Integrationskurs

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  • #22233
    Michael
    105 Beiträge

    Ich denke es ist sehr wichtig den Kurs zu machen . Meine Frau ist dabei und sehr fleißig . Jeden Tag 4 Stunden von Juli bis Januar und danach dann B1 Prüfung . Hausaufgaben hat Sie auch auf jeden Tag . Der Erfolg stellt sich ein , das Deusch wird immer besser und die Schwierigste Hürde , nähmlich das Verstehen der Leute wenn sie sprechen wird auch immer besser. Dann wird auch die Suche nach einem Arbeitsplatz ab Januar verstärkt um so besser leben zu können . Noch ein Punkt ist wichtig , meine Frau hat hier nur mich als Bezugsperson , meine Mutter vielleicht noch aber die wohnt schon weiter weg . Die Kontakte aus der Schule sind wichtig für meine Frau , weil sich so Freundschaften entwickeln können und ähnliches . Ich finde das sich jeder Ausländer bilden sollte damit er das Leben in Deutschland meistert .

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    #22234
    Helfer
    399 Beiträge

    Hallo Michael,

    ihr macht das ganz toll, die Sprache ist nun mal der Weg in das gesellschaftliche Leben. Habe das zigmal in meinem Umfeld in dem es doch einige BY-ler gibt positiv erlebt. Es ist auch eine riesige Erleichterung für denjenigen aus der „Isolation“ herauszukommen. ich wünsche euch viel Erfolg weiterhin und bei der Arbeitsplatzsuche alles Gute!

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    #22235
    Helfer
    399 Beiträge

    Danke Michael, Du hast meine Frage beantwortet, ohne D-Pass keine Zuwanderung,
    also hat sich doch der D-Aufenthalt deiner Gattin, insbeondere die Eheschließung ohne die es keinen Zuzug nach D gegeben hätte, gelohnt/bewährt. Das die Schweiz (nicht nur die) gern einen ausgebildeten Facharzt quasi Kostenlos einbürgert ist ja nicht unbekannt.

    Ich persönlich schätze hier im Forum insbesondere dein fundiertes fachliche/gesetzliches Wissen sehr, sicher konntest Du da schon vielen helfen, das macht dieses Forum auch mit aus. Andererseits solltest Du nicht das Wissen/Denken anderer User als Biertischwissen abtun. Hier hat wohl jeder so seine Erfahrungen mit BY und den Problemen gemacht. Es ist nicht mein persönlicher Anspruch immer richtig zu liegen, meine eigene Meinung zu haben dann aber doch. Liege ich damit falsch, nehme ich gern Lehren an.

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    #22248
    Christian
    85 Beiträge

    [quote=“Michael“ post=22740]… Ich finde das sich jeder [strike]Ausländer[/strike] bilden sollte damit er das Leben in Deutschland meistert .[/quote]Bitte streiche das „Ausländer“ – es gibt zu viele Inländer die das auch bitter nötig haben…

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    #22259
    Katrin
    84 Beiträge

    Hallo Leute, toll wie viele geantwortet haben und doch so viele verschiedene Ansichten. Ich werde mich wohl mal mit der Ausländerbehörde in Verbindung setzen und von ihnen wissen, wie sich Arbeit und I-Kurs miteinander verknüpfen lassen. Denn wie Michael hier gerade schrieb, 4 Stunden am Tag und noch Hausaufgaben? Das ist neben einen Vollzeitjob ja kaum machbar. Mein Mann ist froh wenn er nach der Arbeit seine Ruhe hat, dann gehen wir höchstens noch eine kleine Runde mit den Hunden zum entspannen, aber auf Hausaufgaben hat er dann sicher keine Lust mehr 😀

    Zu der Frage wie sein Sprachniveau ist. Ich kann das nicht gut einordnen, da ich keinen Vergleich habe. Aber ich versuch es zu beschreiben. Er hat KEINE Probleme die verschiedensten Menschen zu verstehen, egal ob mit Dialekt oder ohne (sogar schon etwas Plattdeutsch was hier oben gesprochen wird), egal ob schnell oder langsam gesprochen wird. Sowieso hat niemand jemals in „Kindersprache“ oder vereinfachtem Deutsch mit ihm gesprochen, denn er soll es ja gleich lernen in richtigen ganzen Sätzen zu verstehen und zu sprechen.
    Zu seinem eigenen Sprachkönnen. Er kann sich gut ausdrücken und alles beschreiben, es gab nie Probleme beim Verständnis, von meiner Seite erst Recht nicht, denn ich kenne seine Art wie er spricht ja am besten, aber auch von anderen kamen keinerlei Verständnisprobleme.

    Seine Schwäche liegt jedoch noch beim Schreiben, er schreibt zwar viel und ist auch größtenteils auf deutschsprachigen Seiten im Internet unterwegs, jedoch macht er viele Fehler in der Rechtschreibung und vergisst häufiger Wörter im Satz oder benutzt eine falsche Zeitform. Alles in allem sind seine Sätze trotzdem zu verstehen, möchte ich behaupten, kam jedenfalls noch von niemanden irgendwelche Verständnisrückfragen. So meine persönliche Ansicht dazu ist, dass er mindestens über die einfachen Sprachkenntnisse verfügt.

    Ich denke ein großer Vorteil stellt der I-Kurs beim Thema Rechtschreibung und wie auch schon erwähnt wurde Kontakte knüpfen.

    Ich möchte auch nochmal klarstellen, dass ich kein Gegner oder Befürworter dieses Kurses bin. Ich wollte mich ganz neutral mal danach informieren.
    Unser Problem liegt ja nicht darin, dass wir keine Lust auf diesen Kurs haben oder ihn nicht für sinnvoll erachten, sondern wie ich schon mehrfach erwähnt habe, ist es schwierig das neben der Arbeit zu bewältigen. Es wäre sicher einfacher wenn man diesen Kurs von Zuhause aus machen könnte und sich frei einteilen kann, wann man Lust und Zeit hat daran zu arbeiten.

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    #22275
    Michael
    105 Beiträge

    Hallo Katrin . Ja es stimmt neben dem Kurs bleibt wenig Zeit . Aber es ist wichtig für uns . Meine Frau hat vielleicht die Chance für ein Unternehmen zu arbeiten welches Russischsprachige Leute sucht . Da ist es natürlich sehr wichtig beide Sprachen zu verstehen . Ich gebe meiner Frau die Zeit um sich fürs Leben und die Arbeit vorzubereiten . Dabei haben wir auch Fehler gemacht . Ein Freund hat einen Platz bei Hermes angeboten . Keine schlechte Arbeit aber nur für 400 € und gelernt hat meine Frau dabei auch nicht . Verlorene Zeit , weil in dieser Zeit der I Kurs begann ohne meine Frau . Im Januar hat sie B1 davon bin ich überzeugt und nicht nur das , sie wird auch gut sprechen und verstehen . Jetzt aber schnell in den Urlaub nach Polozk und Vitebsk , ich freue mich auf die Leute in Belarus.

    Und Christian , natürlich müssen alle Menschen lernen auch die deutschen . Ich meinte das aber eben anders . In Leipzig gibt es schon Stadtviertel wo man kein Deutsch mehr spricht , die Ausländer leben unter sich und nutzen nur die soziale Ader des Landes . Man sollte alle Ausländer dazu verdonnern die Sprache zu lernen . Und noch etwas , es gibt genug Arbeit für alle ,wer Hilfe bezieht sollte wenigstens selber helfen, wenn s auch nur bei der Tafel ist oder ähnliches . Viele Leute sind sich dafür zu schade , beim abholen von Lebensmitteln ist denen das egal . Ich hoffe verstanden zu werden . Ich bin nicht gegen Ausländer sondern für ein gutes MITEINANDER .

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    #22277
    0-gravity
    465 Beiträge

    @michael

    ist zwar OT: aber in welchem Leipziger Viertel spricht man denn kein Deutsch mehr??? Würde mich wirklich mal interessieren und auch welche Bevölkerungsgruppe jetzt dort das Sagen haben soll.

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    #22278
    Flex
    177 Beiträge

    [quote=“Michael“ post=22782] Man sollte alle Ausländer dazu verdonnern die Sprache zu lernen . [/quote]

    Ist schon geil wie hier auf die Ausländer eingedroschen wird. Vllt. sollten erstmal alle deutschen Mitbürger dazu verdonnert werden ihre eigene Sprache richtig zu lernen und gleich dazu eventuell ein wenig Geschichte des eigenen Landes und die allgemeinen Grundkentnisse unseres Gesellschaftssystems.
    Ach ja richtig, wenn ich als Ausländer nach D komme muss ich mich ja integrieren -sick

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    #22284
    Stephan
    270 Beiträge

    Wo wird „eingedroschen“ und was ist an einem Zwang zum Sprachelernen falsch?
    Als Gegenleistung gibts i.d.R. einen Arbeitsplatz, alternativ Sozialleistungen, Bürgerrechte, nach Jahren die Aussicht auf Staatsbürgerschaft….

    Wer sich damit nicht anfreunden mag, ist in seiner jweiligen Heimat besser aufgehoben.

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    #22288
    Flex
    177 Beiträge

    Bürgerrechte das ich nicht lache. Als Ausländer wird man hier wie Mensch 2. Klasse behandelt. Dafür hab ich ein deutschen Teamleiter, der es schafft in 3 Sätzen 2 Rechtschreibfehler zu machen, sehr gutes Vorbild für mich…..

    Übrigens dein letztes Argument hab ich schon zu genüge von meinem PGW Lehrer gehört, der uns jedes mal sagte, dass wenn wir uns nicht anpassen man uns lieber nach Hause schicken sollte.

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    #22293
    Stephan
    270 Beiträge

    [quote]Bürgerrechte das ich nicht lache. [/quote]

    Na komm, bei aller zulässigen kritik, Guantanamo ist das hier ja nicht.

    [quote]Als Ausländer wird man hier wie Mensch 2. Klasse behandelt. [/quote]

    Meine Frau sagt das auch ab und zu, mal gebe ich ihr recht (30 %), mal halte ich es für eingebildet (70 %). Ich weiss nicht, wie es bei dir ist und wo du wohnst, aber hier um Stuttgart haben gut 30 % der Menschen einen ausländischen Pass und weitere 40 % ausländische Wurzeln mit mittlerweile deutschem Pass. Wenn sich da also jemand zweitklassig behandelt fühlt, muss er sich zuerst mal selbst an die Nase fassen.

    Nun, du beherrschst die Sprache doch gut. Hälst du das für einen Nachteil oder bist du der Meinung, es hilft dir immens im Alltag?

    [quote]Übrigens dein letztes Argument hab ich schon zu genüge von meinem PGW Lehrer gehört, der uns jedes mal sagte, dass wenn wir uns nicht anpassen man uns lieber nach Hause schicken sollte.[/quote]
    Ich weiss nicht, was der mit „nicht anpassen“ meinte, aber bei der Sprache brauchst du dich doch nicht angesprochen zu fühlen.

    Ich muss überall auf der Welt was mitbringen, wenn ich einwandere. Entweder Geld, Sprache oder grosses Talent und gute Ausbildung – MINDESTENS aber die Bereitschaft, was zu lernen, zu tun und mich gesellschaftlich einzubringen.

    Wenn hier dann Leute einwandern, nichts derartiges mitbringen und dann gleich mal rummosern, dass sie zum Sprachkurs „gezwungen“ werden, schwillt mir aber mächtig der Kamm. In letzter Konsequenz heisst das nämlich: sie bleiben Niedrigslöhner (wenn überhaupt!) und müssen mit meinen Steuergeldern gefüttert werden.

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    #22294
    Katrin
    84 Beiträge

    Also mein Mann hat noch keinen Cent vom Staat bekommen. Er hat vom ersten Tag an wo er seine Arbeitserlaubnis hatte, auch einen Job bekommen. Klar ist das Glückssache, aber er gehört jedenfalls zu denen die sich schon integriert haben. Dieser Kurs ist sinnvoll.. sinnvoll für Leute die sich nicht so leicht integrieren können/wollen.

    Und er wird zwar nicht gerecht bezahlt für die 10 Stunden Arbeit (Landwirtschaft eben), aber dennoch reicht es für uns gut zum leben und es sind weiiit mehr als 400€, sonst würden wir wohl nicht die Arbeit vor dem I-Kurs bevorzugen. 😉

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    #22297
    Stephan
    270 Beiträge

    Katrin, ich schätze das, bezweifle das nicht und es war nicht meine Absicht, dass du dich angesprochen fühlst. Ich denke, du weisst, was ich meinte und du weisst auch, dass es diese „Sorte“ Einwanderer durchaus gibt.

    In der Regel entstammen die aber (meiner Beobachtung nach) aus anderen Kulturkreisen als die, mit denen wir hier im Forum und unserem Leben zu tun haben.

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    #22298
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“Helfer“ post=22742] Das die Schweiz (nicht nur die) gern einen ausgebildeten Facharzt quasi Kostenlos einbürgert ist ja nicht unbekannt.[/quote]Das tut sie eben nicht gerne , darum muss man 12 Jahre warten und die letzten 5 Jahre im gleichen Kanton und die letzten 3 Jahre in der gleichen Gemeinde leben. In der Schweiz gibt es quasi auch keine Schweizer Staatsbürgerschaft die man erwerben kann, nur das Bürgerrecht der jeweiligen Wohnortgemeinde , woran dann sozusagen die Schweizer Bürgerschaft klebt . Eine Frau die in eine andere Gemeinde einheiratet , erwirbt durch die Ehe meist das Bürgerrecht der Gemeinde des Ehegatten . Darum ist die Schweizer Staatsbürgerschaft mit keiner anderen Staatsbürgerschaft zu vergleichen, die ich kenne . Übrigens von Kanton zu Kanton und von Gemeinde zu Gemeinde variieren die Vorschriften auch noch ! Schweiz halt ! Frühster Termin für meine Frau für die dritte Staatsbürgerschaft ist erst 2021 !

    [quote=“Helfer“ post=22742] Andererseits solltest Du nicht das Wissen/Denken anderer User als Biertischwissen abtun. [/quote]
    Hier wurde eine Frage gestellt, auf die es nur eine richtige Antwort gibt, nämlich die ich schon mehrmals gegeben habe .

    Wir können gerne diskutieren ob 5*5 = 25 ist, oder nicht. Und das es sinnvoller wäre das es nur 22 wären oder gar 30 . Trotzdem nutzt die ganze Diskussion nichts denn das Ergebnis ist nun mal 25 . ( Auch wenn die Ausländerbehörde behautet es wären 27 )

    Irgendwie regen mich auch die pauschalisierungen hier auf . Meine Frau hat nie einen I. Kurs besucht und spricht ( und schreibt ) besser Deutsch als die meisten Deutschen die ich kenne . ( Wer mich mal angerufen hat und meine Frau dran hatte, weiß was ich meine ) Außerdem hat sie die Fußball WM mit Deutschland mitgefiebert , und bei Toren habe ich sie aus dem Schlafzimmer brüllen hören . Und sie trinkt gerne mal ein Bier . Ich hasse Fußball und trinke keinen Alkohol und schon gar kein Bier . Beim Rechtschreiben mache ich mehr Fehler als sie . Muss ich jetzt zum I. Kurs ??

    Wenn ich jetzt mal pauschalisieren darf ist aufgrund meiner Erfahrungen der I. Kurs völliger Schwachsinn !

    Fakt ist nun mal : Integration ist Willenssache . Wenn einer sich integrieren will, macht er das . Ob mit I. Kurs oder nicht . Wird er zu einem Kurs gezwungen ( den er nur machen muss, nicht mal bestehen ) und er will sich nicht integrieren dann wird er es nicht tun ! Also was soll der Schwachsinn ??
    Ich habe zwei Jahre in Egypt gelebt, und kann kaum Arabisch war aber in meinem Umfeld völlig integriert . Die News aus dem Zeitungen oder dem TV oder den neusten klatsch über den Nachbarn , hat man mir eben schnell auf der Straße erzählt ( in Englisch ) , so das ich immer auf dem laufenden war . Ich wurde auch zu jedem Fest eingeladen, und ich habe oft mit den Männern in der Schischa Bar gesessen und Tee getrunken und geraucht. Auch die eine oder andere Frau , inklusive Konvertieren wurden mir angeboten ! 😀

    Michael

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    #22299
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“Katrin“ post=22766]Hallo Leute, toll wie viele geantwortet haben und doch so viele verschiedene Ansichten. Ich werde mich wohl mal mit der Ausländerbehörde in Verbindung setzen und von ihnen wissen, wie sich Arbeit und I-Kurs miteinander verknüpfen lassen. [/quote]Sag es bitte genau so, wie ich es geschrieben habe : Mein Mann kann nur nach der Arbeit zum Kurs . Er muss auch mal Tagsüber und auch nachts arbeiten . Deshalb geht das Organisatorisch mit einem I Kurs nicht . Da du aber einsiehst wie wichtig der Kurs ist, wird den Mann seinen Job kündigen und Ihr müsst dann halt in der Zeit von ALG2 leben, bis der Kurs zu ende ist. Mann möge dir doch einen Brief geben für dei Arge geben, das dein Mann gesetzlich verpflichtet ist den Kurs zum machen, damit es keine Sperre bei ALG2 gibt !

    Man warte und staune !! 😀

    Ich würde dir raten das schriftlich zu machen, und ch wäre wie immer bereit den Brief für dich ( bzw. deinem Mann ) aufzusetzen !. Meine Telefonnummer müsstest du ja noch haben .

    Michael

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