EU-Länder mit und ohne "Verpflichtungserklärungszwang&q

Foren Einladung & Visum EU-Länder mit und ohne "Verpflichtungserklärungszwang&q
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  • #725
    GroM
    4243 Beiträge

    Hallo Belarus Freunde,

    ich habe mal verschiedene Webseiten von EU-Auslandsvertretungen „abgeklappert“, um in Erfahrung zu bringen, welche Dokumente vom Einladenden z.B. für eine Privateinladung verlangt werden.

    Erstaunlich ist, das selbst innerhalb der Schengenländer es von jedem Land anders gehandhabt wird und unterschiedliche Unterlagen [b]vom Einladenden [/b]verlangt werden.

    Hier eine kleine Übersicht:
    —————————

    Deuschland:

    Wie den meisten sicher bekannt, die berühmte „Verpflichtungserklärung“ beim Ausländeramt. Oft nervig dranzukommen…fälschlicherweise oft „Einladung“ genannt/bezeichnet (selbst bei einigen Behörden hab ich es so schon an den Amtstüren stehen sehen !).

    Frankreich:

    Hier wäre es interessant, wer von wem kopiert hat !!! 😆

    Die Franzosen haben auch eine „attestation d’accueil“ und die sieht fast 1:1 identisch mit dem Deutschen Modell aus.

    So sieht sie aus:
    [url=http://www.interieur.gouv.fr/rubriques/b/b2_vos_demarches/b22_CERFA/index_html/10798-02.pdf]Franz. Verpflichtungserklärung[/url]

    Beantragt man aber nicht bei den franz. Ausländerbehörden, sondern beim örtlichem Bürgermeisteramt (Mairie).

    Spanien:

    Es wird nur eine Meldebescheinigung des Einladenden, sowie eine notariell beglaubigte (selbstgeschriebene) Einladung vorgelegt werden, die bestimmte vordefinierte Angaben formfrei enthalten muss.

    Österreich:

    Eine selber auf Formblatt auszufüllende Verpflichtungserklärung, notariell oder gerichtlich beglaubigt):
    [url=http://www.aussenministerium.at/up-media/61_verpflichtungserklaerung.pdf]Muster der Österreichischen „Erklärung“[/url]
    Zusätzlich Passkopie des Einladenden, Meldebescheinigung des Einladenden, Einkommensnachweis des Einladenden

    Italien:

    Noch easier als Spanien: Ein Einladungsformular ist vom Einladenden auszufüllen und nebst Passkopie als Identititätsnachweis vorzulegen.

    [url=http://www.ambmosca.ru/downloads/turvisainv_download.pdf]Einladungsfomular Italien[/url]

    Niederlande:

    Eine selbstgeschriebene Einladung, die von der Stadtverwaltung beglaubigt wurde, sowie eine Passkopie des Gastgebers. Falls der Gast nicht über genügend Bonität verfügt auch Gehaltsnachweise des Gastgebers der letzten drei Monate.

    Großbritannien (nicht Schengen, aber trotzdem interessant):

    Ein selbst verfasstes Einladungsschreiben des Gastgebers (Letter of Sponsorship) mit Angaben über Beruf, Gehalt und wie man beabsichtigt den Gast unterzubringen. Dieses braucht nicht beglaubigt werden !

    Belgien:

    Ein selbstgeschriebenes Einladungsschreiben und sollte der Gast nicht über ausreichende Finanzielle Mittel verfügen, eine Kostenübernahmeerklärung des Gastgebers auf einem Formblatt „formulaire de prise en charge“, welches bei den Kommunalverwaltungen verfügbar ist.

    Schweden:

    Nur ein simples Formular ist auszufüllen (keine Beglaubigung desselben!) und zusammen mit einem formellen Identitätsnachweis (per Internet bei den Steuerbehörden kostenlos bestellbar!) des Gastgebers vorzulegen.

    [url=http://www.migrationsverket.se/blanketter/bob/visum/blvisa_e_213031_en.pdf]Schwedisches Formular (Englisch)[/url]

    Italien und Schweden machen es den Gastgebern bisher relativ leicht im Vergleich zu anderen Schengen Ländern, wo man als Gastgeber erstmal unter Generalverdacht als „Schleuser“ gestellt wird… 😆

    Wer hat vielleicht Lust diese Liste noch für andere EU Staaten zu vervollständigen ??? (verstehe leider viele der Sprachen nicht, so daß hier erstmal Schluss mit der Übersicht ist)

    Gruß,

    Otti

    0
    #726
    GroM
    4243 Beiträge

    Hallo Otti!
    Wow – eine gute Übersicht ❗ Danke, dass du dir Mühe gemacht hast!

    0
    #727
    alex3277
    72 Beiträge

    Privet,

    ob das in Italien so easy ist, moechte ich stark anzweifeln. Wir haben im letzten Jahr fuer meine Schwiegereltern die Verpflichtungserklaerung ueber die in Italien lebende Schwester meines Schwiegervaters ausstellen lassen. Das erste Problem war, dass man ein italienisches Besuchsvisum maximal fuer 15 Tage bekommt. Zweitens muessen sich die Besucher dort bei Ankunft sofort registrieren. Tun sie das nicht, wird ein Visum in der Zukunft kaum noch erteilt. Außerdem wird in der italienischen Botschaft in Minsk eine Art Kaution in vierstelliger Hoehe verlangt (vom Einladenden), von anderen Schikanen mal ganz abgesehen.
    Da finde ich die deutsche Verpflichtungserklaerung weitaus unproblematischer.

    Poka

    Alex

    0
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