Integrationskurs

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  • #22180
    Katrin
    84 Beiträge

    Hallo,
    da ich noch kein ausreichend ausdiskutiertes Thema diesbezüglich gefunden habe, eröffne ich jetzt hiermit eins..
    Mein Mann hat jetzt eine 2 jährige Verlängerung für seine AE bekommen, also sind wir zumindest bis jetzt um diesen Integrationskurs herum gekommen. Das Problem ist eigentlich, er arbeitet Vollzeit in der Landwirtschaft und das bedeutet rund 10 Stunden täglich, Fazit es ist keine Zeit für diesen Kurs. Das interessiert unsere Ausländerbehörde leider herzlich wenig und sie haben uns bei der Verlängerung der AE nochmal darauf aufmerksam gemacht, dass er diesen Kurs unbedingt absolvieren muss, um schließlich die Niederlassung beantragen zu können.
    Da ich schon andere Erfahrungen gemacht habe, glaube ich nicht alles was die Ausländerbehörde von uns verlangt.. 😉

    Also meine Fragen
    Ist dieser Kurs WIRKLICH Pflicht? Egal in welchem Fall? (Arbeit etc..)
    Wieviel kostet der Spaß?? Beteiligt sich die Ausländerbehörde an den Kosten?
    Eure Erfahrungen mit dem Kurs? Welche Vorteile hat es gebracht?

    Da mein Mann wie gesagt bereits einen festen Standpunkt hier gefunden hat (Arbeit, Familie, Freunde, Hobbies), sind wir noch sehr unschlüssig ob dieser Kurs für ihn wirklich von Nöten ist!!

    Weitere Fragen und Antworten zum Thema sind erwünscht 🙂

    Liebe Grüße
    Katrin

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    #22181
    MiMo
    467 Beiträge

    Meine Frau hat die NE nach drei Jahren ohne Integrationskurs erhalten – eine „Pflicht“ kann es also nicht geben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man fuer den Integrationskurs gezwungen werden kann, ein bestehendes Arbeitsverhältnis zu gefährden.

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    #22183
    Christian
    88 Beiträge

    – 1,20 Euro / Stunde, 600 Stunden max (mit Antrag 300 Std. mehr möglich)
    – Kurs geht bis maximal Bestehen der B1-Prüfung
    – es gibt Morgen-, Mittag- und Abendkurse, daher wird kein Job gefährdet
    – der Bestandteil Orientierungskurs ist Pflicht für NE bzw Einbürgerung (Leben in Deutschland)
    – 50% der investierten Kosten können bei erfolgreich abgelegtem B1 zurück erhalten werden
    – Kurs ist durchaus sinnvoll für Integration und Sprachkenntnisse
    – mehr und bessere Arbeitsmöglichkeiten (=besseres Gehalt)
    – Kurs ist grundsätzlich Pflicht, Ausnahme ist ein erfolgreich abgelegtes Studium oder zweifelsfrei vorhandene B2+ Sprachkenntnisse; dann geht die ABH von einer selbständigen zügigen Integration aus. Ob das Studium anerkannt wird ist Ermessenssache der ABH.

    Rest liefert google, such zB nach BAMF Integrationskurs

    Ohne Teilnahme am Int-Kurs ist keine Einbürgerung möglich und es werden nur befristete AE erteilt, bei vielen ABH nur jeweils 1 Jahr. Eine NE ist normalerweise auch nicht ohne die Teilnahme möglich, daher kann ich den Post über mir nicht nachvollziehen. Zumindest die Prüfung Leben in Deutschland muss abgelegt sein, wie die Kenntnisse erworben werden ist ein anderes Thema. Auch müssen die Sprachkenntnisse in Deutsch nachgewiesen werden, was idR durch das Zertifikat der abgelegten Prüfung gemacht wird.

    In Deinem Fall würde ich den -vermutlich relativ schlecht bezahlten- Job zurückstellen oder zumindest einschränken, das eine Teilnahme am Morgen- oder Abendkurs möglich ist. Abhängig vom vorhandenen Sprachniveau braucht er dafür eben einige Wochen oder Monate. Wenn er schon B1 Niveau hat einfach beide Prüfungen ablegen (dafür muss man nicht in den Kurs) und das Thema ist erledigt.

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    #22186
    MiMo
    467 Beiträge

    [quote=“Christian“ post=22690]
    – Kurs ist grundsätzlich Pflicht, Ausnahme ist ein erfolgreich abgelegtes Studium oder zweifelsfrei vorhandene B2+ Sprachkenntnisse; dann geht die ABH von einer selbständigen zügigen Integration aus. Ob das Studium anerkannt wird ist Ermessenssache der ABH.

    Ohne Teilnahme am Int-Kurs ist keine Einbürgerung möglich und es werden nur befristete AE erteilt, bei vielen ABH nur jeweils 1 Jahr. Eine NE ist normalerweise auch nicht ohne die Teilnahme möglich, daher kann ich den Post über mir nicht nachvollziehen. Zumindest die Prüfung Leben in Deutschland muss abgelegt sein, …[/quote]

    Zur Klarstellung: Es liegt ein abgeschlossenes Deutsch-Studium vor und als ich die AE fuer meine Frau das erste Mal (also nach drei Jahren) verlängern sollte, fragte mich die Dame bei derr ABH, ob ich nicht sofort eine NE fuer sie beantragen wollte. Habe ich natürlich gemacht und damit war das Thema erledigt – auch OHNE Orientierungskurs.

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    #22187
    0-gravity
    465 Beiträge

    [quote=“Christian“ post=22690]
    – Kurs ist grundsätzlich Pflicht, Ausnahme ist ein erfolgreich abgelegtes Studium oder zweifelsfrei vorhandene B2+ Sprachkenntnisse; dann geht die ABH von einer selbständigen zügigen Integration aus. Ob das Studium anerkannt wird ist Ermessenssache der ABH.
    [/quote]

    Thema unbefristete AE bzw. Einbürgerung könnte auch demnächst bei uns anstehen.

    Wenn ich dein o.g. Zitat richtig deute, dann ist B2+ Sprachniveau eine der Möglichkeiten für das „drumherummogeln“ um den Integrationskurs…

    DSH bzw. TestDAF sind ja normalerweise Studienvoraussetzungen und mit B2 und höher vergleichbar. Dann sollte ja eigentlich ein begonnenes (=noch nicht abgeschlossenes) Studium bereits ausreichen (denn ohne DSH/TestDaf/B2+ kein Studium…)

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    #22188
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“Katrin“ post=22687]Ist dieser Kurs WIRKLICH Pflicht? Egal in welchem Fall? (Arbeit etc..)[/quote]Für jemanden der mit einem Deutschen verheiratet ist, ist die Geschichte ohne Belang.

    § 28.1 sagt : In der Regel ist die erste AE für 3 Jahre zu erteilen . Nach 3 Jahren ist eine NE zu erteilen . Für eine NE mit Deutschen verheiratet reicht :

    A1 und das die Ehe muss noch bestehen und KEIN Bezug von Sozialleisten !
    Werden Sozialleistungen bezogen wird die NE abgelehnt und die AE um 3 Jahre verlängert .

    Also ob ein I Kurs gemacht wurde oder nicht, ist für Ausländer die mit einem Deutschen verheiratet sind [b]VÖLLIG OHNE BELANG [/b].

    Rein rechtlich hat die ABH recht. I Kurs ist Pflicht . Bei „mit Deutschen oder mit EU Bürger verheiratet “ gibt es aber keine Sanktionsmöglichkeit .

    Außerdem geht Arbeit IMMER vor I Kurs !

    Michael

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    #22189
    Stephan
    270 Beiträge

    Meine Frau ist studierte Englisch- und Deutschlehrerin inkl. DSH. Sie machte 4 oder 6 Wochen Orientierungskurs, mehr musste sie nicht.

    Also: kann dein Mann B2, reicht der kurze Orientierungskurs. Falls er B2 nicht mit Zertifikat nachweisen kann, muss er die Leute auf der ABH einfach ein paar Minuten im fliessenden deutsch zutexten, bis sie es auch so glauben.

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    #22190
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“Stephan“ post=22696]Also: kann dein Mann B2, reicht der kurze Orientierungskurs. [/quote]Wozu denn B2 ???

    Für AE braucht er A1 ( den er ja schon hat, sonst wäre er nicht hier )
    Für NE ( Deutscher Ehepartner ) braucht er A1
    Für den Deutschen Pass braucht er den B1

    Wie schon geschrieben : I Kurs braucht niemand , nur 3 Staaten Ausländer die mit 3 Staaten Ausländer verheiratet sind ! Da [b]kann[/b] die neue AE verweigert werden , wenn er nicht gemacht wurde . IMHO wäre das selbst bei 3 Staaten Ausländern kaum durchsetzbar , schon gar nicht wenn es ein Deutsche Kind gibt !

    Die Ausländerbehörden suggerieren gerne was anderes . Aber so wie ich das schreibe, so ist die gesetzliche Lage !

    Einzig wenn Sozialhilfe / Hartz 4 bezogen wird, können die Leistungen gekürzt werden wenn kein I Kurs gemacht wird . Argumentation = kein I Kurs = Keine Arbeitsstelle . Ist aber hier nicht gegeben !

    § 28 Familiennachzug zu Deutschen

    (1) Die Aufenthaltserlaubnis ist dem ausländischen

    1. Ehegatten eines Deutschen,

    zu erteilen, wenn der Deutsche seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet hat.

    [b](2) Dem Ausländer ist in der Regel eine Niederlassungserlaubnis zu erteilen, wenn er drei Jahre im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis ist, die familiäre Lebensgemeinschaft mit dem Deutschen im Bundesgebiet fortbesteht, kein Ausweisungsgrund vorliegt und er [color=#ff0000]sich auf einfache Art in deutscher Sprache verständigen kann[/color].[/b] Im Übrigen wird die Aufenthaltserlaubnis verlängert, solange die familiäre Lebensgemeinschaft fortbesteht.

    Wie man also sieht hat der I Kurs aber auch überhaupt nichts mit der Verlängerung des Aufenthaltstitel zu tun !!!

    [color=#ff0000]sich auf einfache Art in deutscher Sprache verständigen kann[/color] DAMIT IST DAS SPRACHNIVEAU A1 GEMEINT !!

    Michael

    PS: Auländerbehörden werden teilweise recht penetrant und manchmal drohen sie halt auch . Einfach den Text ausdrucken und mitnehmen . Mal sehen was sie zur Rechtslage sagen !! Wie schon geschrieben : Theoretisch hat die Ausländerbehörde ( ABH ) recht : Der I Kurs muss gemacht werden . Wenn er aber nicht gemacht wird, kann die ABH nicht bestrafen !

    Und hier ist der Ausländer sogar in Lohn und Brot . Da einen I Kurs zu verlangen ist doch total hirnrissig !

    Ist so als wenn ein Schild 50 auf der Landstraße steht, und der Gemeinde und der Polizei wird verboten dort die Geschwindigkeit zu überprüfen !! 😀

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    #22191
    Stephan
    270 Beiträge

    Ach Michael…hast so gut reden. Weil das alles so einfach ist, bist du mit deiner Frau ja auch in die Schweiz gegangen, was?

    Bring‘ mir doch mal 2, 3, 5 Leute, denen du deine ständigen Konfrontationsmethoden nahegelegt hast und die danach nachweislich mit einem Fingerschnippen ihre Forderungen durchsetzen konnten.
    Die Realität, das Tagesgeschäft auf dem Amt ist doch eine andere.

    BTW wäre es ja nicht das schlechteste und unmöglichste, nach 3 Jahren in D auch Deutsch auf B2-Niveau zu können.
    Und so ein Orientierungskurs ist doch auch kein Drama. Da lernt man halt mal 4 Wochen lang, dass untreue Ehefrauen hier nicht gesteinigt werden und man Beamte nicht zwangsläufig bestechen muss.

    EDIT: ja, B2 ist quatsch, B1 ist richtig.
    EDIT2: B1 ist für Nichtverheiratete richtig, stimmt 😀

    aber ob „einfache Sprachkenntnisse“ nun A1 oder A2 sind, da sind sich die ABHs [i]in der Praxis[/i] nicht einig.

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    #22195
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“Stephan“ post=22698]Ach Michael…hast so gut reden. Weil das alles so einfach ist, bist du mit deiner Frau ja auch in die Schweiz gegangen, was?
    [/quote]4,5 Jahre nachdem sie Deutsche Staatsbürgerin war sind wir abgehauen . Also alles mitgemacht ( 7,5 Jahre Deutschland ). Und ich habe zusätzlich bei der Caritas 8 Jahre lang Ausländer Rechtsberatung gemacht . Also ich weiß wovon ich rede .

    Was du mündlich gesagt bekommst ist üblicherweise immer was ganz anderes , als das was die schriftlich äußern. Darum empfehle ich IMMER den schriftlichen Weg. Da können sie dann keinen Müll schreiben, den sie dir ansonsten erzählen .

    Ich habe unter alles gepostet, so wie es im Gesetz steht . Was willst du also ?? I Kurs ist nicht erforderlich. Weder für die AE noch für die NE noch für die Deutsche Staatsbürgerschaft . Also warum erzählt die Behörde solchen Müll ???

    Und warum soll man das machen ? Ob das sinnvoll ist oder nicht, das steht auf einem ganz anderen Blatt . Ich kenne die Situation in Bochum und Umgebung und einen I. Kurs da zu machen ist so sinnvoll wie ein Kühlschrank in der Arktis .

    Also ich verstehe die Quatsch köpfe nicht die immer alles das machen was das Amt will, aber nicht vom Gesetz gedeckt wird . Was machst du denn wenn sie dich mit 44 km blitzen, wo 50 ist und du 20 EU Bußgeld zahlen sollst ?? Einfach zahlen damit man keinen Ärger mit dem Amt bekommt, oder Einspruch einlegen ??

    Mal sehen wenn Katrin jetzt hin geh und denen sagts : OK mein Mann macht jetzt den I Kurs . Aber dazu muss er seinen Job kündigen und die ABH möchten Ihm doch bitte ein Dokument ausstellen , in dem steht das er den Kurs [b]zwingend[/b] machen muss, damit er nicht von der Arbeitsagentur gesperrt wird und Hartz 4 erhalten kann . ( So hätte ich das gemacht )

    Was meinst du wohl, wie schnell die Geschichte vom Tisch ist ?

    [quote=“Stephan“ post=22698]aber ob „einfache Sprachkenntnisse“ nun A1 oder A2 sind, da sind sich die ABHs [i]in der Praxis[/i] nicht einig.[/quote]Doch das müssen sie sein . Es gibt eine Interne Dienstanweisung des BMI aus dem Jahr 2008, das ein A1 Zertifikat von einem GI oder einer anerkannten Sprachschule innerhalb Deutschlands , das nicht älter als 1 Jahr ist ausreicht .

    [quote=“Stephan“ post=22698]Bring‘ mir doch mal 2, 3, 5 Leute, denen du deine ständigen Konfrontationsmethoden nahegelegt hast und die danach nachweislich mit einem Fingerschnippen ihre Forderungen durchsetzen konnten.[/quote]Also im Forum hier sind es sicherlich mehr als 5 . Bei der Caritas waren es so ca. 2 in der Woche , mit denen ich zur ABH gegangen bin.

    [quote=“Stephan“ post=22698]BTW wäre es ja nicht das schlechteste und unmöglichste, nach 3 Jahren in D auch Deutsch auf B2-Niveau zu können.[/quote]Siehst du, genau darum geht es . Meine Frau hat es in 8 Monaten von A0 bis C1 geschafft . Da wäre so ein I. Kurs kontraproduktiv gewesen . Besonders weil ich ein paar Leute kenne, die einen solchen Kurs leiten !

    Ich habe mir das übrigens „Wissenschaftlich“ bestätigen lassen ! Das hat nie jemand angezweifelt :

    [img]https://lh4.googleusercontent.com/–_WWT_r325Q/Sg1Cde4BatI/AAAAAAAACd0/AiBqy0PWTU8/s624/image0-2.jpg[/img]

    Michael

    PS: du hast schon gelesen, das Katrin´s Mann 10 Stunden am Tag arbeitet ?? Wie soll er denn den ach so sinnvollen nicht schadenden Kurs machen ?? Von 21:00 Uhr bis 23:00 Uhr ?? Würdest du das machen, wenn du es nicht brauchst ??

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    #22196
    Stephan
    270 Beiträge

    Mir gehts nicht so sehr um den Kurs zum Selbstzweck, sondern um die Sprachkenntnisse. Ich kenne die des Mannes der TE nicht, ich habe nur kein Verstandnis dafür, wenn man sich, mit Minimal-Wortschatz radebrechend, mit Händen und Füssen gegen Deutschkurse wehrt.
    Wenn jemand damit zufrieden ist, sein Leben für 4 Euro/Stunde als Spargelstecher zu verbringen und in der Freizeit keiner Unterhaltung folgen zu können, bitte sehr…so wird man dann auch von seiner Umwelt beurteilt.
    Aber hauptsache, erfolgreich auf dem Amt durchgesetzt.

    [quote] PS: du hast schon gelesen, das Katrin´s Mann 10 Stunden am Tag arbeitet ?? Wie soll er denn den ach so sinnvollen nicht schadenden Kurs machen ?? Von 21:00 Uhr bis 23:00 Uhr ?? Würdest du das machen, wenn du es nicht brauchst ?? [/quote]
    Wenn ich ansonsten nicht mehr sagen könnte als „hallo, danke, auf Wiedersehen“. Ja, selbstverständlich!

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    #22199
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“Stephan“ post=22703]Wenn ich ansonsten nicht mehr sagen könnte als „hallo, danke, auf Wiedersehen“. Ja, selbstverständlich![/quote]Also du kennst die Konstellation . Belarussischer Mann mit Deutscher Ehefrau die kein Russisch kann und Deutscher Arbeitgeber der kein Russisch kann.

    Wo lernt der Mann schneller und besser Deutsch ?

    In einem Integrationskurs, dessen Kursleiter keinerlei besondere Qualifikation erfüllen muss, außer selbst ein bisschen Deutsch zu können ( In NRW werden gerne Lehrer aus der GUS genommen , die die „Qualifikation Lehramt“ nicht erfüllen ) oder jemand der auf der Arbeit und zu Hause Deutsch sprechen MUSS ???

    Aber darum geht es hier im Tread nicht. Die Frage war : Muss mein Mann zum I Kurs . Und die Frage ist mit einem klaren NEIN schon beantwortet.

    Michael

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    #22200
    Stephan
    270 Beiträge

    [quote]Also du kennst die Konstellation . Belarussischer Mann mit Deutscher Ehefrau die kein Russisch kann und Deutscher Arbeitgeber der kein Russisch kann.

    Wo lernt der Mann schneller und besser Deutsch ?[/quote]

    Der eine so, der andere so. Der eine braucht den „Druck“ und die Systematik eines Kurses/Schule (deswegen gibt es Schulen und Unis auf der Welt 😀 ), der andere lernt die Sprache, wie das Sprichwort so schön sagt, „am besten im Bett“.

    [quote]Aber darum geht es hier im Tread nicht. Die Frage war : …[/quote]

    [quote]Ist dieser Kurs WIRKLICH Pflicht? Egal in welchem Fall? (Arbeit etc..)
    Wieviel kostet der Spaß?? Beteiligt sich die Ausländerbehörde an den Kosten?
    Eure Erfahrungen mit dem Kurs? Welche Vorteile hat es gebracht?

    … sind wir noch sehr unschlüssig ob dieser Kurs für ihn wirklich von Nöten ist!![/quote]

    [quote]Und die Frage ist mit einem klaren NEIN schon beantwortet.[/quote]

    Diese eine Frage ja, einverstanden. Und wenn er denn auch schon „gut genug“ (damit meine ich nicht A1, was „gut genug“ ist, müssen die beiden letztendlich für sich beurteilen) Deutsch kann, der Rest auch.
    Zu den tatsächlichen Kenntnissen hat Katrin ja noch nichts erwähnt.

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    #22204
    Helfer
    399 Beiträge

    Ich bin da Meinungsmäßig schon bei Stefan.

    „Ach Michael…hast so gut reden. Weil das alles so einfach ist, bist du mit deiner Frau ja auch in die Schweiz gegangen, was?
    4,5 Jahre nachdem sie Deutsche Staatsbürgerin war sind wir abgehauen . Also alles mitgemacht ( 7,5 Jahre Deutschland ). Und ich habe zusätzlich bei der Caritas 8 Jahre lang Ausländer Rechtsberatung gemacht . Also ich weiß wovon ich rede .“

    Das Du weist wovon Du redest bezweifelt ja auch keiner, im Leben läuft es doch aber manchmal mehrspurig und anders.

    Eine Frage, wäre eine Zuwanderung ohne die deutsche Staatsbürgerschaft in die Schweiz einfach so gegangen, ich meine wohl nicht?

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    #22208
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“Helfer“ post=22711]Eine Frage, wäre eine Zuwanderung ohne die deutsche Staatsbürgerschaft in die Schweiz einfach so gegangen, ich meine wohl nicht?[/quote]Kein Problem, da ich ja Deutscher bin . ( Abgeleitete Freizügigkeit nennt man das )

    Da wird quasi 2004/38/EG pur angewendet, obwohl CH kein EU Land ist .

    http://de.wikipedia.org/wiki/Richtlinie_2004/38/EG_%28Freiz%C3%BCgigkeitsrichtlinie%29

    http://de.wikipedia.org/wiki/Bilaterale_Vertr%C3%A4ge_zwischen_der_Schweiz_und_der_EU#Freiz.C3.BCgigkeitsabkommen

    AAAABER ! Meine Frau hat ja in BY Medizin studiert , und in Deutschland nur das Staatsexamen noch mal wiederholt . Dadurch wurde das Studium von Deutschland als Gleichwertig anerkannt, also Approbation u.s.w ( erst ab 2012 auch für 3 Staaten Ausländer möglich )

    Beispiel : Meine Frau Deutsch = Sie kann sich direkt aufs EU Recht berufen. D.h. Deutschland betrachtet meine Frau als Gleichwertig, damit müssen die anderen Länder das auch anerkennen. ( nennt sich Anerkennung der Ankererkennung )

    und jetzt kommt das aber : Rechtlichen Anspruch darauf hat sie in der Schweiz nur, wenn sie das EU Recht direkt anwenden kann . D.h. wenn sie selbst EU Bürgerin ist , und kein abgeleitetes Recht hat .

    Also mit BY Pass –> gibt es keine Anerkennung
    Mit D Pass –> gibt es die Anerkennung

    Einen Facharzt hätten die Schweizer aber anerkennen müssen, den sie in D. gemacht hat . Nur den Arzt selbst nicht. 😀 ( gilt nur für CH !! weil 2004/38/eg nicht 100 % greift )

    Es ist alles doch so lustig !! 😀

    Ach ja aufgrund des Personenfreizügigkeitsabkommen, hat meine Schwiegermutter ohne Probleme einen Aufenthaltstitel bekommen, den wir in D. nie bekommen hätten . ( EU Recht ist liberaler )

    [quote=“Helfer“ post=22711]Ich bin da Meinungsmäßig schon bei Stefan.[/quote]Stammtischmäßig aber ?? Ich bin auch der Meinung das man in der Schweiz ruhig 200 KM auf der Bahn fahren kann . Die CH Gesetze sagen aber was anderes .

    Ich schreibe hier zu Fachthemen nicht meine Meinung, sondern poste die Gesetzlichen „MEINUNGEN“ . Und sind nun mal bindend . Das die Leute immer noch allen ernstes glauben dadurch das ich klein beigebe, behandelt dich das AMT besser . Das ist ein Trugschluss !

    Ein mit einem Deutschen verheirateten 3 Staaten Ausländer kann nicht bestraft werden, wenn er den I Kurs nicht macht . ( hat auch keine Auswirkungen auf AE,NE oder Einbürgerung ) So ist nun mal die Lage. Was soll ich da noch lange rum diskutieren ?

    Ich bin auch der Meinung das die Herdprämie, die Maut und der Initiator dieses Schwachsinns blöd sind . ( und kontraproduktiv )Aber was nützt das, wenn es als Gesetz verankert ist ????

    Michael

    0
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