Ort ist, ist nicht benötigt, dieses zu erwähnen. Man möge sagen, dass man sich auch in Orte auf anhieb verlieben kann (ich hoffe das das die Frau nicht hört)! Pruzhany zählt wahrhaftig, zu einen der Sehenswertesten Orten in Belarus und das nicht ohne Grund! Es liegt von Feldern umgeben, idyllisch inmitten einem, der Stadt, umkreisenden Waldes mit viel Natur und vielen Sehenswürdigkeiten! Schwerpunkte in Pruzhany, welche man unbedingt gesehen haben muss …
    – Die Kirche mit Ihrer wahrhaft traumhaften Architektur – ein schöner Anblick!
    – Die Brücke mit Statue „Das liebende Pärchen“
    – Das berühmte Heimatmuseum
    – Die zahlreichen Denkmäler (mit sehr traurigen Hintergründen)
    – Der große Bade-/Bootssee
    – Die Stadt, die Menschen und die Natur von Pruzhany … himmlisch!
    – u.v.m.

    … und, nicht zu vergessen …

    DIE GRENZENLOSE UND SCHEINBAR UNBERÜHRTE BELARUSSISCHE NATUR!!!
    Viele mögen denken oder gar sagen, dass Natur, Natur ist. Aber seit dieser Reise muss ich
    sagen, dass Natur nicht gleich Natur ist. Es gibt gewaltige Unterschiede – nicht nur im Umfang oder der Flächendeckung! Alleine der Gedanke daran vom kleinen Dorf, täglich
    zur 25 Kilometer entfernten Arbeitsstelle (der Partnerin) zu fahren … Herrlich!!!
    Wenn man es erzählen würde, dann klingt es beinahe unglaublich – weil es so schön ist!
    Vom Haus im Dorfe sind es etwa 200m, bis zur Landstrasse welche nach Pruzhany führt.
    An dieser Landstrasse abgebogen, folgen dann 25km (asphaltierte!) Strasse inmitten einer
    unberührten Natur! Links, rechts, vorn und hinter einem – Natur pur!
    Strassenabbiegungen selten und wenn dann könnte man selbst diese noch min. 10km
    fahren, ohne auf eine Stadt, ein Dorf, ein Haus oder einen Mensch zu treffen.
    Die Natur so unberührt, wie sie nur unberührt sein kann. Im Wörtlichen Sinne ist es so,
    dass wenn hier ein Baum umfällt, dann liegt der in 100 Jahren immer noch so da.
    Pfifferlinge, Steinpilze, Blaubeeren, Him- und Erdbeeren, … alles wächst hier wild und
    zahlreich inmitten dieser fabelhaften Natur und laden förmlichst dazu ein, in den Wald
    zu gehen und „Pilze und Beeren“ zu sammeln – um damit frische Speisen zubereiten
    ( Pilze im Schmand mit Kartoffeln, Blaubeeren in Warenikis ) – unglaublich lecker!!!
    Wilde Tiere die durch den Wald streifen, frische Luft mit den Duft von Moss und Holz
    [i]… und all das, in unberührter und Horizontweiter Natur!
    [/i]

    … und es waren noch viel, viel, viel mehr schöne Ereignisse, Erfahrungen und Erlebnisse!!!
    Jedoch denke ich, dass selbst dieser Erfahrungsbericht, den Rahmen sprengt und ich
    dementsprechend nicht noch detailierter werden sollte, um es noch in einen kleinen
    Rahmen zu belassen 😉

    DER SCHWERE ABSCHIED:

    Alles was (mit Bürokratischen Visabeschaffungen, etc.) so wunderschön, wie in einen
    Märchen angefangen hat und gewesen ist (und sicher auch weiterhin so wäre), wird
    spätestens nach Ablauf der Visumsfrist, auch leider (ich betone das Wort „leider“!)
    wieder enden (ausser die Liebe im Herzen)!!! Alleine der Gedanke daran, an dem
    Tag zurückzublicken, an dem man aufgewacht ist und wusste, dass es der letzte Tag
    sein wird … der Horror! Ich erinnere mich noch, wortwörtlich, an jenen einzelnen
    Meter und an jene einzelne Träne, die man auf dem Weg vom Haus, in Richtung
    Brester Busbahnhof, verloren hat. Es ist in Worten nicht zu beschreiben, …
    Das Monate, Tage und Stundenlange schreiben über das Internet!
    Die traumhafte Zeit, nach dem treffen nach 1,5 Jahren in einen wahrhaft schönen Land!
    … und dann – als wenn der Monat nur eine Stunde gewesen wäre – und … [b][size=4]PENG![/size][/b]
    Ein Kopf mit all den schönen Erinnerungen und dann muss man von all den schönen
    Erlebnissen, Ereignissen, dem Land und vor allem der Frau und Kinder im Herzen,
    Abschied nehmen! Ein unschöner Moment, wie sich sicher jeder vorstellen und nachvollziehen kann und ich dementsprechend auch nicht weiter darauf eingehen
    möchte, denn alleine bei den Gedanken daran und den zu schreibenden Worten,
    stehen einen wortwörtlich, noch heute, die Tränen in den Augen! Aber die Tränen
    in den Augen, weil es so unglaublich schön gewesen war!!!
    [i]… aber dieses Ende wird nicht von langer dauer sein!
    [/i]

    DAS WIEDERSEHEN / DIE ZUKUNFT:

    Ich schreibe immer noch das Jahr 2013, aus dem Logbuch der meinigen Belarus-Reise. 😀
    Wie vieles im Leben, wird sich vieles ändern – in diesen (meinen) Leben nun gewaltig!
    Nachdem wir uns nun 1,5 Jahre, kennen steht für uns beide fest, dass wir für immer zusammen sein wollen – und das … in Belarus!
    Seit Beginn unseren kennenlernens wusste Sie, genauso wie Sie wusste, dass irgendwann
    die Frage aufkommen würde „Wer kommt zu wem?“. Da wir beide offen über alles reden, wusste Sie das ich bereit wäre Deutschland zu verlassen und zu Ihr zu kommen, genau so
    wie ich von Ihr wusste, dass Sie auch nach Deutschland kommen würde. Aber nach dieser
    Reise stand fest, dass wir zusammen in Belarus – zusammen sein möchten. Die Gründe
    dafür sind die, dass wir beide die Natur lieben und davon hat Belarus reichlich 🙂
    Ein weiterer und sehr wichtiger Grund sind die Kinder, sowie aber auch das Berufliche.
    Da Sie eine gesicherte und gute Position, als Buchhalterin hat und Sie hier erst die Sprache erlernen müsste, um Ihre Tätigkeit als Buchhalterin wieder aufnehmen zu können, habe
    ich beschlossen mein Unternehmen als Web-Dienstleister in Deutschland aufzugeben
    und in Belarus weiter fortzuführen. Bei der Belarussischen Bürokratie, ist mir meine
    bessere Hälfte dann gerne behilflich 😉 In Punkto des Wohnsitzes, steht bereits auch schon fest, dass wir in der Nähe von Pruzhany bleiben werden – nur wo und in welchen Haus,
    dass steht noch nicht fest. Aber die Suche, nach einen gemeinsamen, schönen Haus,
    hat bereits begonnen! Sämtliche Formalitäten, wie Kopien aller Ausweise und jeglichen weiteren, erforderlichen Dokumenten (einschließlich Beglaubigung, Apostille und Übersetzung) wurden beschafft und liegen, ebenso wie das Visum, bereits vor.
    [size=5]Stichtag: 07.09.2013[/size]
    [size=2](Abreisetag)[/size]
    (Der Countdown läuft)

    [i]… und die Zukunft beginnt!
    [/i]

    MEIN FAZIT:

    Belarus ist bei weitem für jene Menschen, eine Reise wert!!! [KNACC]
    Unberührte Natur trifft auf gesellige Menschen in einen wahrhaft wunderschönen Land!
    Grenzenlose und unberührte Wälder mit leckeren wildwachsene „Pilze und Beeren“,
    zahlreich zu entdeckende (teils sehr bedrohte) Tierarten in freier Natur,
    wilde Bäche und Flüsse laden zum angeln, baden und verweilen ein,
    romantische kleine Holzhäuser inmitten kleiner Dörflicher Ansiedlungen,
    gesellige, liebevolle und äußerst Gastfreundliche Menschen mit Herz und Seele,
    lebende und wahrhaft aufblühende Städte wie Brest, Pruzhany und Co.

    Was mich betrifft, so kann ich nur jeden Menschen ans Herz legen, dass selbst wenn
    er die Sprache nicht vollkommen beherrscht, sich mindestens einmal, auf die Reise
    nach Belarus wagen sollten, denn … „Belarus ist für jeden eine Reise wert!!!“

    Fakt ist, dass …
    Die Kommunikation, das Verständnis und Verständigung hingegen allen
    wiedersprüchen ohne Probleme funktioniert! Auch wenn das sicher auch daran liegt, dass ohnehin ein Interesse an der russischen Sprache besteht. Wenn man sich verständigen
    und verstehen möchte, dann wird es auch funktionieren! Selbst dann wenn zwei
    Menschen aufeinander treffen und niemand die Sprache des jeweilig anderen sprechen und/oder verstehen kann! Sie müssen es nur wirklich, bestenfalls von Herzen, wollen!!!

    Fakt ist auch, dass …
    Wenn viele in den Süden, oder Westen fliegen um den Urlaub zu verbringen, dass das
    dann nicht gleich alle machen müssen oder sollten. Denn auch der Osten hat viel zu bieten, zu sehen, zu entdecken, zu erleben und ist zudem auch sehr schön – und ehrlich gesagt,
    in meinen Augen, sogar noch schöner! 🙂 *schwärm*

    Fakt ist ebenfalls, dass …
    Belarus ein wahrhaft Naturreiches, äußerst Gastfreundliches und wunderschönes Land
    mit liebevollen, hilfsbereiten und verständnisreichen Menschen ist. Es ist zudem keines-wegs immer nur „Wodka“. Denn es geht nämlich auch fast (in Bezug auf mal ein Glas Wein zum essen) auch ohne Wodka / Alkohol im allgemeinen!

    Fakt ist zuguterletzt auch, dass …
    Belarus ein Land ist, in dem man sich wortwörtlich auch verlieben kann – und hat!

    • Dieses Thema wurde geändert vor 2 Jahre, 11 Monate von  Maxim Gro.
    0
    #20358
    Alex
    523 Beiträge

    Ein schöner, ausführlicher Bericht, vielen Dank!
    Die Aufgabe der beruflichen Existenz in Deutschland ist mutig – überleg es Dir daher genau!
    Viele Grüße von
    Alex
    (der nächste Woche auch wieder nach Brest fährt)

    0
    #20359
    Mario
    175 Beiträge

    Hallo Andreas,

    hat mich gefreut, Deinen Bericht zu lesen.
    Ich bin selber im April nach Belarus ausgewandert und habe es bisher nicht bereut.
    Allerdings ist es dann noch mal was anderes hier auf dem Land zu leben.
    Da wären mir die Komforteinbußen dann doch zu hoch.
    Ich wünsche Dir für Dein Vorhaben alles Gute!

    Viele Grüße aus Gomel
    Mario

    0
    #20360
    Horst Schlämmer
    163 Beiträge

    Das ist mal ein Hammer-Bericht!

    Da deckt sich vieles mit meinen eigenen Gefühlen bei meiner ersten Belarusreise 2008, wobei ich damals mit der gleichen Aufregung „nur“ mein Gastkind besuchen wollte.

    Ich wünsche euch alles Gute und ich hoffe, hier noch öfter Berichte von dir lesen zu können.

    Meine nächste Fahrt nach Belarus (auch in die tiefste dörfliche Gegend)startet am 26.Oktober mit dem Auto und nach dem Lesen dieses Berichtes fange ich jetzt schon wieder an, die Tage zu zählen……… 😎

    0
    #20361
    Christian
    88 Beiträge

    Finde es sehr mutig, das Du nach einem Treffen und ohne vernünftige Kommunikationsmöglichkeit mit Deine rPartnerin dahin ziehen willst … Respekt dafür.

    Für mich wäre das gar nichts, dafür ist das Land, die technischen Möglichkeiten, die Höflichkeit im Alltag (es sagt nicht einmal jemand „Hallo“ im Supermarkt) und das Essen einfach zu „schlecht“ im Vergleich zum Leben in Deutschland oder ähnlichen Ländern. Das muss aber jeder selbst entscheiden.

    Zur Anreise:
    Du zahlst 165 für einen 24-Stunden-Bus-Trip … nur als Tipp, Du kannst ab Hannover auch direkt nach Minsk (ohne Zwischenstop) fliegen für ab ca. 200 Euro. Check mal bei belavia zB. Alternativ ab Frankfurt auch via Direktflug. Dauer 2 Stunden.

    0
    #20362
    Horst Schlämmer
    163 Beiträge

    [quote=“Christian“ post=20862]Zur Anreise:
    Du zahlst 165 für einen 24-Stunden-Bus-Trip … nur als Tipp, Du kannst ab Hannover auch direkt nach Minsk (ohne Zwischenstop) fliegen für ab ca. 200 Euro. Check mal bei belavia zB. Alternativ ab Frankfurt auch via Direktflug. Dauer 2 Stunden.[/quote]

    Das Preis ist wahrscheinlich nicht zwingend das Problem. Man muss dann auch weiterdenken und in Belarus von Minsk dorthin kommen, wo man hin will. Und wenn man dann in die Nähe von Brest muss, ist der Zeitvorteil mit dem Flugzeug wieder hinfällig und man ist mit dem Bus besser bedient.

    0
    #20364
    Christian
    88 Beiträge

    Ich bin mit 17 einmal mit Bus nach Lloret de Mar gefahren, das waren so ca. 20 Stunden. Fanden das damals ganz cool und waren auch gut betrunken nach Ankunft … aber „heute“ würde ich mich ganz sicher nicht mehr für 24 Stunden in so einen durchschnittlichen schlechten Bus reinsetzen…

    Anreise zum Airport: 1 Stunde
    Wartezeit auf Flug: 1 Stunde
    Flug: 2 Stunden
    Immigration / Gepäckausgabe: 1 Stunde
    Fahrt nach Brest (geschätzt, weiss nicht wie weit es ist): 3 Stunden
    = ca. 8 Stunden

    Würde ich immer noch vorziehen als für den „gleichen“ Preis quälend lange im Bus zu sitzen. Aber muss jeder selbst entscheiden, ich finde die Strecke HAJ-MSQ ganz okay zu fliegen. Meist nehmen wir dann ein Hotel / Appartment in Minsk und fahre am nächsten Morgen mit dem Bus Richtung Belarus-Heimat (Braslav / Vitebsk Region).

    0
    #20365
    0-gravity
    465 Beiträge

    [quote=“Andreas“ post=20858]

    Wie vieles im Leben, wird sich vieles ändern – in diesen (meinen) Leben nun gewaltig!
    Nachdem wir uns nun 1,5 Jahre, kennen steht für uns beide fest, dass wir für immer zusammen sein wollen – und das … in Belarus!

    Ein weiterer und sehr wichtiger Grund sind die Kinder, sowie aber auch das Berufliche. Da Sie eine gesicherte und gute Position, als Buchhalterin hat und Sie hier erst die Sprache erlernen müsste, um Ihre Tätigkeit als Buchhalterin wieder aufnehmen zu können, habe ich beschlossen mein Unternehmen als Web-Dienstleister in Deutschland aufzugeben und in Belarus weiter fortzuführen. Bei der Belarussischen Bürokratie, ist mir meine bessere Hälfte dann gerne behilflich 😉 In Punkto des Wohnsitzes, steht bereits auch schon fest, dass wir in der Nähe von Pruzhany bleiben werden – nur wo und in welchen Haus,
    dass steht noch nicht fest. Aber die Suche, nach einen gemeinsamen, schönen Haus, hat bereits begonnen! Sämtliche Formalitäten, wie Kopien aller Ausweise und jeglichen weiteren, erforderlichen Dokumenten (einschließlich Beglaubigung, Apostille und Übersetzung) wurden beschafft und liegen, ebenso wie das Visum, bereits vor.
    hat!
    [/quote]

    Auch wenn ich einige Punkte deines Fazits teile (andere wiederum überhaupt nicht) finde ich, wie einige Forumskollegen vor mir auch, deinen Entschluß künftig in BY leben zu wollen sehr mutig! Respekt!

    Ich kann dir jedoch nur ans Herz legen, v.a. die dein Geschäft betreffenden Annahmen wirklich [u]vor Ort vorher[/u] abzuprüfen. Wie du richtig festgestellt hast ist BY nicht D. Ich kenne dein Business jetzt nicht genau, aber ob es in dieser Form unter den BY Bedingungen noch tragfähig ist, da solltest du vorher sicherlich mal genauer recherchieren (und dabei u.U. auch mal ein paar Leute befragen, die in BY Business betreiben).

    Bzgl. Anreise: Kann mir vorstellen, das Flug bis Warschau und Weiterreise per Bahn nach Terespol/Brest auch ne Alternative wären. Glaube mich zu erinneren, das dies hier im Forum schon mal thematisiert wurde.

    0
    #20366
    Andreas
    9 Beiträge

    [url=http://www.belarusforum.de/community/profile/74-alex.html][b]@ Alex[/b][/url]

    [quote]“Die Aufgabe der beruflichen Existenz in Deutschland ist mutig“[/quote]
    Ich wiederspreche ungerne und es sollte auch nicht als wiederspruch angesehen werden, wenn ich sage, dass …
    Wenn man kein Multimillionär ist oder ein totsicheres Konzept hat, dann ist es auch selbst in Deutschland mutig, eine berufliche Existenz zu gründen.

    [quote]“überleg es Dir daher genau!“[/quote]
    Das habe(n) ich/wir bereits 😎
    Ein nochmalige überlegung oder aber eine Retour ist ausgeschlossen!
    [b]Stichtag bleibt der:[/b] 07.09.2013

    [quote]“Alex (der nächste Woche auch wieder nach Brest fährt)“[/quote]
    Nun sage mir nur noch, dass Du auch am 07.09. und das wohlmöglich auch noch mit dem Bus fahren wirst – und ich falle hier Wortwörtlich vom Hocker! Das wäre dann ein besonderer Zufall, den man nutzen könnte um während der Fahrt miteinander von und über das schöne Belarus zu plaudern.

    [center]———-[/center]

    [url=http://www.belarusforum.de/community/profile/3227-mario.html][b]@ Mario[/b][/url]

    [quote]“hat mich gefreut, Deinen Bericht zu lesen.“[/quote]
    Vielen Dank! Für mich ist es eine Freude, zu hören und zu wissen, dass Dir der Bericht gefallen hat.
    ( Weitere Berichte werden im übrigen noch folgen! )

    [quote]“Ich bin selber im April nach Belarus ausgewandert und habe es bisher nicht bereut.“[/quote]
    Я знаю, я знаю … (Ich weiß, ich weiß …)
    Ich habe vor meiner Reise, selbst sehr viele Informationen aus diesem, sehr aufschlussreichen und informativen Forum, gesammelt und erfahren. Dabei waren mir viele Beiträge, vieler Forenmitglieder, sehr hilfreich! (u.a. auch Deine Beiträge zum Thema der Auswanderung)

    [quote]“Allerdings ist es dann noch mal was anderes hier auf dem Land zu leben.“[/quote]
    Verständlich, dass ein Leben auf dem Land in Belarus, etwas anderes ist, als hier in Deutschland oder aber in Ballungsstädten wie „Minsk“,“Gomel“,“Brest“, etc. Aber das soll es auch nicht sein!
    Denn genau das, das Leben auf den Dorf, ist in meinen (unseren) Augen, das Leben, was ich/wir „Leben“ nenne(n)!

    [quote]“Da wären mir die Komforteinbußen dann doch zu hoch.“[/quote]
    Komfort ist ein Begriff, bei welchen es darauf ankommt, wie hoch man den Komfort ansetzt!
    Wie ich schon im Bericht geschrieben habe (Zitat) „Klar … jeder der meint, dass er ein vergoldetes Klosett, oder aber fließend warmes Wasser vorfindet, der wird schnell eines besseren belehrt!“
    Wer ein Haus inmitten der Stadt, mit fließenden Warmwasser, vergoldeter Klosettbrille, schnelles VDSL, und all solches benötigt, der ist auf dem Land, fehl am Platz! Wer hingegen dieser wortwörtlichen Märchenhaften Lage, inmitten eines kleinen Dorfes, auf etwaige Dinge verzichten kann – der wird hingegen mit vielen anderen schönen Dingen (die ich/wir in der Stadt nicht hätten) belohnt!

    [quote]“Ich wünsche Dir für Dein Vorhaben alles Gute!“[/quote]
    Спасибо Марио! (Vielen Dank, Mario!)
    Wir, beziehungsweise (besonders, ich, am Anfang (bezgl. der Bürokratie)) werde(n) es gebrauchen können!

    [center]———-[/center]

    [url=http://www.belarusforum.de/community/profile/1124-horst-schlaemmer.html][b]@ Horst Schlämmer[/b][/url]

    [quote]“Das ist mal ein Hammer-Bericht!“[/quote]
    Vielen Dank für die Worte! Jedoch ist es in meinen Augen ein „normaler“ Bericht.
    Vielleicht etwas zu lang, aber wie könnte man sonst ein so schönes Land, in kurzen Worte ausdrücken und/oder nur annähernd beschreiben? Immerhin … selbst in diesem Bericht, wurde nicht alles gesagt, was eigendlich alles zu sagen ist, da der Bericht anderfalls noch länger ausgefallen wäre! Nur denke ich, dass bei all der Schönheit, es für jeden besser ist – es selbst zu erleben!
    Bei allem Respekt gegenüber diesen wahrhaft informativen Forum.
    Bei allem Respekt gegenüber den machern diverser Dokumentationen.
    Bei allem Respekt gegenüber der vielen Wissenwerten Seiten im Internet, Büchern, etc. von und über Belarus. Selbst alles zusammen, kommt nicht dem nahe, wie schön es in Belaurs wirklich ist!

    [quote]“nach dem Lesen dieses Berichtes fange ich jetzt schon wieder an, die Tage zu zählen“[/quote]
    Dann wirst Du lachen, wenn ich Dir sage, dass ich soeben erst am 10.08. (SA) wiedergekommen bin und am folgenden Montag (12.08) das Visum für die jetzige Reise beantragt habe (die letzte Reise, denn zurück ist keine Option).

    [center]———-[/center]

    [url=http://www.belarusforum.de/community/profile/3863-christian.html][b]@ Christian[/b][/url]

    [quote]“Finde es sehr mutig, das Du nach einem Treffen und ohne vernünftige Kommunikationsmöglichkeit mit Deine rPartnerin dahin ziehen willst“[/quote]
    Das sind gleich drei Dinge auf einmal …
    [b]a)[/b] Ich bezeichne es nicht als „mutig“, sondern sehe das so wie es auch gesehen werden sollte „Liebe“!
    [b]b)[/b] Bezüglich der Kommunikation (wie ich schon geschrieben habe), gibt es keine Probleme – wir verstehen uns (von Herzen und auch sprachlich)! Abgesehen davon ist meine bessere hälfte eine wahrhaft gute Russisch-Lehrerin mit welchen das erlernen der Sprache eine Freude ist 🙂
    … und glaube mir, dass selbst in einen Monat, kann man die Sprache zumindest schon so gut erlernen, dass man im notdürftigen Alltag zurecht kommt. Man muss es nur vom Herzen wollen!
    [b]c)[/b] Im Bezug auf das wörtliche „dahin“ ziehen. Wir ziehen „dahin“, weil Sie und Ihre Mutter dort im Ort wohnen, weil dort die Schulen der Kinder sind, weil es umgeben von grenzenloser Natur ist und weil es uns beiden zusammen (вместе) so sehr gefällt!

    [quote]“Für mich wäre das gar nichts, dafür ist das Land, die technischen Möglichkeiten, … einfach zu „schlecht“ im Vergleich zum Leben in Deutschland“[/quote]
    Wenn man vergleiche zwischen Belarus und Deutschland zieht und dabei hohe Erwartungen im Lebensstandard hat, dann würde ich denjenigen Menschen empfehlen (ohne dabei frech zu werden) „Bleibt wo Ihr seid!“. Aber es ist, wie in vielen Dingen im Leben „Ansichtsache“.

    [quote]“die Höflichkeit im Alltag (es sagt nicht einmal jemand „Hallo“ im Supermarkt)“[/quote]
    Ich möchte Dir nicht auf die Füsse treten (entschuldige bitte), aber in diesem Punkt muss ich wiedersprechen! Ich habe es bisher nicht ein einziges mal erlebt, dass man nicht begrüßt wurde! Nicht einmal! Egal ob im OVIR von der Miliz oder im Supermarkt von der Kassiererin – es kam immer ein freundliches „Hallo“! Es obliegt aber auch an dem, wie man selbst, in den Wald hinein ruft 😉
    Wer selbst ein freundliches „Hallo“ sagt, der wird bestimmt auch ebenfalls freundliche begrüßt!

    [quote]“das Essen einfach zu „schlecht““[/quote]
    Also jetzt bin ich Sprachlos! Entweder ist das ein wirklich sehr sehr schlechter Witz, oder aber (entschuldige bitte) Du hast aus einem Schweinetrog gegessen. Anders kann ich mir Deine Worte leider nicht erklären …
    Das essen ist alles andere als „schlecht“ – [u]im Gegenteil[/u]!
    Wenn ich nur an das Brot in der Region Pruzhany denke … Himmlisch! Das kannst Du ohne alles essen und ist im Gegensatz zu unseren Brot nicht „Furztrocken“ sondern selbst ohne Beilage sehr lecker! Mal abgesehen von selbst gesammelten Blaubeeren und daraus selbstgemachten, unglaublich köstlichen „Warenikis“ – da verzichte ich liebend gerne auf die hier heimische Küche! Nochmals … Entschuldige bitte meinen Wiederspruch, aber Deine Worte kann ich nicht nachvollziehen!

    [quote]“nur als Tipp, Du kannst ab Hannover auch direkt nach Minsk (ohne Zwischenstop) fliegen“[/quote]
    Wie schon im Bericht geschrieben wurde, führen viele Wege nach Rom (entschuldigung „Belarus“ natürlich!). Die entsprechende Antwort hat „Hort schlämmer“ bereits gegeben, denn was sollte ich nach „Minsk“ reisen, wenn ich selbst nach Pruzhany (Region: Brest) möchte? Es wäre ein wortwörtlicher Überflug mit angeschlossener Rückreise in die entgegengesetzte Richtung.
    Nein – Dann lieber mit dem Bus. Zumal es auch die letzte Reise vorerst sein wird -tonque

    [center]———-[/center]

    [url=http://www.belarusforum.de/community/profile/3238-0-gravity.html][b]@ 0-gravity[/b][/url]
    [quote]“deinen Entschluß künftig in BY leben zu wollen sehr mutig! Respekt!“[/quote]

    Zum Mut bleibt nur zu sagen, dass wenn er nicht vorhanden wäre, dann bräuchte man auch erst garnicht mit dem Gedanken spielen, überhaupt irgendwo hinzugehen.
    Das auch selbst, bei einen weiter entfernten Umzug, innerhalb des Heimatlandes.
    Denn wer sagt Dir, dass es dort beruflich, in der Liebe und mit allen anderen funktionieren wird?
    Eine Garantie bekommst Du dafür (fast) nirgendwo auf der Welt dafür!
    Das Sprachliche ist in Deutschland nichts anders, wenn Du als nordisch Plattdeutsch sprechender, zum Beispiel, nach Bayern ziehst. Dann zieht’s Dir wortwörtlich die Hosen aus! 😀

    0
    #20367
    Christian
    88 Beiträge

    Falls Du weiterhin im Web-Dienstleister Segment arbeiten möchtest bedenke die Faktoren Datenschutz, Datensicherheit, Gesetzeslage, Erreichbarkeit, Haftung/Garantie und AGB sowie die Information an alle bisherigen Kunden.
    Ich persönliche würde als Kunde / möglicher Kunde alle geschäftlichen Beziehungen zu Dir abbrechen, sofern Dein Geschäftssitz in Belarus ist. Ist nicht persönlich gemeint, denke aber Du weisst warum wenn Du in dem Business bereits arbeitest.

    0
    #20368
    Andreas
    755 Beiträge

    Ich denke auch das du das ganze noch sehr durch die „rosarote“ Brille siehst.

    Ohne rudimentäre Sprachkenntnisse würde ich einen solchen Schritt nicht wagen.

    Als ich vor fast 6 Jahren meine Frau kennenlernte, war unsere gemeinsame Sprache englisch. Gut war das wir beide sie beherrschten. Eine Beziehung braucht das (verstandene) Wort um zu wachsen und Probleme angehen zu können.
    In manchen Situationen vielleicht nicht -wink , aber sobald der Alltag kommt ist ein gegenseitiges Verstehen unabdingbar. Und das gerade oder insbesondere am Anfang eines Zusammenlebens. Probleme werden kommen und die kannst du nicht mit einem Wörterbuch lösen!

    Um Business in Belarus zu machen brauchst du gute Beziehungen und jemanden der die Hand über dich hält. Sollte dein Business nämlich „zu gut“ laufen kann es schnell passieren, das es deiner Konkurrenz nicht gefällt und du dein Business schneller wieder los bist als du Piep sagen kannst. Ansonsten sehe ich das genau so wie Christian.

    Meine Frau hat es bis heute nicht bereut nach Deutschland gezogen zu sein. Morgen kommt sie von einem 5-wöchigen Besuch in Belarus wieder nach Hause und sie ist froh darüber.

    Ich kenne das Leben in einem belarussischen Dorf mit seinen Vor- und Nachteilen. Da ich und meine Frau auch sehr naturverbunden sind kann ich deine Begeisterung teilen. Das hat schon was 🙂

    Ich hoffe für dich das du dieses „Abenteuer“ nicht irgendwann bereuen wirst, da das Ganze in meinen Augen zu sehr Herz gesteuert ist als mit dem rationalen Verstand (und so ein Schritt sollte rational bedacht sein).

    Trotzdem wünsche ich Dir alles Gute…

    Gruß

    Andreas

    0
    #20369
    Andreas
    9 Beiträge

    [url=http://www.belarusforum.de/community/profile/3863-christian.html][b]@ Christian[/b][/url]

    [quote]“Ich spare mir das kommentieren, aktuell scheinst Du „blind“ vor Liebe zu sein was ich nach einem Besuch für recht „naiv“ halte.“[/quote]
    Ich kann Deine Gedanken sehr gut verstehen und nachvollziehen (я понимаю).
    Jedoch bedarf es keiner enthaltung Deinerseits, nur weil Du denkst, dass es Naivität ist,
    die es nicht ist! Betrachte es eher als entschlossenheit, dem nachzugehen, was ich/was wir vom Herzen/im Herzen wollen! Es bleibt sicher jeden selbst überlassen, was er/sie tut oder welche Meinungen/Einstellungen vertreten werden. (Soll aber nicht bedeuten, dass Du etwas anderes behauptet hast – auch wenn es danach klingen mag) Nichts für ungut, aber …
    [center]Du magst es in Deutschland – Bitte … Ich wünsche Dir
    „Viel Erfolg, Viel Glück und viel Freude in Deutschland!“
    Andere wollen nach Spanien – Bitte … Ich wünsche denen
    „Viel Erfolg, Viel Glück und viel Freude in Spanien!“[/center]
    Was Deiner sogenannten „Blind vor Liebe“ Worte anbelangt, so muss ich Dir jedoch wiedersprechen. Klar ist, dass wenn man sich kennenlernt, dass am Anfang, alles mit der sogenannten rosaroten Brille betrachtet wird – und alles ist schön! Da wir uns nun, schon mehr als 1,5 Jahre kennen und ein Paar sind, ist es sicher nachzuvollziehen, dass man in der Partnerschaft auf Dauer gerne auf etwaige Visabeschaffungen etc. verzichten möchte – um so zusammen zu leben, wie man auch zusammen ist und sich ein zusammenleben vorstellt!
    Da wir beide die gleichen Ansichten, Vorstellungen und Vorlieben haben, sowie aber auch aus den bereits genannten (nicht unwichtigen) beruflichen Aspekten, haben wir uns „zusammen“ dafür entschieden, dass ich zu Ihr kommen werde!

    [quote]“Viel Glück euch dennoch“[/quote]
    Vielen Dank dafür, welches auch ich Dir gerne wünsche – „Viel Glück“!

    [quote]“Falls Du weiterhin im Web-Dienstleister Segment arbeiten möchtest“[/quote]
    Wie bereits geschrieben, werde ich das tun und Du kannst Dir sicher sein, dass man sich mit entsprechenden Rechtslagen auseinander gesetzt hat und zudem auch entsprechende Hilfe erhalten hat, hat und auch bekommt!

    [quote]“Ich persönliche würde als Kunde / möglicher Kunde alle geschäftlichen Beziehungen zu Dir abbrechen“[/quote]
    Das wäre Deine Entscheidung – und das sollte auch Deine Entscheidung (als Kunde oder nicht Kunde) bleiben!

    [center]———-[/center]

    [url=http://www.belarusforum.de/community/profile/2678-andreas.html][b]@ Andreas[/b][/url]

    [quote]“Eine Beziehung braucht das (verstandene) Wort um zu wachsen und Probleme angehen zu können. … Probleme werden kommen und die kannst du nicht mit einem Wörterbuch lösen!“[/quote]
    Keine Sorge! Denn das Wörterbuch und auch der elektronische Übersetzer, wurden bisher nur sehr selten benötigt und in Gebraucht genommen. Es obliegt nun mal dem ob man sich vom Herzen verstehen will?! Ich will, Sie will – wir wollen! … und – es funtkioniert!

    [quote]“Um Business in Belarus zu machen brauchst du gute Beziehungen und jemanden der die Hand über dich hält.“[/quote]
    Bereits vorhanden 😎

    [quote]“da das Ganze in meinen Augen zu sehr Herz gesteuert ist als mit dem rationalen Verstand“[/quote]
    Das mag vielleicht daran liegen, dass Du das Herzliche, mit den Beruflichen, untereinander in Deinen Gedankengängen vermischt! Aber im realen wurde da meiner/unsererseits sehr viel und ausgiebig darüber
    gesprochen und diskutiert.

    [quote]“Trotzdem wünsche ich Dir alles Gute…“[/quote]
    Ein großes „Danke“ für Deine Wünsche!

    0
    #20370
    0-gravity
    465 Beiträge

    Na dann: auf geht’s!

    Halt uns in ’nem Blog auf dem Laufenden. Wir sind gespannt -unsure
    (Nachdem Nadine nun wieder zurück in D ist, ist diese „Marktlücke“ neu zu besetzen… 😀 😀 😀 )

    0
    #20371
    Heinz-Jürgen
    31 Beiträge

    Hallo,
    ich finde es toll das Du es machst, auch ich habe Belarus kennen und lieben gelernt. Frage hast Du nun ein Visum bekommen unbegrenzt oder gibt es ein besonders zur Auswanderung? Werde mit Spannung deine weiteren Berichte lesen. Ich werde wenn alles klappt Ende September wieder auf Besuch fahren und freue mich schon jetzt der Stadt zu entflien und auf dem Dorf Ruhe zu finden auch wenn dort es wirklich nicht einfach ist. Aber man kann sich einrichten. Ich wünsche Dir alles gute und viel Erfolg. Und ach ja die Sprache ist eigentlich nie ein Hindernis überall wird einem geholfen und meine Bekannte hat seit unserem kennenlernen in den letzten drei Jahren super Deutsch gelernt. Mein Russisch dagegen ist grotten schlecht aber ich bin immer ohne größe Probleme weiter gekommen, bei der Gastfreundschaft.

    0
    #20372
    Stefan
    26 Beiträge

    [quote=“Christian“ post=20862]Für mich wäre das gar nichts, dafür ist das Land, die technischen Möglichkeiten, die Höflichkeit im Alltag (es sagt nicht einmal jemand „Hallo“ im Supermarkt) und das Essen einfach zu „schlecht“ im Vergleich zum Leben in Deutschland oder ähnlichen Ländern. Das muss aber jeder selbst entscheiden.[/quote]
    Auf ein formelles und einfach nur lieblos dahergesagtes „Hallo“ kann ich notfalls auch verzichten (im Supermarkt, …). Nicht verzichten möchte ich auf die Herzenswärme und Gastfreundlichkeit die in Belarus geboten wird … einfach unbeschreiblich! Auch das Essen ist mehr als nur schmackhaft (Salate mit Rote Beete, Wareniki, Pelmeni, … > göttlich!). Hast du vllt im Gefängnis übernachtet? -wink

    @ Andreas:

    Dein Bericht ist mit viel Herzblut geschrieben *dreimal daumenhoch*.

    Aber 1 Jahr bis zum ersten Treffen ist wahnsinnig lang, meine Freundin und ich wären gestorben. Wir haben bereits nach einer Woche geskyped und nach einer weiteren Woche stand fest, daß wir uns alsbald treffen wollen. Nach knapp 3 Monaten war es dann auch soweit.

    Bedenken in Sachen Wohnung hatte meine Angebetete auch 🙂 … da wurden unnötige Gedanken an einen älteren Küchenschrank (mit schief hängenden Türen) oder eine unvollendete Wandverkleidung im Badezimmer verschwendet. Gott sei Dank kann ich – wie Du – auf goldene Wasserhähne oder ähnlichen Sch**ß gern verzichten. Der Mensch und die Liebe zählt, der Rest ist nebensächlich!

    Gefragt, ob ich mir vorstellen könnte in Belarus (Brest) zu leben, hat mich die meinige auch. Hätte ich – ehrlich gesagt – kein Problem mit. Aber mein Beruf lässt es leider nicht zu. Nun denn, irgendwie und irgendwann werden auch wir die Sprachhürden überwunden haben. Anfang Oktober gehts für mich wieder nach Brest, mit viel mehr Zeit im Gepäck als beim letzten Mal (kann es kaum erwarten). Aber nicht mit dem Bus, wäre mir zu unbequem. Per Bahn (Schlafwagen) kostet mich die Reise „nur“ 225 EUR hin und zurück. Von „wohlriechenden“ Wodka-Dunstwolken blieb ich auf meiner letzten Reise verschont und hoffentlich auch diesmal.

    Was in Belarus aber überhaupt nicht mit Deutschland vergleichbar ist, ist das Gesundheitssystem. Ohne genügend geldliche Mittel ist man da manchmal ganz schön arm dran. Bitte nicht mißverstehen, die Krankenschwestern / -pfleger und Ärzte sind damit nicht gemeint.

    P.S.: Wünsche euch alles erdenklich Gute und wenn du möchtest, können wir uns gerne mal auf ein Glas Wein (oder Kefir? -wink ) in Brest treffen.

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