Grenzprobleme

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  • #14268
    Norbert J.
    37 Beiträge

    Komme gerade von 8-täg. Aufenthalt in Bel. zurück (humanitäre Hilfe, 6 Personen im Kleinbus, Terespol-Übergang). Bei der Einreise an dieser Scheißgrenze (setze bewusst keine Pünktchen) Polen-Belarus 6,5 Stunden Wartezeit – trotz bevorzugter Behandlung wg. der humanit. Hilfe. Die Kontrollen waren pedantisch und es ging (ganz allgemein) einfach nicht voran.Das hing diesmal wohl mit der neuen Zollunion zusammen (nachdem wir im letzten Jahr 14 Stunden wegen der Einfuhrzollerhöhungen für PKWs an diesem Vorhof zur Hölle verbringen mussten). Öfter gab es allg. Hupkonzerte aufgebrachter Wartender (trotz Hupverbotsschild ).Eine junge , äußerst dienstbeflissene Beamtin wollte uns unbedingt Übergepäck unterjubeln (glaubte also mehr als 50 kg pro Person zu erkennen, nur durch reines Anschauen der Gepäckstücke, nicht einmal Anheben !!!). Nur durch die Überredungskünste und Russischkenntnisse eines Mitglieds unserer Gruppe kamen wir um ein Wiegen aller Gepäckstücke herum und eventuelles Zurücklassen von Gepäck. Dabei waren vielleicht 75 % unseres Gepäcks Sachspenden für Waisenhäuser, Behindertenheime, Schulen, Privatpersonen wie Gastkinder usw. Bei der Rückfahrt (nur) 2,5 Std. Wartezeit (wiederum trotz bevorzugter Behandlung). Ich weiß gar nicht, wie oft allein unsere Pässe kontrolliert wurden). Und dann kamen wir noch nach Passieren der Grenze ca. 1 km später in Polen in eine Kontrolle der Grenzpolizei mit nochmaliger ausgiebiger Kontrolle von Gepäck und Papieren. Nur die Gastfreundschaft der einfachen bel. Menschen gibt einem noch die Kraft, diesen ganzen schikanösen, menschenunwürdigen Mist und diesen bürokratischen Wahnsinn ( was machen diese Typen nur mit dem ganzen Papier ?) an dieser Grenze noch zu ertragen.

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    #14269
    mikael321
    2337 Beiträge

    Dem kann ich nur 100 % zustimmen . Wir reisen ja inzwischen zu Fuss über Litauen ein . Eine ganz kleine Grenze oberhalb von Lida. Da ist nie was los . Selbst wenn du da alleine aufschlägst ( ist uns mal um 4 Uhr morgens passiert ) schaffen dieBY Zöllner das trotz nur 2 Koffer für 3 Mann immer noch die Sache auf ca. 90 Minuten zu dehnen ! ( Ausreise 60 Minuten )

    Allerdings haben die noch nie die Koffer kontrolliert ( im Gegensatz zu den Litauern die das immer machen ), aber trotzdem 90 Minuten . Ich bin schon beim Eintreffen an der Grenze voll aggressiv !!

    Man müsste sich echt mal beschweren . In kleinen Dingen funktioniert das überraschenderweise manchmal .

    Michael

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    #14270
    Henry Davison
    84 Beiträge

    Wenns für mich dann Herbst diesen Jahres nach BY geht, freue ich mich schon riesig auf dieses wunderbare, kostenlos, den halben Tag dauernde Abenteuer -.-„

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    #14282
    Horst Schlämmer
    163 Beiträge

    [b]Norbert J. schrieb:[/b]
    [quote]Komme gerade von 8-täg. Aufenthalt in Bel. zurück (humanitäre Hilfe, 6 Personen im Kleinbus). Bei der Einreise an dieser Scheißgrenze (setze bewusst keine Pünktchen) Polen-Belarus 6,5 Stunden Wartezeit – trotz bevorzugter Behandlung wg. der humanit. Hilfe. Die Kontrollen waren pedantisch und es ging (ganz allgemein) einfach nicht voran.Das hing diesmal wohl mit der neuen Zollunion zusammen (nachdem wir im letzten Jahr 14 Stunden wegen der Einfuhrzollerhöhungen für PKWs an diesem Vorhof zur Hölle verbringen mussten). Öfter gab es allg. Hupkonzerte aufgebrachter Wartender (trotz Hupverbotsschild ).Eine junge , äußerst dienstbeflissene Beamtin wollte uns unbedingt Übergepäck unterjubeln (glaubte also mehr als 50 kg pro Person zu erkennen, nur durch reines Anschauen der Gepäckstücke, nicht einmal Anheben !!!). Nur durch die Überredungskünste und Russischkenntnisse eines Mitglieds unserer Gruppe kamen wir um ein Wiegen aller Gepäckstücke herum und eventuelles Zurücklassen von Gepäck. Dabei waren vielleicht 75 % unseres Gepäcks Sachspenden für Waisenhäuser, Behindertenheime, Schulen, Privatpersonen wie Gastkinder usw.[/quote]

    Knackpunkt ist hier die humanitäre Hilfe. Das sieht man von offizieller Seite gar nicht gern. Wir als Helfer (ich arbeite auch in der Tschernobylhilfe) denken uns ja, je mehr Gepäck als humanitäre Hilfe, umso froher sind die Zöllner und um so einfacher ist die Einreise. Leider ist es genau andersherum.
    In meine Visa-Anträge schreibe ich seit langem als Reisegrund „Privatreise“ ein und an der Grenze lasse ich auch nichts erkennen von humanitärer Hilfe, sondern sage auf Nachfrage, dass ich private Freunde besuche (Mache ich ja auch!). Ich konnte meinen Kleinbus bisher noch so voll gepackt haben, außer einem Blick bei geöffneter Heckklappe gabs keine weiteren Forderungen der Zöllner, trotz offensichtlich vielem Spielzeug und Geschenken in meinem Auto.
    Aber ich verlasse mich nie darauf, denn schon bei der nächsten Fahrt kann alles anders sein. Das weiß ich und darauf bin ich immer gefasst.

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    #14285
    Norbert J.
    37 Beiträge

    Muss dir da widersprechen, Horst, dass die hum. Hilfe das Problem war, denn wir wurden auf Nachfrage ja bevorzugt abgefertigt. Das Problem ist dieser lächerliche, bescheuerte Bürokratie-Wahnsinn und zu viele grün gekleidete Typen, die meinen, wenn sie eine sehr lachhafte grüne, überdimensionierte Schirmmütze im Nacken sitzen haben, sie wären Väterchen L. persönlich und die ihre Machtposition schamlos ausnutzen.Die einem einen der auszufüllenden Zettel nochmals doppelt ausfüllen lassen, wenn sie nur 1 Buchstaben darauf nicht richtig entziffern können und die diese Zettel dann wohl 3 Std. später in einen Papierkorb werfen. Ansonsten sieht man an dieser Grenze massenhaft nur genervte, sehr verärgerte, wie dumme Jungs behandelte Menschen, die gerne von 1 Land in ein anderes möchten.

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    #14287
    Marc
    106 Beiträge

    Hi!

    Weiß jemand wie lange man am Grenzübergang Vilnius – Minsk benötigt?

    Wie sieht es auf dem Rückweg Minsk – Vilnius aus? Werden die Koffer kontrolliert?

    Danke, Euch!

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    #14288
    imkvm
    74 Beiträge

    Wie sieht es denn aktuell mit dem Grenzübergang etwas unterhalb von Terespol/Brest aus? Ich meine Domatschewo heisst der.
    Der bis dato doch immer noch mehr oder minder Geheimtipp -. sprich relativ schnelle Abfertigung aufgrund geringen Aufkommens. Allerdings ist es ein nicht all zu guter Weg abseits der „üblichen Strecke“ aufgrund der schlechten Strasse sowohl auf PL – Seite aber auch auf BY – Seite.

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    #14290
    mikael321
    2337 Beiträge

    [b]Marc schrieb:[/b]
    [quote]Vilnius aus? Werden die Koffer kontroliert[/quote]Die sind ganz heiß auf Kippen, Alkohol und Benzin.

    Lösung :

    Kippen : Alte Verpackungen aus zb. Deutschland mitnehmen . Die BY Kippen dort einfüllen , und wieder MIT zurück nehmen und behaupten das man sie nicht geraucht hat .

    Sprit : Ich habe einen 20 l Kanister . Da passen 22,3 l rein, bis ganz voll . Beim Tanken in Deutschland ( oder anderswo in der EU ) breche ich dann bei 22,3 Liter ab, und habe so eine Rechnung über 22,3 Liter . Wenn die fragen, zeige ich den Zettel vor und behaupte da ist Deutscher Sprit drin. Und damit ist es dann vorbei .

    Beides mehrmals durchgespielt und immer ohne Probleme ! 😀

    Für Alk habe ich noch keine Lösung gefunden, da mich der nicht sonderlich interessiert .

    Michael

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    #14298
    wolli
    7 Beiträge

    Zur Zeit fahren viele aus Minsk nach Litauen und ausedem sind Schulferien in BY. Es könnte sehr lange werden die Ausreise,höflich waren die BY-Beamten bis jetzt immer fahre bald selbst nach Deutschland aber über Bobrovniki nach Polen!Hatte dort nie Probleme,haltet euch an die Vorschriften Zigaretten 2 Pacckungen glaube Wodka 1L. Gute Fahrt! -love

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    #14299
    mikael321
    2337 Beiträge

    [b]wolli schrieb:[/b]
    [quote]haltet euch an die Vorschriften Zigaretten 2 Pacckungen glaube Wodka 1L. Gute Fahrt![/quote]Die sollten sich selbst mal an die Vorschriften halten . Ich bin Deutscher Staatsbürger und darf nach Deutschland 200 Kippen einführen . Dabei ist Polen nur Transit für mich . Wenn also die Zollgesetze richtig angewendet würden, dürften die Polen / Litauer die Kippen max. verplomben .

    Dazu hat natürlich keiner Lust . Die Deutschen Zöllner hingegen handeln den Vorschriften nach korrekt . Wenn ich zb. über Frankfurt einreise, und kann meinen Wohnsitz außerhalb der EU nachweisen ( zb. mit einer CH Aufenthaltserlaubnis ), dann kann ich im Transit so viel mitnehmen, wie ich will . Maximal muss ich eine Sicherheitsleistung bringen, die ich bei der Ausreise aus der EU zurück erhalte .

    Meinen Informationen nach, liegen auch schon ein paar Beschwerden bei der EU Kommission gegen Polen und Lettland vor .

    Michael

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    #14301
    Mario
    175 Beiträge

    [b]mikael321 schrieb:[/b]
    [quote]
    [quote]Die sollten sich selbst mal an die Vorschriften halten . Ich bin Deutscher Staatsbürger und darf nach Deutschland 200 Kippen einführen . Dabei ist Polen nur Transit für mich . Wenn also die Zollgesetze richtig angewendet würden, dürften die Polen / Litauer die Kippen max. verplomben .[/quote]

    Hast Du da zufällig einen Gesetzestext den man den Zöllnern unter die Nase halten kann?
    Vielleicht hilft das ja!?

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    #14304
    mikael321
    2337 Beiträge
    #14308
    Mario
    175 Beiträge

    [b]mikael321 schrieb:[/b]
    [quote]http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2007:346:0006:0006:DE:PDF

    Michael[/quote]

    Danke, Michael!
    Mal sehen, ob ich das richtige finde 😉

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    #14310
    Powidl
    10 Beiträge

    Auch ich kann bestätigen und nachfühlen, was Norbert und viele andere an diesem Grenzübergang erleiden dürfen – hätte er das Thema nicht eröffnet, ich hätte es getan.

    Am Samstag, nach 12-stündiger Fahrt aus Deutschland, erreichte ich Terespol. Die Fahrzeugschlange vor dem polnischen Übergang war gar nicht mal so lang, allerdings ging es einfach kaum weiter, für die 100 Meter bis zum 1. Gebäude vergingen 3 Stunden. Ich hoffte eigentlich, die gesamte Aktion in insgesamt 3 Stunden erledigen zu können, aber ich ahnte noch nicht, wie lange es noch dauern würde. Ich war alleine unterwegs, was die Sache nicht unbedingt einfacher macht, alleine schon ein Gang zur Toilette bedeutet, dass gerade dann, wenn es doch wieder einmal ein paar Meter weiter geht, nicht gerade Begeisterung aufkommt, wenn ein verlassenes Fahrzeug den Weg blockiert, evtl. hat man vielleicht, wenn man zurückkommt, ein paar andere Fahrzeuge vor sich, die einfach mal „überholt“ hatten. Ich hatte mich mit Leuten unterhalten, die mit einem Fahrzeug mit deutschem Kennzeichen unterwegs waren und noch nach Kasachstan wollten, Der Fahrer meinte, der Grenzübergang südlich von Terespol ist nicht unbedingt die bessere Wahl. Bei einer früheren Einreise hätten ihn die polnischen Zöllner zwar aufgrund seines deutschen Kennzeichens sn der Schlange der wartenden belarussischen Reisenden vorbeigelassen, das hätte aber diesmal nicht geklappt, also sei er, nachdem er bereits in Terespol war und sah, was auf ihn zukommt und er versuchte, über den anderen Übergang auszuweichen, reumütig wieder nach Terespol zurückgefahren. Aber auch hier gab es keine Privilegien.

    Erst, nachdem ich den polnischen Betriebshof erreicht hatte, konnte ich auf die komplett freie „EU“-Spur wechseln, um innerhalb von 3 Minuten die Passkontrolle zu erledigen, nur um mich 30 Meter weiter wieder in den Stau einzureihen. Nach 8 (!) Stunden erreichte ich die Brücke, nach 10 Stunden endlich den weißrussischen Übergang, um endlich – nach fast 13 Stunden, nach irrsinnig bürokratischem und gleichzeitig schleppendem Ablauf, den Grenzübergang hinter mir lassen zu können. Die Hupkonzerte waren übrigens auch beeindruckend, haben aber keinerlei Auswirkung auf die Abfertigung gehabt. Die polnischen Zöllner tragen hier ausnahmsweise keine Schuld, die extrem ineffiziente Abwicklung auf weissrussischer Seite verursachte den immensen Rückstau, der immer größer wurde.

    Nach 29 Stunden ohne Schlaf unterwegs erreichte ich endlich um 6 Uhr früh am Sonntag wohlbehalten Minsk – Sekundenschlaf-Attacken inklusive. Den Rückweg werde ich in ein paar Tagen mit meiner Familie antreten und hoffe, da wir Kinder dabeihaben (unsere Kleine ist erst 10 Monate alt), auf großzügige, d.h. schnellere Abfertigung. Aber auch Kinder im Auto sind, wie ich gehört habe, keine Gewähr dafür. Ich habe mir zumindest aber geschworen, in Zukunft Terespol zu meiden. Lieber 300 km Umweg fahren und 10 Stunden Zeit sparen, als nocheimal diesen Irrsinn miterleben… Für den Rückweg planen wir auf jeden Fall mindestens eine Übernachtung ein.

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    #14314
    Kuppi63
    140 Beiträge

    Michael schrieb:
    Sprit : Ich habe einen 20 l Kanister . Da passen 22,3 l rein, bis ganz voll . Beim Tanken in Deutschland ( oder anderswo in der EU ) breche ich dann bei 22,3 Liter ab, und habe so eine Rechnung über 22,3 Liter . Wenn die fragen, zeige ich den Zettel vor und behaupte da ist Deutscher Sprit drin. Und damit ist es dann vorbei

    Ich nehme auch immer einen 20 Liter Kanister mit. Ich denke, 20 Liter sind erlaubt? Ich habe den Kanister zwar immer hinter den Koffern in einem Plastiksack etwas versteckt, aber es hat noch nie jemanden interessiert. Bei den Polen sieht man ja auch immer nur den 20 Liter Kanister im Kofferraum offen liegen.

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