Hochzeit in D: Belarussischer Pass und Geburtsurkunde stimmen nicht überein

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  • #21522
    Thomas
    46 Beiträge

    Hallo,
    ich möchte meine belarussische Freundin in Deutschland heiraten. Wir haben so weit auch alle Dokumente zusammen, aber ein Problem mit der Geburtsurkunde. Dort steht nämlich wegen der Wirren nach dem Ende der Sowjetunion ein anderer Geburtsort als im Pass. Kann jemand einschätzen ob das ein Problem geben wird? Es ist ja eigentlich nur eine Kleinigkeit, aber sie könnten sagen, dass es eine andere Person sein könnte.

    Gruß

    Thomas

    0
    #21523
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“Thomas“ post=22028] Wirren nach dem Ende der Sowjetunion ein anderer Geburtsort als im Pass. Kann jemand einschätzen ob das ein Problem geben wird? [/quote]So wie ich Botschaften und das Deutsche Standesamt einschätze, wird das massive Probleme geben .

    Michael

    PS: Ich kenne das von den Afrikanern . Da ist der Geburtstag nicht so wichtig, außerdem wenn man auf dem Land wohnt wird die Geburt meist erst registriert wenn man das nächste mal in der Stadt ist . Da kann es dann passieren ( und zwar oft ) das der Opa nicht mehr genau weiß wann das Ekelchen geboren ist . Nach der Ernte ?? War wohl Juni, kann aber auch Juli oder August gewesen sein . Dann wird da ein Termin eingetragen der beiden gefällt und fertig.

    Für den Pass ist in den meisten Ländern nicht die Stadtverwaltung zuständig sondern die Polizei . Also geht man zur Polizei und wird nach dem Geburtstag gefragt . Na der war nach der Ernte also Juni bis August und das Jahr ? War wohl 1981 oder vielleicht auch 82 oder 83 . ( auch völlig normal dort )

    Und jetzt geht man zur Botschaft und will einen Deutschen heiraten . Die Botschaft kennt die Probleme, besonders bei der Landbevölkerung . Macht aber trotzdem ein Fass auf, wenn die Daten nicht nach Deutscher Gründlichkeit stimmen. 🙁

    Klärt das lieber ab !

    0
    #21525
    Thomas
    46 Beiträge

    Hallo Michael,
    danke für die schnelle Antwort. Dann werde ich wohl mal beim Standesamt nachfragen.

    Gruß

    Thomas

    0
    #21526
    MiMo
    467 Beiträge

    [quote=“mikael321″ post=22029][quote=“Thomas“ post=22028] Wirren nach dem Ende der Sowjetunion ein anderer Geburtsort als im Pass. Kann jemand einschätzen ob das ein Problem geben wird? [/quote]So wie ich Botschaften und das Deutsche Standesamt einschätze, wird das massive Probleme geben .

    Michael

    Klärt das lieber ab ![/quote]

    Sehe ich genauso. VOR dem Besuch beim Standesamt sollte auf jeden Fall der Grund für den unterschiedlichen Eintrag geklärt sein. Überlegen Sie sich eine Antwort auf die naheliegende Frage des Standesbeamten: Wieso wurde bei der Ausstellung des Passes ein anderer Ort eingetragen.

    Spontan fallen mit da die zahlreichen Städteumbenennungen in Russland ein

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_umbenannter_St%C3%A4dte_in_Russland

    in DEM Fall ist die Erklärung offensichtlich und wird vom Standesamt sicher auch akzeptiert. In jedem anderen Fall ist eines von zwei Dokumenten fehlerhaft. Was die „Wirren am Ende der Sowjetunion“ damit zu tun haben, dass statt Geburtsort A der Ort B eingetragen wurde, will mir nicht einleuchten – und dem Standesbeamten wahrscheinlich auch nicht.

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    #21548
    Thomas
    46 Beiträge

    Hallo und danke für die Antworten.
    Also das mit den „Wirren“ war wohl etwas salopp formuliert. Was mir meine Freundin gesagt hat, war es wohl so, dass es nach der Unabhängigkeit von Belarus, komplizierter gewesen wäre einen Geburtsort ausserhalb von Belarus anzugeben. Vieleicht hatten sie auch einfach nur Befürchtungen, dass es Nachteile geben könnte.

    Ich habe gestern mit meinem Standesbeamten gesprochen. Er ist immer sehr nett und hilfsbereit. Er hat Eure Antworten bestätigt, dass es ein Problem ist. Er hat sich gewundert, dass es dort bei Ausstelung des Passes niemand geprüft hat. Er will jetzt beim zuständigen OLG anrufen und fragen, was wir machen können. Ich werde es hier dann posten, wie es sich entwickelt.

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    #21549
    Conny Kuhs
    343 Beiträge

    Hallo Thomas,

    verstehe die Probleme deiner Freundin nicht so recht. Mein Mann ist im Gebiet Lviv geboren und das ist nun einmal Ukraine. Er hat immer ohne Umstände einen Pass und andere Papiere bekommen, in denen sein korrekter Geburtsort vermerkt war. Einzig für die Anmeldung zur Eheschließung musste er seine Geburtsurkunde vorlegen und dafür musste er nach Lviv fahren um sich eine neue ausstellen zu lassen.

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    #21551
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“Conny Kuhs“ post=22055]vorlegen und dafür musste er nach Lviv fahren um sich eine neue ausstellen zu lassen.[/quote]Und was wäre, wenn er in Petropawlowsk geboren wäre ? Und wenn die Russen nix für Belarussen ausstellen ? ( Wie zb. Apostillen auf UDSSR Geburtsurkunden ?? ) Da sieht die Sache schon anders aus !

    Michael

    0
    #21554
    MiMo
    467 Beiträge

    [quote=“Thomas“ post=22054] Was mir meine Freundin gesagt hat, war es wohl so, dass es nach der Unabhängigkeit von Belarus, komplizierter gewesen wäre einen Geburtsort ausserhalb von Belarus anzugeben. Vieleicht hatten sie auch einfach nur Befürchtungen, dass es Nachteile geben könnte.

    Ich habe gestern mit meinem Standesbeamten gesprochen. Er hat sich gewundert, dass es dort bei Ausstelung des Passes niemand geprüft hat. Er will jetzt beim zuständigen OLG anrufen und fragen, was wir machen können. [/quote]

    Also mal Klartext: Ihre Freundin hat bei der Ausstellung des Reisepasses BEWUSST falsche Angaben zu ihrem Geburtsort gemacht; genau DAS weiß jetzt der Standesbeamte und in ein paar Tagen das OLG.

    Ich bin kein Jurist, aber glauben Sie wirklich, dass Sie mit diesem Dokument hier noch etwas erreichen können? Meiner Meinung nach sollte Ihre Freundin umgehend in Weißrussland die Neuausstellung eines Passes mit richtigem Geburtsort beantragen, sonst verlieren Sie nur Zeit.

    Zusätzlich empfehle ich Ihnen, das Problem auch bei http://www.info4alien.de zu schildern – dort schreiben Mitarbeiter von Ausländerbehörden, Konsulaten, …. vielleicht hat da jemand noch einen Tipp für Sie.

    Auf alle Fälle wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

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    #21557
    MiMo
    467 Beiträge

    [quote=“mikael321″ post=22057]Und was wäre, wenn er in Petropawlowsk geboren wäre ? Und wenn die Russen nix für Belarussen ausstellen ? ( Wie zb. Apostillen auf UDSSR Geburtsurkunden ?? ) Da sieht die Sache schon anders aus !

    Michael[/quote]

    Hier verstehe ich zwei Sachen nicht.

    1) Warum sollten „die Russen nix für Belarussen ausstellen, Wie zb. Apostillen auf UDSSR Geburtsurkunden“ – das ist doch eine politische Union?

    2) und bezogen auf das eigentliche Thema hier: Die Freundin von Thomas hat doch ihre ALTE Geburtsurkunde mit dem vom Pass abweichenden Geburtsort vorgelegt – im Regelfall müsste diese Geburtsurkunde dann doch sowieso eine Apostille bekommen. Der „falsche“ Geburtsort im Pass ändert daran doch nichts.

    (Puuh, bin ich froh, dass unser Standesamt auf Apostillen verzichtet hatte.)

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    #21564
    Thomas
    46 Beiträge

    Also, der Standesbeamte hat eine Lösung vorgeschlagen, dass sie eine eidesstattlcihe Erklärung mit Ihren Eltern in Belarus abgibt, dass sie ihre Tochter ist und wir hier bei ihm nochmal eine EV abgeben mit ich weiss nicht welchem Inhalt. Alternativ kann sie natürlich ihren Pass korrigieren lassen. In ihrem Pass hat sie ein Jahresvisum kleben, das wir gerne bis zur Hochzeit auch noch nutzen möchten. Das Visum kann man ja in einen neuen, korrigierten Pass übertragen. Die Botschaft schreibt, dass es 80€ kostet, wenn der Passwechsel nicht notwendig sondern nur wünschenswert ist. Meine Frage jetzt ist, wenn sie der Botschaft sagt, dass der Passwechsel notwendig war, weil der alte Pass nicht korrekt war, wird man ihr dann das Visum aberkennen, weil sie es mit einem nicht korrekten Pass bekommen hat?

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    #21565
    MiMo
    467 Beiträge

    Zunächst einmal Glückwunsch zu dem Standesbeamten, der sich um eine Lösung in Ihrem Sinne bemüht. Auch wenn mir die Sinnhaftigkeit der EV der Eltern nicht einleuchtet. Es liegt doch – so habe ich das verstanden – eine gültige Geburtsurkunde (aus welchem Staat? UdSSR ist klar, aber wo „heute“?) vor, aus der die „Tochtereigenschaft“ hervorgeht.

    Und „alternativ kann sie natürlich ihren Pass korrigieren lassen“ sehe ich nicht als Alternative sondern zwingende Notwendigkeit. Die „Geschichte“ geht doch nach der Heirat noch weiter. Ihre Frau fährt wieder nach Belarus, lässt die Heirat in ihrem Pass eintragen (evtl. sogar neuer Pass mit Namenswechsel) und was ist, wenn die Heiratsurkunde dann in Belarus wegen des dort eingetragenen „nicht passenden“ Geburtsortes zurückgewiesen wird???

    (Denn der Standesbeamte wird Ihnen ja nicht die Zusage gemacht haben, den „falschen“ Geburtsort des Reisepasses für die Heiratsurkunde zu übernahmen, oder?)

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    #21566
    MiMo
    467 Beiträge

    [quote=“Thomas“ post=22070] Die Botschaft schreibt, dass es 80€ kostet, wenn der Passwechsel nicht notwendig sondern nur wünschenswert ist. Meine Frage jetzt ist, wenn sie der Botschaft sagt, dass der Passwechsel notwendig war, weil der alte Pass nicht korrekt war, wird man ihr dann das Visum aberkennen, weil sie es mit einem nicht korrekten Pass bekommen hat?[/quote]

    „Notwendig“ ist die Änderung sicher, wenn der Geburtsort falsch ist und man damit bei der Heirat Probleme hat. Um die 80 Euro würde ich mir also keine Gedanken machen. Eher schon darum, dass ihr vermutlich das Visum aberkannt wird, weil sie im VisumsANTRAG ebenfalls den falschen Geburtsort eingetragen hat. Auch hierzu verweise ich noch einmal auf http://www.info4alien.de

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    #21572
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“MiMo“ post=22063]1) Warum sollten „die Russen nix für Belarussen ausstellen, Wie zb. Apostillen auf UDSSR Geburtsurkunden“ -[/quote]Weil sie es nicht machen. Warum musst du die Russen fragen .

    [quote=“MiMo“ post=22060]Also mal Klartext: Ihre Freundin hat bei der Ausstellung des Reisepasses BEWUSST falsche Angaben zu ihrem Geburtsort gemacht; [/quote]Wer sagt das SIE falsche Angaben gemacht hat. Könnten ja auch die Eltern gewesen sein . Du redest schon wie ne Deutsche ABH . Die werfen auch jemanden aus dem Land der Erwachsen ist, und schon 25 Jahre in D. lebt weil der Erwachsene angeblich bei der ersten AE die er mit 4 bekommen hat, falsche Angaben gemacht hat .

    [quote=“MiMo“ post=22060]Zusätzlich empfehle ich Ihnen, das Problem auch bei http://www.info4alien.de zu schildern – dort schreiben Mitarbeiter von Ausländerbehörden, Konsulaten, …. vielleicht hat da jemand noch einen Tipp für Sie.[/quote]Dort werden nur Leute geduldet, die den Meinungen derer sind, die bei Konsulaten , ABH oder sonstigen Behörden vorherrschen . Wie soll ich solchen Typen trauen . Ich weiß zb. das bei einem Zuzug zu einem Deutschen nach Bayern, als 3 Staatler eigentlich nie eine 3 Jährige AE erteilt wird, wie es das Gesetz vorschreibt . Lohnabrechnungen und Mietnachweise werden verlangt, obwohl das im Gesetz nicht vorgesehen ist . u.s.w.

    Wie sollen die Leute die andere Meinungen unterdrücken und zumindest das Beugen der Gesetze durch andere dulden, gute Tips geben ?

    Wie wäre es mit :

    http://www.familienvisum.de/

    http://www.verband-binationaler.de/

    Da bekommt man auch Hilfe . Auch Fachkundige und nicht nur die einseitigen die den Staatlichen Willen ( Wir wollen keine Ausländer in Deutschland, dürfen es aber nicht sagen ) vermitteln .

    Michael

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    #21573
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“MiMo“ post=22072] weil sie im VisumsANTRAG ebenfalls den falschen Geburtsort eingetragen hat. Auch hierzu verweise ich noch einmal auf http://www.info4alien.de[/quote%5DIm Visa Antrag ist das einzutragen was im Pass steht . Da kann man keine falschen Angaben machen . In der Gerburtsurkunde meiner Frau steht auch als Vorname Olga ( was auch ihr richtiger Name ist ) trotzdem ist sie Passtechnisch ein VOLHA . Und das ist einzutragen, obwohl es nicht ihr Name ist .

    Michael

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    #21574
    MiMo
    467 Beiträge

    [quote=“mikael321″ post=22079]Im Visa Antrag ist das einzutragen was im Pass steht . Da kann man keine falschen Angaben machen . In der Gerburtsurkunde meiner Frau steht auch als Vorname Olga ( was auch ihr richtiger Name ist ) trotzdem ist sie Passtechnisch ein VOLHA . Und das ist einzutragen, obwohl es nicht ihr Name ist .

    Michael[/quote]

    In DEM Visa-Antrag, denn ich gerade unterschrieben habe, steht kurz vor der Unterschrift
    „Ich erkläre, daß die Information im Antragsformular wahr und korrekt ist . Mir ist bewußt, daß falsche Angaben oder die Zurückhaltung
    bei Vorweisung der erforderlichen Dokumente zum Visumantrag zur Verweigerung der Einreise nach Belarus führen können. Ich bin
    gewarnt, daß falsche Angaben zu jeder Zeit die Annulierung des Visums zur Folge haben können.“

    Ich habe natürlich noch nie einen deutschen Visa-Antrag ausgefüllt, aber Sie wollen mir jetzt sagen, dass es dabei okay ist, wenn ein Antragsteller weiß, dass er in A geboren wurde und trotzdem B einträgt? Und (bezogen auf Ihren vorangegangenen Post) in dem konkreten Fall ist die Antragstellerin eindeutig „erwachsen“ und damit verantwortlich, was sie einträgt.

    Und den Hinweis auf unterschiedliche Schreibweisen von Namen finde ich in diesem Zusammenhang irrelevant. Wenn Sie aus Olga nämlich Maria gemacht hätten, hätte Ihre Frau sicher ein Problem bekommen.

    0
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