BWL

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  • #17922
    Malvina
    5 Beiträge

    Hallo liebe Freunde,
    wollte ein paar Ratschläge bekommen. Ich will in Deutschland Betrieswirtschaft studieren, aber mein Bekannte hat mir gesagt, dass es später nicht leicht wird,
    den gut bezahlten Arbeitsplatz zu finden.
    Was meint ihr?)

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    #17923
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“Malvina“ post=18416]den gut bezahlten Arbeitsplatz zu finden.
    Was meint ihr?)[/quote]Lieber in Belarus ( oder auch Deutschland ) Medizin / Zahnmedizin studieren . Danach ist ein ( gutbezahlter ) Job in Deutschland kein Problem mehr .

    Laut Vereinigung der Deutschen Kliniken fehlten in Deutschland in 2012 bereits gut 11.000 Ärzte . Tendenz steigend ! Einen guten Job als BWL er zu bekommen ist IMHO doch mehr Glückssache . Gutbezahlt noch mehr. Als Frau noch noch mehr ! 😀

    Michael

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    #17924
    Malvina
    5 Beiträge

    =)
    Ich stehe leider der Medizin fern(((
    In Minsk habe ich Deutsch und English an der Linguistischen uni studiert. Hier will ich Buchhalterin werden. Aber gestern habe ich diese Meinung gehört, und jetzt gehen die Gedanken mir auseinander…
    Aber die Deutschen selbst behaupten, das sei nicht schlecht für die Frau))

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    #17925
    GroM
    4243 Beiträge

    @mikael321

    Es wandern aus D. viele Ärzte aus,
    weil sehr schlecht bezahlt und Schichtdienst
    -manchmal bis zu 2 Schichten hintereinander.

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    #17926
    Malvina
    5 Beiträge

    Oh.. Aber Ärzte interessieren mich gar nicht!!!!!!
    Obwohl als Psychologe kann man gut verdienen,
    aber das ist schon andere Frage.
    Was kann ich an deutscher Uni studieren?)))
    Gibt mir BWL später Chance auf normales unabhängiges Leben?))

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    #17927
    Jupol
    5 Beiträge

    Hallo Malvina,
    das Studium der BWL ist sehr umfassend. Du kannst dabei viel lernen musst Dich aber irgendwann während des Studiums auf einen Schwerpunkt konzentrieren. Z.B. Management, Controlling, Personalmanagement, Kosten-/Leistungsrechnung.
    Die Chancen mit einer solchen Allgemeinbildung, einen guten Job zu finden, sind recht gut – es hängt vieles von Dir ab. Mit allgemeiner BWL wird es nicht einfach einen guten Job zu finden, aber wenn Du Dich währenhd des Studiums spezialisierst steigen die Berufschancen.
    Wenn Du ausschliesslich Buchhaltung machen willst, benötigst Du kein Studium (im Unterschied zu Belarus). Dafür genügt in Deutschland eine Lehre, z.B als Steuerfachangestellte.
    Gruß !

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    #17928
    0-gravity
    465 Beiträge

    Der erfolgreiche Studienabschluß garantiert dir erst einmal gar nichts. Wenn du danach einen adäquaten Job bekommst, dann kannst du sicherlich gut leben!

    BWL hat üblicherweise hohe jährliche Studienanfängerzahlen. In diesen Fächern wird dann in den ersten Semestern hart „rausgeprüft“ um diese Zahlen auf ein ich sage jetzt mal „erträgliches“ Maß zu reduzieren. Trotzdem gibt es immer recht hohe Absolventenzahlen und diese prügeln sich dann auf dem Arbeitsmarkt.

    Wenn du heute anfängst zu studieren, dann bist du in 5-6 Jahren fertig. Wie die Situation dann auf dem Arbeitsmarkt aussieht, daß weiß momentan keiner so richtig. Mein Professor hat immer gesagt: „antizyklisch studieren“ (und er hat in meinem Falle recht behalten)

    Wenn dich BWL wirklich interessiert, dann studiere es. Wenn nicht, dann lass die Finger davon. Für die spätere Karriere gibt es sicherlich bessere Studiengänge, aber auch ganz sicher viel „schlimmere“.

    – Die angesprochenen Ärzte haben ganz klar ne ausgezeichnete Perspektive.
    – Maschinenbau & Elektrotechnik wird auch immer wieder empfohlen. Nur wenn ich mir da die Studentenzahlen ansehe, dann habe ich meine Zweifel, ob man wirklich diese Ingenieurszahlen wird brauchen können.
    – Lehrer hat man hier im Osten in den letzten Jahren kaum eingestellt, also hat kaum jemand studiert. Jetzt deuted sich für die nächsten Jahren Lehrermangel an. Gut für die, die bereits studieren. Aber die Anfängerzahlen sind daraufhin im letzten Wintersemester explodiert! Ob die in 5-6 Jahren in dieser Zahl benötigt werden???

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    #17929
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“belarus2″ post=18419]Es wandern aus D. viele Ärzte aus,
    weil sehr schlecht bezahlt [/quote]Grundgehalt ca. 3500-3900 EU im ersten Assistenz Jahr .

    http://www.marburger-bund.de/sites/default/files/tarifvertraege/2012/vka-tv-aerzte-i.d.f.2010/vka-tv-aerzte-idf2010.pdf

    Dazu kommen Zulagen so das es sicher über 4000 EU sind. Zeig mir den BWL er der 4000 EU im ersten Jahr hat . Und wenn man Facharzt ist, und gut ( so wie meine Frau ) geht man ins Ausland und verdient [b]netto[/b] mehr als Frau Merkel . ( so wie meine Frau ) ( Anfangsgehalt eines Facharztes in der CH ca. 130.000 bis 160.000 )Zeig mir den BWL er der das jemals in seinem Leben verdient !! ( Besonders als Frau und Weißrussin ! )

    [quote=“Malvina“ post=18420]Gibt mir BWL später Chance auf normales unabhängiges Leben?))[/quote]Wenn du an einer Deutschen Uni einen Abschluss gemacht hast, bekommst du nach dem Abschluss von der Ausländerbehörde genau 1 Jahr Zeit einen Job zu finden, der zum Studium passen muss . ( Also als Bedienung zb. bei Mc Donald, zählt nicht )

    Kannst du diesen Job nicht finden, beendet die Ausländerbehörde deinen Aufenthalt, und du musst ausreisen . Eine spätere Arbeitsaufnahme in Deutschland ist dann sehr schwer, weil erst Deutsche und EU Bürger genommen werden müssen, dann andere Ausländer die in Deutschland leben und erst wenn dann keiner zu finden ist, dann darf man sich einen Ausländer nehmen . Da stehst du dann aber wieder an 3 Stelle : Erst EU Bürger ( und assoziierende ) dann Privilegierte ( USA, Kanada, Japan, Israel, Süd Korea … ) dann erst 3 Staaten Ausländer .

    Da relativ einfach wieder nach Deutschland zu kommen wenn du einmal weg bist, sehe ich nur als Arzt . Und mit einem Belarussischem Studium auch . Wenn dir das am Menschen arbeiten nicht so liegt, rate ich immer Physiologe ( ARZT ) zu werden. Die werden noch mehr als andere Fachrichtungen gesucht !

    Michael

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    #17931
    Malvina
    5 Beiträge

    Vieleen Dank, ich habe eine interessante Seite darüber gefunden http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=7573
    Aber jetzt bin ich verzweifelt, was soll ich tun? Tausende Links mit verschiedenen Informationen(((
    In der Heimat war das leichter(((
    Vielen Dank)

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    #17932
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“Malvina“ post=18425] Tausende Links mit verschiedenen Informationen[/quote]Was willst du denn genau machen ? Studium oder Ausbildung ?? Und wie ist dein Status ? Hast du einen Aufenthaltstitel oder musst du erst einen besorgen ? Wie soll man einen Tip geben, wenn man den Sachverhalt nicht kennt ? ( Wenn du das hier nicht öffentlich bekannt geben willst, evt. per Mail )

    Michael

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    #17933
    Malvina
    5 Beiträge

    Ehrlich gesagt, Studium und Ausbildung für mich dasselbe))
    Was will ich denn? Ich will in Deutschland studieren, um später hier zu arbeiten.
    Jetzt habe ich Nationallvisum für 1 Jahr))

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    #17937
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“Malvina“ post=18427]Ehrlich gesagt, Studium und Ausbildung für mich dasselbe))[/quote]Aber nicht für die Ausländerbehörde ! Ein Visum fürs Studium ist noch relativ einfach hin zu bekommen . ( Wenn man jedes Jahr 7200 EU nachweisen kann ) Für eine Ausbildung ein Visum zu bekommen, ist schon eine Ecke schwerer .

    1) Gilt immer noch die Reihenfolge erst Deutsche und EU Bürger dann ………
    2) müsste man eine Ausbildung finden, die man in Belarus nicht machen kann. Ich denke zb. Bierbrauer in einer Bayrischen Brauerrei, da hätte man gute Chancen . Bei Kaufmann / Elektriker / Klempner sieht die Sache schon ganz anders aus.

    Dein Problem ist nicht, was du in Zukunft in Deutschland lernen willst, sondern wie du deinen Aufenthalt verfestigen kannst.

    [quote=“Malvina“ post=18427]Jetzt habe ich Nationallvisum für 1 Jahr))[/quote]
    Was im Regelfall 2 Optionen auf lässt :

    1) Du bist als Aupair da .
    2) Du machst ein freiwilliges Soziales Jahr ( meist im Anschluss an Aupair )

    Also so hart sich das jetzt anhört ( ist nur die Wahrheit )[b] Deutschland will keine Ausländer !![/b] ( zumindest die Politik /Behörden nicht )

    Wie schon geschrieben meist ist es so, das jemand als Aupair ins Land kommt. So nach 6-8 Monaten ist die Entscheidung gefallen, das man bleiben möchte. Dann versucht man eine Lösung zu finden. ( Studium oder Eheschließung meist )

    Das klappt dann meist nicht so schnell, wie man gedacht hat und das Jahr läuft ab. Dann bewirbt man sich zum Sozialen Jahr und einige Ausländerbehörden verlängern dann die AE noch mal um 6-12 Monate in dem Wissen das der Ausländer das nur macht, um in Deutschland bleiben zu können .

    Schafft der Ausländer es nicht seinen Status zu verfestigen und er muss nach Hause zurück, ist eine Rückkehr quasi ausgeschlossen. Reist er nach Ablauf des Aufenthaltstitel aus ( viele versuchen es mit einer Duldung ) ist eine Rückkehr zu 99,9999 % nicht mehr möglich . ( Nur im Falle einer Eheschließung )

    By the way, selbst wenn eine Uni dir einen Studienplatz in relativ kurzer Zeit geben würde, müssten

    A) Die Bedingungen erfüllt werden die da wären :
    DSH Prüfung
    Krankenversicherung
    und 7200 EU Geld auf einem Deutschen Konto, vor dem ersten Semester.

    und die Ausländerbehörde kann trotzdem noch nein sagen, selbst wenn alle Bedingungen erfüllt werden, besonders wenn du gleich erzählst das du im Anschluss bleiben willst.

    Das ist nämlich nicht die Intention Ausländer in Deutschland studieren zu lassen. Die Intention ist, das man Leute aus Unterprivilegierten Ländern studieren lässt, damit sie nach dem Ende des Studiums nach Hause zurück gehen, um dort mit ihrem in Deutschland erworbenen Wissens das Heimatland nach vorne zu bringen . Die Politische Motivation ist zusätzlich das die Leute die in D. studiert haben, in der Regel zu Spitzenkräften auch in der Politik aufsteigen, und man dann zb. einen Deutsch freundlichen Präsidenten / Minister hat . ( der im besten Fall auch noch Regierungsaufträge zu vergeben hat )

    In Bayern , BW und Sachsen ist es sogar so, das aus dem Grund das Studium nicht als anrechenbare Aufenthaltszeit ( zb. für Niederlassungerlaubnis oder Einbürgerung ) anerkannt werden . ( Weil der Aufenthalt nicht auf Dauer angelegt war )

    Michael

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    #17938
    Stephan
    270 Beiträge

    BWL ist tatsächlich der Studiengang, den hier jeder macht, der nicht so recht weiss, was er will. Aber wenn man engagiert und flexibel ist, kriegt man auch einen Job. Und von dem kann man auch leben.

    Ich würde nur nicht den gleichen Fehler machen wie die tausenden Spanier, Griechen und Portugiesen derzeit, die ihr Glück nur in den „coolen“ Städten wie Berlin versuchen. Du musst da hingehen, wo die Jobs sind.

    Also:
    [quote] Gibt mir BWL später Chance auf normales unabhängiges Leben?) [/quote]

    Ganz klar, ja. WENN du einen Job kriegst, reicht auch ein Job als Mechaniker, um ein normales, unabhängiges Leben mit Urlaubsreisen und allem drum und dran zu führen.

    Lass dich nicht verunsichern, in der Schweiz bist du mit einem Gehalt wie unsere Kanzlerin scheinbar arm und fährst laufend nach Deutschland zum einkaufen. Aber in Deutschland ist das nicht so. 😀

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    #17939
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“Stephan“ post=18432]Lass dich nicht verunsichern, in der Schweiz bist du mit einem Gehalt wie unsere Kanzlerin scheinbar arm [/quote]Darum geht es gar nicht . Es geht darum einen Job zu bekommen, mit dem man Leben kann . Gerade wenn man am Anfang steht, finde ich strategische Überlegungen nicht falsch. Und als alter Kapitalist finde ich, das Maximum raus zu holen ist auch nicht falsch . 😀 Aber das ist IMHO nicht das Problem .

    In meiner Zeit bei der Caritas ( Ausländerberatung ) haben zig Aupairs vor mir gesessen , und immer wieder die selbe ( oder ähnliche ) Geschichte erzählt .

    Und schlussendlich hätten sie fast alles gemacht, um in Deutschland bleiben zu können . ( 1 Jahr ist nämlich verdammt kurz, selbst zur Studienplatz Suche ) Den allermeisten sind schlussendlich nur 2 Möglichkeiten übrig geblieben :

    1) Zurück gehen .
    2) Jemanden die Liebe vor zuspielen und zu heiraten .

    Beides ist nicht so der Hit . Deshalb sollte als aller erstes an der Verfestigung in Deutschland gearbeitet werden . Dazu brauche ich genauere Infos . Wenn die Sache eilt, muss man halt andere Dinge machen, als wenn man noch Zeit hat .

    Michael

    PS: Ich gehe im Reich oder Austria einkaufen weil :

    A) Die nächsten größeren Ansiedlungen ( und damit Einkaufsmöglichkeiten )in Voralberg oder Bayern zu finden sind . ( St. Gallen sind schon 35 km )

    B) Die Preise dort deutlich niedriger sind .

    C) Ich an Deutsche (EU) Produkte gewohnt bin .

    Sparsamkeit hat übrigens nichts mit dem Einkommen zu tun, wie man zb. an Friedrich Karl Flick sehen konnte .

    Und wir geben halt Geld für andere Sachen aus. Alleine die Schule unserer Tochter kostet schon so viel, wie ein Deutscher Facharbeiter im Jahr netto verdient .

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    #17940
    0-gravity
    465 Beiträge

    @mikael321

    hochinteressant, deine Ausführungen!

    Kenne einige AuPairs die eben genauso hier „hängengeblieben“ sind (Heirat oder Studium oder beides). Bei der „Studium“-Option läuft es dann letzten Endes immer auf die Probleme der sauberen Finanzierung hinaus. Gut dran ist, wer jemanden findet, der einem eine VE ausstellt und damit das dringendste Problem beseitigt. Aber die Finanzierung des Lebensunterhaltes neben dem Studium schmeißt dann wieder viele über kurz oder lang aus der Bahn, da ja üblicherweise von der Familie aus dem Heimatland keine Unterstützung kommt. Stipendien gibt es nur für Ausländer die direkt einreisen und die Voraussetzungen und Bewilligung müssen vorab im Heimatland geklärt werden.

    Alles in allem ist es also wirklich so konstruiert, das möglichst wenige hier „hängenbleiben“.

    @Malvina
    Hast du die Voraussetzungen zum Hochschulzugang, so dass ein Studium in D überhaupt erst eine Option sein kann?
    Sprachtest DSH bzw. TestDAF kann man im zur Verfügung stehenden Jahr sicher nachholen. Aber wenn ich mich recht erinnere, reicht das BY Abitur allein nicht. Es wird wohl zumindest ein angefangenes BY Studium erwartet, besser noch ein abgeschlossenes. (Ein abgeschlossenes Studium an einer anerkannten BY Universität (vgl Anabin) wird üblicherweise mindestens mit einem Bachelor Abschluß einer deutschen Hochschule gleichgesetzt. Das berechtigt dann zum Masterstudium in D. Wenn ich mich recht erinnere, dann solltest du für aber für die Zulassung zum Bachelorstudium zumindest schon ein paar Semester in BY studiert haben)

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