Belarussische Währung am 23.05 um 54,42 % abgewertet, seit Jahresbeginn um 71,62%

Foren Wirtschaft Belarussische Währung am 23.05 um 54,42 % abgewertet, seit Jahresbeginn um 71,62%
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  • #9586
    Frankman
    82 Beiträge

    „Aber sind jetzt alle meine Verwandten ,aufgrund ihres Einkommens, drüben Alkis??

    Schuldirektorin, Lehrer, Dolmetscher, Polizisten……“

    Hmhm, schwierig. Meinen Erfahrungen aus Deutschland nach, kommen die erstgenannten als Alki echt in Frage ;-), bei Dolmetschern und Polizisten eher nicht.
    Aber Spass beiseite, es gibt auch in Belarus große Einkommensunterschiede zwischen Verwaltung und Wirtschaft, so dass ein geringeres Einkommen nicht gleich eine persönliche Bewertung darstellt und auch kein Maßstab für Erfolg oder Versagen sein kann . Ist hier in D nicht anders. In der freien Wirtschaft wird mehr verdient, im Beamtenverhältnis gibt es dafür Pension, Zuschüsse zur Krankenversicherung, Ernennung auf Lebenszeit ( supi Kündigungsschutz ) etc.
    Hat halt alles seine 2 Seiten…..

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    #9587
    Hans Hellmann
    1 Beiträge

    Vor Jahren hatte ich eine Bauleitung in der Nähe von Maladeschna für ein deutsches Konsortium. Seitdem verfolge ich das Schicksal des Landes mit grossem Interesse.
    Mein damalige Freundin aus Maladeschna, eine Ärztinm, ist mittlerweile in die USA ausgewandert.
    Schon damals hatte ich mich gewundert, wie das Land existieren konnte, eine Krise jkagte die nächste.
    Die Regierung scheint völlig unfähig, das Land auf einen wirtschaftlich erträglichen Kurs zu bringen. Man kann nur den Kopf schütteln über soviel Unvermögen.

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    #9589
    mikael321
    2337 Beiträge

    [b]Obi schrieb:[/b]
    [quote]Aber sind jetzt alle meine Verwandten ,aufgrund ihres Einkommens, drüben Alkis??[/quote]Du stellst hier aber fragen !? Woher sollen wir deine Verwandten kennen ?? 😀 😀

    Also meine Schwägerin tütet Holzkohle ein. Die verdient 400.000 ( zumindest letzten Sommer )

    Mein Schwager arbeitet für einen historischen Elektriker . Die bauen und installieren Lampen für Historische Gebäude . Hatt so um die 800.000 mit manchmal Trinkgeld / Überstunden auch bis 1 Mio.

    Mein Schwiegervater war die Geldquelle der ganzen Familie. Er hatte bis zu seinem Tod 1.4 Mio Rente als Ex Major der Roten Armee . ( Sponsort by Russia ) Zusätzlich hat er als Fahrlehrer noch mal 750.000 ( Private Fahrschule ) verdient . Plus Trinkgeld.

    Meine Schwimu hatte 600.000 Rente. Als ehemalige Buchhalterin . ( leitend )

    Jetzt hat die 660.000 Rente . Die 60.000 sind Witwenrente . Ab 01.06. hat sie eine Erhöhung von 15 % gehabt . ( Wohl alle Rentner in BY )

    Michael

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    #9590
    mikael321
    2337 Beiträge

    [b]Frankman schrieb:[/b]
    [quote]Schuldirektorin, Lehrer, Dolmetscher, Polizisten……“

    Hmhm, schwierig. Meinen Erfahrungen aus Deutschland nach, kommen die erstgenannten als Alki echt in Frage ;-), bei Dolmetschern und Polizisten eher nicht.[/quote]Lt. Ärzteblatt vom letzten Jahr haben Ärzte das höchste Suchtpotential aller Berufsgruppen .

    Suchtstoff Nummer eins ist der Alkohol Bei einer Prävalenz von 7% für alle Suchtstoffe und ausgehend von knapp 300 000 Ärzten und Ärztinnen sind vermutlich über 20.000 Ärzte in Deutschland irgendwann im Leben suchtmittelabhängig . Suchtstoff Nummer eins ist der Alkohol – und das obwohl man annehmen könnte, dass Ärzte mit ihrem direkten Kontakt zu Patienten und Personal eher ein Suchtmittel wählen, das keine „Fahne“ macht und sich leichter verbergen lässt. Obwohl Medikamente für Ärzte überdies sehr leicht verfügbar und oft kostenfrei sind, sind sie erst Suchtmittel zweiter Wahl. Eigene Untersuchungen bei einer größeren Gruppe (n=400) stationär in der Oberbergklinik behandelter Ärzte und Ärztinnen ergaben folgende Suchtmittelverteilung:

    * Missbrauch/Abhängigkeit von Alkohol 50,3%
    * Missbrauch/Abhängigkeit von Medikamenten 6%
    * Missbrauch/Abhängigkeit von BTM-Substanzen 5%
    * Missbrauch/Abhängigkeit von Alkohol + Medikamenten 30,7%
    * Missbrauch/Abhängigkeit von Alkohol + Medikamenten + BTM 3,5%
    * Missbrauch/Abhängigkeit von BTM + Medikamenten 2,8%

    Alkohol allein sowie in Verbindung mit Medikamenten war für mehr als 8o% der abhängigen Ärzte Mittel der Wahl.

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    #9602
    GroM
    4243 Beiträge

    Ich danke euch für die konstruktive Fortsetzung der Diskussion!

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    #9604
    mikael321
    2337 Beiträge

    Milliarden-Kredit mit Auflagen
    Die russische Regierung stützt das Regime in Weissrussland mit einem Beistandkredit. Doch werden Bedingungen gestellt, ähnlich wie sie auch der IMF stellen würde: Schuldendienst und Privatisierung von Staatsbetrieben.

    (dpa) Zur Abwendung einer Staatsbankrotts erhält das autoritäre Regime in Weissrussland von Russland und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken drei Milliarden US-Dollar. Das Geld werde in Raten über die nächsten drei Jahre ausgezahlt, liess der russische Regierungschef Wladimir Putin am Samstag mitteilen………….

    http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/putin_hilft_lukaschenko_1.10816142.html

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    #9612
    Chr
    232 Beiträge

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die 3 Mrd grundsätzlich etwas an der Situation ändern. Es müssen so schnell wie möglich tiefgreifende Reformen angegengen werden. Und je mehr Geld man dem bestehenden Regime nachwirft, desto länger werden diese Reformen verschleppt.

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    #9627
    mikael321
    2337 Beiträge

    [b]Chr schrieb:[/b]
    [quote] Und je mehr Geld man dem bestehenden Regime nachwirft, desto länger werden diese Reformen verschleppt.[/quote]Mit der DDR wäre es auch schon Jahre früher vorbei gewesen, wenn nicht alle ihr Geld hinterher geschmissen hätten !

    Putin ist ja geschickt . Er verlangt NUR Privatisierung dafür und meint damit, das sich Russische Firmen die dickesten Fleischstück aus BY rausschneiden können ! 🙁

    Michael

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    #9628
    GroM
    4243 Beiträge

    ja auch nur weil der Honecker so schön ehrlich und blöd war und seine Schulden immer pünktlich bezahlt hat
    während andere Länder Ihre Schulden einfach nicht mehr bezahlt haben
    oder der private Goldbesitz verboten wurde und die Bürger Ihr Gold am Staat billig verkaufen mussten gegen Androhung von Gefängnisstrafe

    Väterchen Stalin wird heute noch verehrt in Russland
    ich habe aber noch nie gehört das einer Väterchen Busch
    oder Väterchen Obama gesagt hat

    http://www.welt.de/politik/article1493483/Vaeterchen_Stalin_er_war_ein_faehiger_Fuehrer.html

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    #9630
    GroM
    4243 Beiträge

    Ich schätze mal schon, daß man seitens Russland darauf achten wird ob die Auflagen zur Kreditvergabe eingehalten werden. Sonst würden die nächsten Zahlungen ausbleiben und dann wird’s kritisch.

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    #9636
    mikael321
    2337 Beiträge

    [b]Fritz Schultz schrieb:[/b]
    [quote]ja auch nur weil der Honecker so schön ehrlich und blöd war und seine Schulden immer pünktlich bezahlt hat [/quote]Ja ja die Legendenbildung !!

    [b]Geheime Kommandosache

    b5-1111/89

    Berlin, 28.September 1989

    Entsprechend dem erteilten Auftrag haben die Genossen Schürer, Beil, Schalck, König und Polze darüber beraten, bis zu welcher Höhe die Entwicklung des „Sockels“ im Zeitraum bis 1995 als finanziell beherrschbar angesehen werden kann. Im Ergebnis dieser Beratung kommen sie zu folgender übereinstimmenden Einschätzung:

    1. Die gegenwärtige Zahlungssituation der DDR im Handel mit dem NSW ist dadurch gekennzeichnet, daß wir zur Einhaltung unserer Zahlungsverpflichtungen aus Krediten und Zinsen sowie zur Durchführung jährlicher Importe bereits jetzt weitestgehend von kapitalistischen Kreditgebern abhängig sind.

    Die jährliche Kreditaufnahme der DDR liegt bei 8-10 Mrd. VM. Das ist für ein Land wie die DDR eine außerordentlich hohe Summe, die bei ca. 400 Banken jeweils mobilisiert werden muß.

    Kapitalistische Banken haben für ihre Kreditausreichung gegenüber sozialistischen Ländern – ebenso wie gegenüber Entwicklungsländern – Länderlimite festgelegt.

    Auf Grund der bereits jetzt hohen Kreditaufnahmen sind die Banken nicht bereit, diese Limite für die DDR wesentlich zu erhöhen.

    Die weitere Beschaffung von Krediten in den Jahren bis 1995 ist maßgeblich abhängig von

    * der Wirkung politischer Faktoren auf die Kreditvergabebereitschaft kapitalistischer Banken und der Haltung der Regierungen solcher Länder wie Japan und der BRD, die zu den wichtigsten Kreditgebern der DDR gehören;

    * der wirtschaftlichen Entwicklung der DDR, insbesondere der Außenhandelsentwicklung, der Kostenentwicklung, der Akkumulationskraft, der Geldstabilität, der Arbeitskräfteentwicklung usw.;

    * der Beibehaltung relativ hoher Anlagen bei ausländischen Banken, die als Guthaben der DDR in Erscheinung treten, auch wenn es sich um Depositen und bereits mobilisierte, noch nicht eingesetzte Kredite handelt.

    Bei Wahrung der Geheimhaltung über den tatsächlichen Charakter dieser „Guthaben“ tragen sie ganz wesentlich zum Ansehen der DDR als solider und zuverlässiger Kreditnehmer bei.

    Unter Berücksichtigung aller dargestellten und zum Teil durch uns nicht beeinflußbaren Faktoren ist die Bestimmung jährlich finanzierbarer Kredite bis 1995 nicht mit absoluter Sicherheit und Garantie möglich.

    Unter der Voraussetzung, die jährliche Kreditaufnahme von 8-10 Mrd. VM in den Jahren bis 1991 fortzusetzen – das wird aus gegenwärtiger Sicht von uns für möglich gehalten – wird eingeschätzt, daß der zu finanzierende Ausgabeüberschuß 1995 maximal 40-45 Mrd. VM betragen kann, was mit außerordentlich hohen Belastungen an Kosten und Zinsen verbunden ist.

    Dabei ist jedoch unterstellt, daß alle vereinbarten und noch nicht voll in Anspruch genommenen Kredite eingesetzt, wodurch die im Ausland gegenwärtig unterhaltenen Guthaben reduziert werden.

    2. Ausgehend von diesen maximalen Finanzierungsmöglichkeiten und unter Berücksichtigung des 1989 voraussichtlich eintretenden Importüberschusses von 0,2 Mrd. VM reichen die dem bisherigen Konzept zugrunde gelegten Exporte nicht aus.

    Die zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der DDR unabdingbar notwendigen Exporte bis 1995 betragen:

    Mrd. VM

    1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995
    Exporte: 12,2 14,1 17,0 19,5 22,0 23,0 24,0

    Dabei wird ab 1991 von einem im wesentlichen gleichbleibenden Import von 12,5-12,8 Mrd. VM ausgegangen.

    Trotz dieser hohen Exportüberschüsse entwicklen sich der „Sockel“ und die Ausgabeüberschüsse wie folgt:

    1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995
    Ausgabeüberschuß
    (Zwischenfinanzierung): 20,7 27,0 34,9 39,8 42,9 44,7 45,2
    Sockel: -41,8 -47,6 -54,7 -56,6 -56,2 -55,1 -52,6

    Das ist darauf zurückzuführen, daß aufgrund des hohen Standes der Verschuldung die Kosten und Zinsen für die Kredite die geplanten hohen Exportüberschüsse noch übersteigen und wie folgt anwachsen:

    Kosten und Zinsen:

    5,6 7,0 8,2 7,8 8,4 8,6 8,7

    Es muß ausdrücklich hervorgehoben werden, daß die geforderten Exporte unter allen Umständen materiell zu untersetzen und zu realisieren sind. Jede Nichtbereitstellung der jährlich geplanten Exporte muß unmittelbar Importkürzungen in gleicher Höhe zur Folge haben. Bei dem jetzt erreichten Niveau unserer Verschuldung würde eine Unterschreitung der geforderten Exportziele unweigerlich die Zahlungsunfähigkeit bedeuten.

    3. Für die weitere Arbeit am Plan 1990 und an der Konzeption für 1991-1995 bedeutet diese Forderung, daß prinzipielle Entscheidungen zur materiellen Untersetzung der tatsächlichen Bereitstellung verkaufsfähiger Exportfonds getroffen werden müssen. Nach dem gegenwärtigen Stand der Planberatungen mit den Ministern fehlen allein gegenüber den STAG 1990 noch Exportfonds von:

    1,2 Mrd. VM

    und es werden mehr Importe von:

    1,3 Mrd. VM gefordert.

    Das bedeutet, daß für ca. 12 Mrd. M volkswirtschaftliches Endprodukt zugunsten des NSW-Exports bzw. zu Lasten des Imports in den Bilanzen entschieden werden muß.

    Auch der gegenwärtige Arbeitsstand der Staatlichen Plankommission mit einem Exportüberschuß von 0,5 Mrd. VM erfüllt noch nicht die für die Sicherung der Zahlungsfähigkeit gestellten Bedingungen.

    Es muß davon ausgegangen werden, daß die Beratungen mit allen Ministern mit hoher Parteilichkeit und Disziplin sowie mit großem Engagement durchgeführt wurden. Weitere Beratungen mit den Ministern – ohne vorher getroffene Entscheidungen zur Veränderung der Verteilungsproportionen zugunsten von NSW-Exporten – werden das Problem nicht lösen.

    4. Die Nichtbereitstellung der geforderten NSW-Exporte würde zur Zahlungsunfähigkeit führen.

    Die bedingungslose Sicherung der Zahlungsfähigkeit der Republik ist die entscheidende Voraussetzung für die politische Stabilität der DDR und die weitere wirtschaftliche Entwicklung.

    Eine Nichteinhaltung eingegangener Rückzahlungsverpflichtungen aus Krediten oder eine nicht termingemäße Bezahlung von Zinsen würde zur Einstellung der gesamten Kreditgewährung kapitalistischer Banken führen. Damit würden auch keine Kredite mehr für den Import der DDR zur Verfügung stehen.

    Das beweist das Beispiel von Polen. Die VR Polen hat nachweislich seit Einstellung der Zahlungen 1981 keine neuen Kredite von kapitalistischen Banken mehr erhalten. Importe können nur durchgeführt werden, wenn sie aus Exporteinnahmen oder Devisenreserven bar bezahlt werden können.

    Umschuldungsabkommen, wie sie früher üblich waren, gibt es nicht mehr. Seit Jahren werden Umschuldungsabkommen durch kapitalistische Banken nur noch unter Mitwirkung des IWF abgeschlossen.

    Voraussetzung für eine mögliche Umschuldung ist die Einhaltung von Auflagen, die der IWF erteilt.

    Diese Auflagen basieren auf Untersuchungen des IWF in den betreffenden Ländern zu Fragen der Kostenentwicklung, der Betriebsrentabilität, der Investtätigkeit, der Geldstabilität u.ä. und beziehen sich zum Beispiel auf

    * den Verzicht des Staates, in die Wirtschaft einzugreifen (Beispiel Polen);
    * die Einschränkung von Subventionen mit dem Ziel, sie abzuschaffen (Polen, Jugoslawien, Ungarn);
    * die Freigabe von Importen aus westlichen Ländern, das heißt den Verzicht des Staates, die Importpolitik zu bestimmen.

    Der Frage der Sicherung der Zahlungsfähigkeit der Republik ist deshalb unter politischem und ökonomischem Aspekt oberste Priorität einzuräumen.

    5. Davon ausgehend werden folgende Prämissen für die weiteren Arbeiten am Plan 1991-1995 als unerläßlich angesehen:

    a) Eine entscheidende materielle Basis unserer Produktion und damit auch der Produktion von NSW-Exportwaren sind die Rohstofflieferungen aus der UdSSR.

    Die Sicherung dieser Importe setzt die konsequente Fortsetzung stabiler Außenwirtschaftbeziehungen mit der UdSSR und die Bereitstellung der zur Bezahlung der Importe erforderlichen Exporte in der notwendigen Höhe und Struktur voraus.

    b) Das Erreichen der zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit der DDR notwendigen Exporte in das NSW erfordert ein wesentlich höheres Aufkommen an absatzfähiger Exportware, wozu die erforderlichen Voraussetzungen geschaffen werden müssen. In keinem Jahr darf ein Exportplan bestätigt werden, der nicht vollständig materiell untersetzt ist. Steigerungen im NSW-Export von jährlich über 2 bis 3 Mrd. VM können nicht mit unspezifizierten Exportfonds realisiert werden und erfordern eine langfristige Bereitstellung konkreter absatzfähiger Waren.

    c) Zur Bereitstellung von Exportfonds in solchen Größenordnungen sind prinzipielle wirtschaftspolitische Entscheidungen zu treffen hinsichtlich

    * einer konsequenten Veränderung der Grundproportionen zwischen Akkumulation und Konsumtion zur Stärkung der Akkumulation in den produktiven Bereichen als Voraussetzung für stabile und hohe Leistungsentwicklung
    * einer Reduzierung der gesellschaftlichen Konsumtion und falls das nicht ausreicht – auch der individuellen Konsumtion bei Beibehaltung einer sicheren Festlegung entsprechender Preise
    * der Entwicklung der Exportstruktur in der Industrie, der Umverteilung des gesellschaftlichen Arbeitsvermögens zu Gunsten der Industrie und innerhalb der Industrie auf exportentscheidende Zweige.

    Dabei wird eingeschätzt, daß zur Sicherung der notwendigen Einlaufkurve 1991 diese Umverteilungsprozesse noch 1989/90 in Angriff genommen werden müssen.

    gez.
    Gerhard Schürer
    Alexander Schalck
    Werner Polze
    Gerhard Beil
    Herta König[/b]

    Also nichts weil Honni so blöd war, wurden die Verpflichtugen eingehalten. Sondern wenn die DDR nicht gezahlt hätte, wäre das System zusammen gebrochen .

    Michael

    0
    #9637
    GroM
    4243 Beiträge

    ja die Importe mit Bananen und Kaffee um das Volk bei Laune zu halten waren eben teuer

    0
    #9638
    mikael321
    2337 Beiträge

    [b]Fritz Schultz schrieb:[/b]
    [quote]ja die Importe mit Bananen und Kaffee um das Volk bei Laune zu halten waren eben teuer[/quote]Ich denke das dies höchstens 5 % ausgemacht hat . ( Der Import ) Erdöl / Erdgas / Uran / Kupfer / Stahl / Aluminium …………. Praktisch alle Rohstoffe mussten importiert werden. ( Außer Braunkohle )

    Und natürlich auch bei den Bruderstaaten in Devisen gelöhnt werden ! Die paar vergammelten Bananen und der bisschen Kaffee , vielen da nicht weiter ins Gewicht !

    Spielt aber auch keine Rolle . Die DDR ist Geschichte, Belarus ( noch ) nicht ! Back to Topic !

    Michael

    0
    #9705
    mikael321
    2337 Beiträge

    Manchmal hasse ich es, wenn ich recht habe 🙁 🙁

    Weißrussland droht die Pleite
    Die Ex-Sowjetrepublik Weißrussland braucht Milliarden, um einen Staatsbankrott abzuwenden. Moskau verspricht zwar Kredite, doch die reichen nicht aus. Der Westen hält an Sanktionen fest. Die Regierung in Minsk ist deshalb gezwungen, Staatsbesitz zu verkaufen………………

    So prüft Minsk den Verkauf des staatlichen Kalikonzerns Belaruskali. Eine Veräußerung des weltweit drittgrößten Düngemittelherstellers könnte dem klammen Regime nach Schätzungen von Investmentbanken bis zu 20 Mrd. Dollar in die leeren Kassen spülen. Die Regierung habe bereits Gespräche mit Investoren aus China und Russland geführt …………………….

    Gazprom greift sich Energieunternehmen ……..Der staatlich kontrollierte russische Energieriese Gazprom steht im Gegenzug bereits vor der Übernahme des weißrussischen Energieunternehmens Beltransgaz. Beltransgaz ist zuständig für den Transport von russischem Gas nach Europa………….Moskau will sich vor allem den Zugriff auf das weißrussische Gasleitungsnetz und auf Teile der Telekommunikationsbranche sichern……………..

    Lukaschenko schlägt im Staatsfernsehen mit der Faust auf den Tisch und verspricht, dass alles gut werde. Er werde keinen „räuberischen Ausverkauf des Landes“ zulassen, donnert er sichtlich erregt. Doch er steht längst mit dem Rücken zur Wand.

    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Weissrussland-droht-die-Pleite-article3515041.html

    Der Ausverkauf des Tafelsilbers hat begonnen. Wahrscheinlich bekommt er damit die Lage mal wieder ( kurz oder mittelfristig )in den Griff ! Fragt sich nur, zu welchem Preis.

    Sein Verhalten erinnert mich an den kleinen Handwerksbetrieb, der in die Klemme kommt, weil sich der Chef seit Jahren weigert eine Reformstruktur in seiner Firma durchzuführen. Wenn das Wasser dann bis zum Hals steht, wird alles beliehen was man beleihen kann. Haus, Autos , Maschienen u.s.w. ( Manchmal werden sogar die Kinder/Eltern mit ins Boot geholt, indem man sie bürgen lässt )

    An der Struktur der Firma wird wieder nichts geändert.

    Ergebnis : Nach ein paar Jahren ist dann alles weg. Inklusive die Zukunft der Kinder und dem Haus der Eltern und sein Eigenes .

    So wird es wohl auch Belarus ergehen. 🙁 🙁

    Michael

    0
    #9707
    per
    112 Beiträge

    [b]mikael321 wrote:[/b]
    [quote]Manchmal hasse ich es, wenn ich recht habe 🙁 🙁

    Weißrussland droht die Pleite
    Die Ex-Sowjetrepublik Weißrussland braucht Milliarden, um einen Staatsbankrott abzuwenden. Moskau verspricht zwar Kredite, doch die reichen nicht aus. Der Westen hält an Sanktionen fest. Die Regierung in Minsk ist deshalb gezwungen, Staatsbesitz zu verkaufen………………

    So prüft Minsk den Verkauf des staatlichen Kalikonzerns Belaruskali. Eine Veräußerung des weltweit drittgrößten Düngemittelherstellers könnte dem klammen Regime nach Schätzungen von Investmentbanken bis zu 20 Mrd. Dollar in die leeren Kassen spülen. Die Regierung habe bereits Gespräche mit Investoren aus China und Russland geführt …………………….

    Gazprom greift sich Energieunternehmen ……..Der staatlich kontrollierte russische Energieriese Gazprom steht im Gegenzug bereits vor der Übernahme des weißrussischen Energieunternehmens Beltransgaz. Beltransgaz ist zuständig für den Transport von russischem Gas nach Europa………….Moskau will sich vor allem den Zugriff auf das weißrussische Gasleitungsnetz und auf Teile der Telekommunikationsbranche sichern……………..

    Lukaschenko schlägt im Staatsfernsehen mit der Faust auf den Tisch und verspricht, dass alles gut werde. Er werde keinen „räuberischen Ausverkauf des Landes“ zulassen, donnert er sichtlich erregt. Doch er steht längst mit dem Rücken zur Wand.

    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Weissrussland-droht-die-Pleite-article3515041.html

    Der Ausverkauf des Tafelsilbers hat begonnen. Wahrscheinlich bekommt er damit die Lage mal wieder ( kurz oder mittelfristig )in den Griff ! Fragt sich nur, zu welchem Preis.

    Sein Verhalten erinnert mich an den kleinen Handwerksbetrieb, der in die Klemme kommt, weil sich der Chef seit Jahren weigert eine Reformstruktur in seiner Firma durchzuführen. Wenn das Wasser dann bis zum Hals steht, wird alles beliehen was man beleihen kann. Haus, Autos , Maschienen u.s.w. ( Manchmal werden sogar die Kinder/Eltern mit ins Boot geholt, indem man sie bürgen lässt )

    An der Struktur der Firma wird wieder nichts geändert.

    Ergebnis : Nach ein paar Jahren ist dann alles weg. Inklusive die Zukunft der Kinder und dem Haus der Eltern und sein Eigenes .

    So wird es wohl auch Belarus ergehen. 🙁 🙁

    Michael[/quote]

    und welche strukturreformen schlägst du vor?

    0
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