Belarussische Währung am 23.05 um 54,42 % abgewertet, seit Jahresbeginn um 71,62%

Foren Wirtschaft Belarussische Währung am 23.05 um 54,42 % abgewertet, seit Jahresbeginn um 71,62%
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  • #9470
    mikael321
    2337 Beiträge

    [b]Krasnaje schrieb:[/b]
    [quote]Big Mac, Chickenburger und Konsorten ? [/quote]Letztes mal waren wir im Dezember in Minsk. Da gibt es ein McDonald ganz in der nähe der Deutschen Visastelle . (Prospekt Gazety Prawda) Höchstens 2 Minuten mit dem Auto. Wir haben damals ( 12/2010 ) ca. 50 % oder weniger der Deutschen Preise gezahlt . Aber ob die in ganz Belarus die gleichen Preise haben, und wie die jetzt sind, dazu kann ich nichts sagen .

    Teuer war es auf jeden Fall nicht nicht ! ( Für D. Verhältnisse ) Besonders wenn man bedenkt das hier in CH ein Hamburger 2,50 CHF ( = 2,06 EU ) also mehr als 100 % teurer ist, als in D.

    Michael

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    #9475
    GroM
    4243 Beiträge

    @knopfimohr

    BYR kann man beliebig viel drucken. So kommt man am schnellsten an Devisen.

    Hat die DDR früher auch gemacht. Sind mit Koffer voller DDR Geld in Westberliner Wechselstuben gekommen und haben diese (damals) 1:4 in D-Mark getauscht.

    Mit der Kohle haben sie dann in bar jede Mende Abhör- und Aufzeichnngsgeräte für Telefongespräche gekauft. Lieferung erfolgte ohne Kontrolle im VW Bus auf Diplomatenspur.

    Gruß Peter

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    #9476
    knopfimohr
    244 Beiträge

    @ Peter Scholz:

    Da liegt ein deutlicher Irrtum Ihrerseits vor!
    BYR sind keine Devisen, es ist nur Geld. Devisen ist Geld im Besitz von ausländischen Institutionen, also z.B. Staaten, Notenbanken oder Banken. Eine weitere Eigenschaft von Devisen ist ein festgestellter Preis (nach Marktkriterien, nicht nach Lukas Blutdruck) und damit Eintauschbarkeit. Bei welcher Bank oder Wechselstube können Sie denn BYR gegen „echtes“ Geld wechseln? Derzeit nicht mal mehr in Belarus selbst, wie die Lage zeigt! Da ist der himmelweite Unterschied zur DDR-Mark. Die Wechselstuben massen dem Papier einen Wert und einen Preis zu, nämlich 1:4. Ob es das wirklich wert war, wen interessiert das heute noch.

    Wenn Batka genau so denkt, passiert nur eines: Höhere Inflation und noch schnellerer Absturz des BYR. Vielleicht macht die NBRB bald wieder mal einen Nullerschnitt wie schon 2000.

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    #9479
    mikael321
    2337 Beiträge

    Lange Haftstrafen für Regimegegner in Belarus

    Dutzende Oppositionelle sind in den letzten Wochen in Belarus zu Haftstrafen verurteilt worden. Deren Anwälte wollen die Urteile anfechten.[b] Beobachter raten der EU von neuen Wirtschaftssanktionen gegen Minsk ab.[/b]

    Ende Mai ist eine ganze Serie von Prozessen gegen Oppositionelle in Belarus zu Ende gegangen…………………………….

    Der belarussische Politologe Aleksandr Klaskowskij meint, mit den Urteilen gegen die Regierungsgegner teste die Führung in Minsk, wie weit sie gegen die Opposition vorgehen könne und wie Europa und der Westen insgesamt darauf reagierten. Um der belarussischen Propaganda keine neue Nahrung zu geben, soll nach Ansicht von Klaskowskij die EU jetzt aber keine neuen Wirtschaftssanktionen gegen Belarus verhängen. Die Propagandamaschine des Regimes würde dann nämlich den Westen für die desolate Wirtschaftslage im Lande verantwortlich machen.

    „Die gegenwärtige finanzielle und wirtschaftliche Lage ist nicht gerade zum Vorteil der belarussischen Führung, deswegen kann der Westen eine Pause nehmen“, unterstreicht der Experte. [b]Die belarussische Wirtschaft werde von selbst zusammenbrechen, glaubt Klaskowskij. Diese Entwicklung werde dann auch die belarussischen Behörden letztlich zwingen, die Urteile gegen die Regierungsgegner zu revidieren.[/b] ……………….

    http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15117810,00.html

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    #9496
    Belarusofil
    155 Beiträge

    Fand gerade im [i]Vicebski Kurier[/i] schönes Bild bezüglich Vertrauen der Bevölkerung des Rubels gegenüber: [img]http://www.belarusforum.de/media/kunena/attachments/legacy/images/VK_260511_15_74_str.JPG[/img]

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    #9507
    GroM
    4243 Beiträge

    Mittwoch, 01. Juni 2011
    IWF soll helfenWeißrussland in Finanznot
    In Weißrussland stürmen die Belarussen die Geschäfte, um sich mit Wertgegenständen einzudecken. Grund ist der massive Wertverfall des Weißrussischen Rubels. Angesichts der angespannten Lage bittet das mit Sanktionen belegte Land nun den IWF um einen neuen Milliardenkredit.

    Das vor dem Staatsbankrott stehende und vom Westen mit Sanktionen belegte Weißrussland hat den Internationalen Währungsfonds (IWF) um einen neuen Milliardenkredit gebeten. Etwa 3,5 bis acht Mrd. US-Dollar seien nötig, um den weißrussischen Rubel sowie die Wirtschaft zu stabilisieren. Das teilten Regierung und Nationalbank in Minsk mit. Der schwedische Außenminister Carl Bildt forderte die autoritäre Führung der Ex-Sowjetrepublik zu politischen Reformen auf. „Andernfalls gibt es keine Hilfe“, schrieb Bildt in dem Kurznachrichtendienst Twitter.

    Der seit mehr als 16 Jahren mit harter Hand regierende weißrussische Staatschef Alexander Lukaschenko hat den Medien seines Landes verboten, über die Krise zu berichten.

    Experten gehen davon aus, dass etwa neun Mrd. US-Dollar (rund 6,3 Mrd. Euro) für den Ausweg aus der Krise nötig sind. Auch Russland und eine Bank früherer Sowjetrepubliken haben einen Milliardenkredit in Aussicht gestellt. „Der Kollaps ist komplett“, stellte Bildt fest.
    Belarussen stürmen Geschäfte

    Die Lage in Weißrussland spitzt sich immer weiter zu. Angesichts eines massiven Wertverfalls des Weißrussischen Rubels hatten viele Belarussen in der vergangenen Woche etwa Geschäfte mit Elektronikgeräten leer gekauft. Konvertierbare Währung wie etwa Dollar und Euro gibt es nicht zu kaufen. Die Einkommen haben innerhalb einer Woche mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren. Mit einer Kommandowirtschaft reguliert die Regierung die Preise für bestimmte Lebensmittel.

    Moskauer Medien berichteten, dass immer mehr Weißrussen nach Massenentlassungen aus den Staatsbetrieben in Russland nach Arbeit suchen. Täglich kämen auf dem Belorussischen Bahnhof in Moskau mehr als 6000 Weißrussen an, hieß es.

    Der Westen und Russland fordern von Lukaschenko eine durchgreifende Privatisierung der teils wie zu kommunistischen Zeiten geführten Staatsbetriebe. Der als „letzter Diktator Europas“ kritisierte Lukaschenko hatte einen „räuberischen Ausverkauf seines Landes“ abgelehnt. Er versprach, die Lage in den Griff zu bekommen. Weißrusslands Verhältnis zu EU und USA hatte sich nach den jüngsten Übergriffen auf die Opposition in Minsk deutlich verschlechtert.

    Die USA und die EU hatten Sanktionen gegen Belarus verhängt. Auch Russland zaudert mit Finanzhilfen. Der IWF hatte allein 2009/2010 einen Kredit von 3,46 Milliarden Dollar gewährt. Etwa 70 Prozent der Unternehmen sind in Staatshand.

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    #9511
    knopfimohr
    244 Beiträge

    Für die, die das Bild aus dem „Vicebski Kurier“ nicht verstehen, die Übersetzung:

    Der Schein, die Figur links, stellt den belarussischen Rubel dar. Der eine Herr sagt zu dem anderen: „Ich nehme ihn besser nicht und ich werde ich nicht mehr nehmen.“

    Das vom Sprecher verwendete Verb „брать“ ist eines mit vielen Bedeutungen, weil es eine ganze Menge an Komposita gibt. Die Übersetzung, an die meine Frau (nach der „normalen“) zuerst dachte, ist „entmündigen“.

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    #9514
    Belarusofil
    155 Beiträge

    Bitte vielmals um Entschuldigung, aber, Knopfimohr, wäre die Übersetzung nicht folgendermaßen besser??

    [center][i]- Я ему больше не верю и никогда не поверю…[/i][/center]

    wie:

    [center][i]- Ich vertraue ihn [i]den Bel. Rubel[/i] nicht mehr und werde ihn nie mehr vertrauen…[/i][/center]

    Das sich das Problem mit dem Bel. Rubel sicherlich noch nicht gelegt hat, zeigt schon die Tatsache, daß seit der Devaluation der Bel. Rubel dem Euro gegenüber 3,77% an „Wert“ verloren hat, dem Russ. Rubel gegenüber 2,16% und dem US-Dollar gegenüber 0,811%… 🙁

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    #9515
    per
    112 Beiträge

    [b]mikael321 schrieb:[/b]
    [quote]Gestern hat meine Frau mit ihrem Bruder telefoniert. Inzwischen steht quasi vor jedem Geschäft die Miliz und man wird gefragt, was man in dem Geschäft will. Hat man nicht eine absolut plausible Antwort ( zb. beim Lebensmittelgeschäft Vodka / Zigaretten kaufen ) wird man aufgefordert zu verschwinden, oder wenn man würde verhaftet. Auch wenn es um Ware geht, die nicht mehr da ist !

    Deshalb ist es jetzt vor einigen Geschäften ( zb. Staatlichen Elektroläden ) ziemlich ruhig geworden. Mein Schwager fand es übrigens ziemlich witzig das man jetzt schon fürs Einkaufen in den Knast kommen kann !

    Michael[/quote]

    gestern habe ich von jemand gehört, der gehört hat wie jemand sagt:
    in 2 wochen wird es wegen devisenknappheit dunkel in belarus – es ist einfach kein geld übrig um die sonne zu bezahlen.

    also, bevor man irgendeinen müll von sich gibt sollte man sich besser informieren. das hat ja schon BILD charackter.
    aber erstaunlich wieviel milizionäre es nach deinen angaben in minsk gibt. knapp die hälfte der einwohner von minsk.
    michael, du darfst dich gern berichtigen.

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    #9516
    per
    112 Beiträge

    [b]peter scholz schrieb:[/b]
    [quote]Hallo !

    Wollte hier mal ein paar neue Infos loslassen (betr. allerdings nur indirekt das Thema):

    a) Zuckerpreis steigt von 3.000 Rubel auf 5.000 Rubel
    b) Preis für Hühnerfleisch von 12.000 auf 21.000 Rubel

    Wer kann sich das dann noch leisten bei Verdiensten von 500000 bis 800000 Rubel.

    Völlig unverständlich dann das:

    http://news.belta.by/de/news/president?id=633742

    Gruß Peter[/quote]

    du vergißt mindestens eine eins an erster stelle.

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    #9517
    per
    112 Beiträge

    [b]Conny Kuhs schrieb:[/b]
    [quote]Anfang des Jahres hat eine preiswerte Sorte Windeln 28000 Rubel gekostet.
    Vor 2 Monaten waren es dann schon 48000.
    Letze Woche kosteten sie 90000, heute morgen 108000 !!!
    [url=http://www.20minutos.tv/video/bmuvFKLO-brutalidad-en-la-plaza-de-cataluna/]hier[/url]
    Vielleicht sollten mal alle Mütter mit Babys und Kleinkindern auf die Straße gehen und protestieren.
    Aber wahrscheinlich würde der Irre von Minsk selbst die zusammenknüppeln lassen. -angry[/quote]

    also wir haben noch bis mitte april 56 stück für 55.000 gekauft(pampers oder huggins)
    jetzt (heute) 86 stück für 120.000
    deine preissteigerung kann ich nicht nachvollziehen. von 28 auf 108 ist fast das vierfache. ich würde das geschäft wechseln.

    aber nichts desto trotz ist das kindergeld sehr gering.
    der bedarf wurde jetzt bei 418.000 berechnet aber real sind es 343.000

    mit den zusammenknüppeln meintest du so wie

    [url=http://www.20minutos.tv/video/bmuvFKLO-brutalidad-en-la-plaza-de-cataluna/]hier[/url]

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    #9518
    mikael321
    2337 Beiträge

    [b]per schrieb:[/b]
    [quote]aber erstaunlich wieviel milizionäre es nach deinen angaben in minsk gibt. [/quote]Habe ich was von Minsk geschrieben ?

    Was soll ich berichtigen ?? Ich habe doch nichts gesehen. Ich habe nur geschrieben was mein Schwager erzählt hat . Und ich halte ihn für ziemlich glaubwürdig .

    Michael

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    #9519
    Nitay
    128 Beiträge

    [b]per schrieb:[/b]
    [quote]

    mit den zusammenknüppeln meintest du so wie

    [url=http://www.20minutos.tv/video/bmuvFKLO-brutalidad-en-la-plaza-de-cataluna/]hier[/url][/quote]

    Sie, „Per“, wissen doch ganz genau, was da gemeint ist. Und diese Unsitte alle zu duzen scheint wohl ansteckend zu werden.

    Was die belarussische „Währung“ betrifft, Sie werden mit ihr in den nächsten Monaten ohne Zweifel noch viel Spaß haben. Ich frohe mich schon darauf -tonque

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    #9523
    Frankman
    82 Beiträge

    Einige der Preissteigerungen sind der Hysterie geschuldet und um ein wenig Ruhe ins System zu bekommen hat Lukashenko gestern angekündigt, Geschäften in denen die Preise um das 5fache steigen, die Lizenzen zu entziehen. Auch soll ein 2,7 Mrd. Darlehen bald freigegeben werden.Hierduch könnte man zumindest für eine gewisse Weile die aktuelle Situation stabilisieren. Der Kurs wird zwar dadurch nicht wieder auf 4000 sinken, aber schlimmeres könnte vorerst verhindert werden. Im Gegensatz zu Griechenland erscheint Belarus bereits einen Schritt weiter zu sein,denn es hat die Währungsabwertung bereits durchgeführt, was mittelfristig für den Export vorteilhaft sein könnte.Die Flucht der Belarussen in andere Währungen ist zwar z.T. nachvollziehbar,führt aber auch dazu, dass es im Land zu wenig harte Währung gibt, um z.B. Waren auf westlichen Märkten zu kaufen.Stehen diese Waren dann nicht mehr in den Regalen,dann heisst es, das sei wieder ein Beweis für die Krise.Ein positiver Nebeneffekt der Krise wird dauerhaft auch sichtbar, denn wer eine Immobilie finanziert, der wird durch die Abwertung bald wieder ruhiger schlafen können. Wie immer gibt es Gewinner und Verlierer, aber die derzeitige hochgeschaukelte Hysterie ist nicht in jedem Falle angebracht und hilft dem Volk nicht. Dennoch muß in den nächsten Jahren etliches reformiert werden (Steuersystem,klarere Zollbestimmungen, Privatisierungsregelungen etc.).Die Zeit in der man fragen konnte, ob man Reformen wolle wurde verschlafen, jetzt kommt man nicht mehr um sie herum.

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    #9526
    tholina
    289 Beiträge

    Hallo Frankman,

    mit „Hysterie“ hat das Ganze wenig zu tun. Wir tauschen uns jeden Tag mit der Familie in Belarus aus und Tatsache ist, das die gleichen Produkte innerhalb kürzester Zeit fast 50 % teurer geworden sind.

    Belarus ist faktisch bankrott, und zwar so bankrott, wie es vermutlich die sogenannte „DDR“ nie war, weil immerhin ein kleiner Gegemwert vorhanden war.

    Auch ein Kredit in Höhe von sagenhaften 2,7 Mio. wird daran nichts ändern.

    Was sagte doch Gorbi einst: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

    Luka hat seine Strafe verdient und wird sie auch eines Tage s bekommen.

    Viele Grüße aus Berlin, Thorsten

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