Altersgrenze für Ausbildung in Deutschland

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  • #21498
    Thomas
    46 Beiträge

    Hallo,
    bald ist es so weit und ich habe die Bürokratiehürden genomme und kann meine belarussische Freundin heiraten. Wir wollen dann hier in Deutschland leben und natürlich möchte sie hier in Deutschland noch auf dem Arbeitsmarkt Fuss fassen. Jetzt haben wir bei einer entprechenden Beratungsstelle mal „vorgefühlt“ und die Auskunft bekommen, dass sie hier in ihrem Alter (46) keine grundständige Ausbildung mehr machen kann. Kann das jemand so bestätigen oder widerlegen? Welche Möglichkeiten gibt es sonst, dass sie eine qualifizierte Arbeit wird machen können? Oder wird sie auf einfache, unqualifizierte Arbeiten beschränkt sein? Sie hat in Belarus studiert, aber nie in der Branche ihres Studiums gearbeitet, so dass eine Anerkennung ihrer Bildungsleistungen nicht in Frage kommt.
    Danke schonmal für alle Antworten und

    Gruß

    Thomas

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    #21505
    MiMo
    467 Beiträge

    Von einer Altersgrenze bei der Ausbildung habe ich außerhalb des öffentlichen Dienstes noch nie etwas gehört – allerdings muss man einen Betrieb finden, der einen einstellt.

    Und dass für die Anerkennung eines Studienabschlusses entscheidend ist, ob man hinterher in diesem Beruf tatsächlich gearbeitet hat, wäre mir auch neu.

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    #21513
    mikael321
    2337 Beiträge

    Wie MiMo schon geschrieben hat : Alles Blödsinn was man dir gesagt hat .

    Eine Ausbildung kannst du immer machen, wenn du einen Betrieb findest der sie ausbildet . Auch wenn du 60 Jahre alt bist !

    Beim Studium sieht es schon schwerer aus . Da gibt es quasi keine Anerkennung . Am besten klappt es noch mit Medizin, Zahnmedizin und als Apotheker . Da muss nur ne Prüfung gemacht werden . Vorher gibt es eine vorläufige Zulassung bis zu 24 Monaten .

    Bei Lehrern müssen ( je nach Bundesland ) einige Semester ( in NRW meist 2-4 ) nach studiert werden, und dann das Staatsexamen abgelegt werden . Naturwissenschaften sind schwer gesucht, da baut man den Leuten auch schon mal eine goldene Brücke .

    Bei allen anderen Abschlüssen wird es schwer eine Anerkennung zu bekommen .

    In allen Fällen spielt es aber [b]KEINE[/b] Rolle ob im dem Job jemals gearbeitet wurde .

    Michael

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    #21521
    Thomas
    46 Beiträge

    Hallo und vielen Dank für die Antworten.
    Dass sie sich prinzipiell das Studium anerkennen lassen kann, verstehe ich. Allerdings hätte es in unserem konkreten Fall vielleicht wenig praktischen Nutzen, da sie auch nicht anstrebt in dieser Branche zu arbeiten. Ich hatte das hauptsächlich deshalb mit erwähnt, damit klar wird, dass wir eine qualifizierte Arbeit suchen und keine Hilfstätigkeiten.
    Hat jemand Erfahrungen damit, als Migrant im besten Alter noch auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen? Ist eine grundständige Ausbildung sinnvoll? Oder sollen wir besser über Umschulungen / Weiterbildungen nachdenken? Sie hat bisher in Minsk als Buchhalterin gearbeitet aber hat keine entsprechende Ausbildung gemacht. Sie würde auch gerne (wenn möglich) die Gelegeheit nutzen und beruflich noch einmal etwas Neues auszuprobieren. Ist das völlig blauäugig oder gibt es da gute Möglichkeiten?

    Gruß

    Thomas

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    #21524
    mikael321
    2337 Beiträge

    [quote=“Thomas“ post=22027].Hat jemand Erfahrungen damit, als Migrant im besten Alter noch auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen? Ist eine grundständige Ausbildung sinnvoll? [/quote]Alten oder Krankenpfleger/schwester würde mir da einfallen .

    Ansonsten gibt es nur Bongo Jobs. ( Ist leider die Realität ) Schaum mal zb. bei KIK an der Kasse. Sitzen oft Russen ! ( meist Aussiedler )

    Michael

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    #21528
    Andreas
    755 Beiträge

    Meine Frau hat sich jetzt an der RWTH Aachen eingeschrieben und macht noch den deutschen Master. Dauert 2 Jahre. Ihr russisches bzw belarussisches Masterstudim wird ja leider nicht anerkannt.

    Auch wenn sie nicht mehr als Lehrerin arbeiten wird, hat sie mit dem deutschen Master auf jeden Fall größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

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    #21529
    MiMo
    467 Beiträge

    Bei einem Lehramtsabschluss „Deutsch“ gibt es noch die Möglichkeit, nach einer überschaubaren „Zusatzqualifikation“ in Integrations- bzw. Alphabetisierungskursen zu arbeiten.

    http://www.bamf.de/DE/Infothek/Lehrkraefte/Zulassung/zulassung.html

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