Deutsche Wirtschaft agiert zunehmend erfolgreich in Belarus

Foren Wirtschaft Deutsche Wirtschaft agiert zunehmend erfolgreich in Belarus
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  • #19712
    Andreas
    755 Beiträge

    [b][i]Es scheint so, als wäre Belarus ein „sicherer“ Standort für deutsche Firmen als Russland. Wenn dann genug im Land hängenbleibt wäre das ja nicht schlecht.[/i][/b]

    AHK-Umfrage bewertet Investitionshemmnisse / Für 2013 rechnen 47% der Befragten mit steigenden Bruttogewinnen / Von Christian Overhoff

    Bonn/Kiew (gtai) – Ein großer Teil der in Belarus tätigen deutschen Unternehmen trotzt den häufig schwierigen Rahmenbedingungen und verbucht geschäftliche Erfolge. Das macht eine Umfrage zum Geschäftsklima deutlich, die die Repräsentanz der Deutschen Wirtschaft in Belarus unter Mitwirkung des Deutsch-Belarussischen Wirtschaftsclubs durchgeführt hat. Für 2013 sieht über die Hälfte der Befragten gute Chancen für steigende Umsätze, ein Drittel rechnet mit einer stagnierenden Entwicklung.

    weiter auf: http://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/maerkte,did=840246.html

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    #19713
    Flex
    177 Beiträge

    Ich hab bis heute kein einziges deutsches Unternehmen in BY gesehen. Kennt einer von euch ein deutsches Unternehmen oder hatte schon mal Kontakt? Es sollen ja immerhin 350 laut Artikel sein…

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    #19714
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“Flex“ post=20213] Es sollen ja immerhin 350 laut Artikel sein…[/quote]zb. VW lässt Kabelbäume fertigen .

    Michael

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    #19718
    Mario
    175 Beiträge

    In Gomel gibt es z.B. die Firmen Alcopack und Becker Systems.

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    #19719
    0-gravity
    465 Beiträge

    … ein Bekannter von uns (Deutscher) fertigt in BY Eierverpackungen für den deutschen Markt.
    (mir fällt der Name der Klitsche gerade nicht ein, kennt aber vermutlich sowieso keiner)

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    #19721
    Steffen
    11 Beiträge

    In Zaslavl produziert Henkel Ceresit.

    Gruß
    Steffen

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    #19722
    Andreas
    755 Beiträge

    Mich würde auch interessieren wie die deutschen Unternehmen ihre belarussischen Arbeiter entlohnt. Genau so bescheiden wie viele belarussische Unternehmen oder besser?
    Ich denke aber eher genauso, halt wieder ein Billiglohnland 🙁

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    #19723
    Unsinn
    282 Beiträge

    [b]Ich denke aber eher genauso, halt wieder ein Billiglohnland[/b] 🙁

    Richtig und verlorene Arbeitsplätze in De.

    Henkel De. produziert hier nichts. Das läuft(wahrscheinlich aus polit. Gründen) über Henkel Österreich.

    Viele Unternehmen lassen hier Programme schreiben (Autoindustrie / Banken etc ).

    Knauf produziert hier GK-Platten, Windparks (kleinere) werden die deutschen Unternehmen aufgestellt usw.

    Das „Kapital bzw. Lobby“ hat wie man sieht schon einen Fuß in der Tür.

    .

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    #19725
    Flex
    177 Beiträge

    [quote=“Andreas“ post=20222]Mich würde auch interessieren wie die deutschen Unternehmen ihre belarussischen Arbeiter entlohnt. Genau so bescheiden wie viele belarussische Unternehmen oder besser?
    Ich denke aber eher genauso, halt wieder ein Billiglohnland :([/quote]

    Interessante Frage. Mich würde auch interessieren, wenn man jetzt mit einem deutschen Hochschulabschluss in einem deutschen Unternehmen in BY arbeiten geht, bekommt man dann ein deutsches Gehalt oder ehe ein weißrussisches?
    Vllt gibts es ja jemanden hier in Forum der in einem deutschen Unternehmen in BY arbeitet und könnte ein wenig erzählen wie das so ist…

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    #19731
    Conny Kuhs
    343 Beiträge

    Es heißt immer so schön, Angebot und Nachfrage regelt den Markt.

    Aber ich sehe viele Auslagerungen von Produktionen und Investitionen deutscher Firmen im Ausland sehr kritisch.

    Unsinn schrieb:
    [quote]Windparks (kleinere) werden die deutschen Unternehmen aufgestellt usw.[/quote]

    Schön und gut, aber wer zahlt die Zeche, damit sich hier (und auch in Belarus)einige die Taschen vollstopfen können?
    Natürlich der „Kleine Mann“. -angry

    [quote]Die wirtschaftliche Grundlage dafür ist eine Einspeisevergütung, die über dem Preis für konventionell erzeugten Strom in Belarus liegt. Bisher gibt es dafür nur einen Beschluss des Wirtschaftsministeriums, ein entsprechendes Gesetz wird derzeit vorbereitet. „Ich gehe fest davon aus, dass dieses Einspeisegesetz kommen wird“, sagte Diwald beim Deutsch-Belarussischen Energieforum während der Hannovermesse. „Dann können nach einem solchen ersten Windpark weitere Windparks entstehen.“ [/quote]

    aus: http://stefanschroeter.com/index.php/163-windkraft-und-biogas-fuer-belarus24.html

    Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich -sick könnte.

    Wenn Arbeitsplätze geschaffen werden befinde ich mich in einer „Zwickmühle“.
    Für Belarus erfreulich, dann geht es wirtschaftlich den Berg herauf, allerdings werden dafür bei uns die Jobs gestrichen, und die Talfahrt setzt ein.

    Hat eben alles seine Licht- und Schattenseiten. -wink

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    #19734
    0-gravity
    465 Beiträge

    [quote=“Flex“ post=20225]

    Interessante Frage. Mich würde auch interessieren, wenn man jetzt mit einem deutschen Hochschulabschluss in einem deutschen Unternehmen in BY arbeiten geht, bekommt man dann ein deutsches Gehalt oder ehe ein weißrussisches?
    Vllt gibts es ja jemanden hier in Forum der in einem deutschen Unternehmen in BY arbeitet und könnte ein wenig erzählen wie das so ist…[/quote]

    Normalerweise sind das im jeweiligen Ausland rechtlich eigenständige Tochterunternehmen. Wenn du dann von denen eingestellt wirst, geschieht das auch üblicherweise zu deren Konditionen. Das sich das Ganze lohnt, kann ich mir in der unteren und mittleren Ebene nur schwer vorstellen…

    Anders sieht die Sache jedoch aus, wenn du von der deutschen „Mutter“ in die Pampa delegiert wirst. Dann bekommst du, soweit ich das überblicke, das normale Gehalt + mehr oder weniger üppige Zuschläge (je mehr Pampa, desto üppiger). Oftmals steigen die delegierten Kandidaten dann nach ihrer Rückkehr ins Mutterunternehmen auch in einer ganz anderen Hierarchieebene wieder ein. Das lohnt sich dann normalerweise bereits schon in der angesprochenen unteren und mittleren Ingenieursebene: Die Firmen tun sich halt schwer geeignete & willige Kandidaten zu finden und müssen diese dann entsprechend ködern.

    Konkret bekannt sind mir mehrere Fälle, wo Leute nach China als Statthalter delegiert wurden und werden, sowie ähnlich gelagerte Fälle in Rußland (z.B. Bosch in Saratow)

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    #19735
    0-gravity
    465 Beiträge

    [quote=“Conny Kuhs“ post=20231]
    Es heißt immer so schön, Angebot und Nachfrage regelt den Markt.
    Aber ich sehe viele Auslagerungen von Produktionen und Investitionen deutscher Firmen im Ausland sehr kritisch.
    [/quote]

    Naja, hier muß man etwas vorsichtig sein. Mit ’ner einfachen Milchmädchenrechung kannst du diese Entscheidungen bzgl einer Verlagerung ins Ausland nicht immer nachvollziehen.

    Klar, bei manchen Sachen geht es rein um die Kohle und um die niedrigeren Produktionskosten. Klar ist aber auch, in bestimmten Branchen bekommst du mit deutschen Löhnen kein Bein mehr auf den Boden – z.B. in der Textilindustrie (gibt’s da überhaupt noch etwas in D???). Diese Arbeitsplätze sind dann einfach mal aus Preisgründen weg. Wenn das dann eine deutsche Mutterfirma über ihre ausländische Tochter regelt, dann wäre das sozusagen gegenüber dem Totalverlust der Arbeitsplätze das kleinere Übel.
    (nimm als hier als Beispiel mal Renault – die haben Dacia vor Jahren als „Billigtochter“ wiederbelebt, die Entrüstung war riesig, aber momentan hält Dacia den ganzen Renault-Laden über Wasser!)

    Oftmals kommst du aber in bestimmte Märkte ohne einheimische Produktionsstätten gar nicht mehr rein, weil der Import deiner Waren auf den jeweiligen Markt mit entsprechenden Zöllen belegt ist. Dann bist du quasi gezwungen einen Teil der Produktion zu verlagern. Aktuelles Beispiel wären die Werke der deutschen Automobilindustrie & deren Zulieferer in China, Nord- und Südamerika und auch in Rußland. (Andererseits produzieren z.B. die Japaner mittlerweile auch in Europa, und auch deren Zulieferer sind hier und schaffen Arbeitsplätze.)

    Diese Strategie der Zielländer („wenn ihr auf unseren Markt wollt, dann produziert auch hier“) ist auch nachvollziehbar! Sie können und wollen nicht mit ihren Märkten unser Wachstum befeuern, sondern sie möchten wirtschaftlich und sozial auch davon profitieren. Willst du Ihnen diesen Anspruch im Sinne eines Kolonialisten verwehren? So gesehen ist Globalisierung keine Einbahnstraße…

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    #19737
    Thomas
    94 Beiträge

    In Borisov produziert ein Ableger vom Fresenius Institut Zubehör für Bluttransfusion und weitere med. Hilfsmittel. Entlohnung zwischen 150,- und 230,- € im Monat für normale Mitarbeiter im 3 Schichtbetrieb.
    http://www.frebor.by/en/
    Frebor zählt aber in der Region zu den sehr sicheren Arbeitgebern.

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    #19738
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“0-gravity“ post=20235]in der Textilindustrie (gibt’s da überhaupt noch etwas in D???). [/quote]Also jetzt enttäuscht du mich aber schwer . Unser Wolle ( Wolfgang Grupp ) tingelt doch Deutsche Talk Shows rauf und runter und erzählt doch allen , wie gut es ihm und seinen Arbeitern geht.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Grupp

    Michael

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    #19740
    0-gravity
    465 Beiträge

    [quote=“mikael321″ post=20238][quote=“0-gravity“ post=20235]in der Textilindustrie (gibt’s da überhaupt noch etwas in D???). [/quote]Also jetzt enttäuscht du mich aber schwer . Unser Wolle ( Wolfgang Grupp ) tingelt doch Deutsche Talk Shows rauf und runter und erzählt doch allen , wie gut es ihm und seinen Arbeitern geht.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Grupp

    Michael[/quote]

    na jut, Bruno Banani fertigt wohl auch noch hier. Aber vllt sind auch die Löhne rund um Chemnitz auf Drittweltniveau 😀

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