Alkoholkonsum in Belarus – ein Problem?

Foren Soziales Alkoholkonsum in Belarus – ein Problem?
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  • #2939
    Lunatik
    173 Beiträge

    [quote]So, das Thema "Alkoholkonsum und Alkolismus in Belarus" wird wieder aufgegriffen. Diesmal bestätigt die Regierung selbst, dass es in Belarus erhebliche Probleme in diesem Bereich gibt. Was die Maßnahmen in der Prävention und Bekämpfung betrifft, so sind sie 1:1 Kopie der vorherigen Maßnahmen. Das erste Programm (2000-2005) ist kläglich gescheitert und nun steht das zweite Programm bevor, dass ein weiteres Mal deutlich macht: Lernprozesse, die Suche nach konstruktiven Entwicklungswegen sind den Beamten fremd. Belarussische Regierung kann nur Verbieten, Einschränken, Zwangseinweisen, mit Propaganda einhämmern. Ursachenforschung zu betreiben, soziale Programme darauf auszurichten, zu akzeptieren, dass der Staat gescheitert ist und Selbsthilfegruppen bzw. nichtstaatliche Initiativen gefördert werden müssen -> das ist für die Regierung zu viel, da ist man schlichtweg überfordert. Alkolismus ist die Krankheit der Gesellschaft, die in einem kranken System lebt.

    Der Artikel ist hier zu finden:
    http://www.belarusnews.de/kultur1790-1.html%5B/quote%5D

    Hmm, wie siehst Du den Alkoholismus in Belarus im Vergleich zum Alkoholismus in Russland, bzw. kann man die "Massnahmen" der jeweiligen Regierungen und die Resultate vergleichen? Ich denke, dass es in der Menge des von Jugendlichen konsumierten Alkohols keine grossen Unterschiede gibt, und soweit ich weiss, tut die russische Regierung nichts dagegen. In Moskau laeuft nach der Arbeit jeder, ob Anwalt oder Bauarbeiter, mit einer Flasche Bier in der Metro herum (da ist es erlaubt, an oeffentlichen Plaetzen Alkohol zu trinken).
    Was ich eigentlich damit sagen moechte ist, dass ich nicht denke, dass Alkoholismus nur in Weissrussland ein Problem ist, sondern auch in anderen Ex-CCCP Staaten. Die erfolglosen Massnahmen der Regierung moegen evtl. eine Mitschuld tragen, aber ich glaube, dass sie gar keine Rolle spielen. Wie gesagt, in anderen Laendern passiert das Gleiche und ich denke, dass man die Schuld nicht zwingend der Regierung geben muss. Vielmehr ist es zuweilen wirklich eine "Tradition" mehr zu trinken als in anderen Laendern, hinzu kommt ganz einfach der Mangel an alternativen Beschaeftigungsmoeglichkeiten, aber wie soll man alternative Beschaeftigungsmoeglichkeiten in "Staedten" wie Fanipol oder Novogrudok schaffen und welche? Ich denke, Luka kann da machen was er will, ob er nun verbietet, aufklaert und sich mit dem Problem ueber Ursachenforschung auseinandersetzt oder moegliche andere Loesungen anstrebt, es wird nichts aendern. Letztendlich ist die Situation hier in Polen eine aehnliche, zwar nicht ganz so heftig, aber vergleichbar. Das Trinken (in Massen und zu bestimmten Anlaessen) gehoert zur Tradition vieler slavischer Kulturen, aber nicht jeder kann diese Grenzen einhalten und sackt dann ganz einfach ab. Nun, jetzt habe ich mich voellig in meinen eigenen Gedankengaengen verheddert, jedenfalls, um es abzuschliessen, ich habe keinen blassen Schimmer, wie man dieses Problem angehen koennte. 😕

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    #2942
    GroM
    4243 Beiträge

    Es ist mir schon klar, Lunatik -> im Prinzip wolltest du mit dem Post sagen, dass du in der Problematik nichts zu sagen hast.

    Vergleiche dieser Art zielen nur darauf ab, uns zu sagen, dass es angeblich "so normal sei", anstatt nach konstruktiven Wegen zur Lösung des Problems zu suchen. Vergleiche zur Relativierung eines Problems einzusetzen, das ähnelt sehr der Propagandaart des belarussischen Staates oder milder ausgedrückt -> der Vorgehensweise, bei der die reale Auseinandersetzung mit einem Problem vermieden und dieses verharmlost und letztendlich totgeschwiegen wird. Eine typische Haltung beim absoluten Fehlen des selbstkritischen Denkens, bei der Entwicklungsresistenz und der Konservierung alter Schemen und Wertvorstellungen.

    Was ich damit sagen will -> ist, dass DU (falls es tatsächlich dein Interesse weckt) anstatt zu polemisieren, besser sich der gegebenen Situation und Problematik mit Alkoholkonsum in Belarus, den negativen Folgen dieser "Tradition" widmen und nach konstruktiven Entwicklungswegen suchen solltest. Denn deine Antwort entspicht 1:1 der eigentlichen Einstellung der Verantwortlichen des 1. Maßnahmen-Programms (2000-2005), welches deshalb auch keine Veränderung, sondern eher Verschlechterung der Situation mit sich brachte.

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    #2944
    Lunatik
    173 Beiträge

    [quote]Es ist mir schon klar, Lunatik -> im Prinzip wolltest du mit dem Post sagen, dass du in der Problematik nichts zu sagen hast.

    Vergleiche dieser Art zielen nur darauf ab, uns zu sagen, dass es angeblich "so normal sei", anstatt nach konstruktiven Wegen zur Lösung des Problems zu suchen. Vergleiche zur Relativierung eines Problems einzusetzen, das ähnelt sehr der Propagandaart des belarussischen Staates oder milder ausgedrückt -> der Vorgehensweise, bei der die reale Auseinandersetzung mit einem Problem vermieden und dieses verharmlost und letztendlich totgeschwiegen wird. Eine typische Haltung beim absoluten Fehlen des selbstkritischen Denkens, bei der Entwicklungsresistenz und der Konservierung alter Schemen und Wertvorstellungen.

    Was ich damit sagen will -> ist, dass DU (falls es tatsächlich dein Interesse weckt) anstatt zu polemisieren, besser sich der gegebenen Situation und Problematik mit Alkoholkonsum in Belarus, den negativen Folgen dieser "Tradition" widmen und nach konstruktiven Entwicklungswegen suchen solltest. Denn deine Antwort entspicht 1:1 der eigentlichen Einstellung der Verantwortlichen des 1. Maßnahmen-Programms (2000-2005), welches deshalb auch keine Veränderung, sondern eher Verschlechterung der Situation mit sich brachte.[/quote]

    Ich wollte nichts polemisieren und glaube auch nicht dass ich das irgendwo getan habe. Genausowenig wollte ich die Problematik herunterspielen. Was ich sagen wollte war, dass es vielleicht die Schuld der Regierung ist, dass nichts unternommen wird, aber es ist nicht die Schuld der Regierung, dass ein Alkoholproblem existiert. Daher habe ich den Vergleich mit Russland gewagt, in dem das gleiche Problem existiert, dessen Regierung aber eine andere ist.

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    #2945
    GroM
    4243 Beiträge

    Die Fragen, die uns vielleicht ein Stück weiter bringen können, wären:

    -> Was ist die "Tradition des Trinkens" in Belarus (bzw. osteuropäischen Ländern)? Woher kommt sie? Wodurch wird sie untermauert und hat sogar eine positive gesellschaftliche Stellung (positive Werte-Vermittlung durch die Medien: z.B. Kino!) ?

    -> Warum trinken zunehmend Frauen und insbesondere junge Menschen in Belarus? Und vor allem: wann und wo trinken sie -> wodurch wird ihr Alkoholkonsum verstärkt (z.B. Langeweile, keine Beschäftigung, keine Freizeitmöglichkeiten)?

    -> Welche Rolle spielt der belarussische Staat in der Alkohol-Problematik? (z.B. wird die Heimproduktion von alkoholischen Getränken (Samogon) mittlerweile milder oder gar nicht strafrechtlich verfolgt, da es wohl unmittelbar mit der Loyalität der Bevölkerung zusammenhängt)

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    #2947
    GroM
    4243 Beiträge

    [quote] Was ich sagen wollte war, dass es vielleicht die Schuld der Regierung ist, dass nichts unternommen wird, aber es ist nicht die Schuld der Regierung, dass ein Alkoholproblem existiert. Daher habe ich den Vergleich mit Russland gewagt, in dem das gleiche Problem existiert, dessen Regierung aber eine andere ist.[/quote]
    Wie kommst du auf die Schuld der heutigen Regierung im Alkoholproblem?! Das stand in meinem ersten Post nicht zur Debatte! Bemerkenswert ist, dass du meinen Satz "Alkolismus ist die Krankheit der Gesellschaft, die in einem kranken System lebt" wohl sofort als eine Gegen-Luka-Aussage interpretiert hast. Es mag sein, dass die Regierung in Russland eine andere ist -> das System ist aber immer noch das Gleiche. Wenn jedoch auf der Regierungsebene staatliche Programme konzipiert werden, die sich nicht mit realen Problemen konstruktiv auseinandersetzen wollen, so ist die Regierung in ihren Handlungen zu kritisieren. Denn sie konserviert dadurch das kranke System und wird zum Träger dessen. Somit hat die Regierung nicht die Schuld am Alkoholproblem selbst, sondern die Schuld an ihrer Unfähigkeit diesem Problem zu begegnen und es mit sinnvollen Programmen einzudämmen.

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    #2949
    Lunatik
    173 Beiträge

    [quote]
    Bemerkenswert ist, dass du meinen Satz "Alkolismus ist die Krankheit der Gesellschaft, die in einem kranken System lebt" wohl sofort als eine Gegen-Luka-Aussage interpretiert hast.[/quote]

    Mag sein, dass ich das fehlinterpretiert habe, sorry. Ist aber bei der Formulierung auch verlockend, oder?

    [quote]Wenn jedoch auf der Regierungsebene staatliche Programme konzipiert werden, die sich nicht mit realen Problemen konstruktiv auseinandersetzen wollen, so ist die Regierung in ihren Handlungen zu kritisieren.[/quote]

    Das streite ich nicht ab.

    [quote]
    Somit hat die Regierung nicht die Schuld am Alkoholproblem selbst, sondern die Schuld an ihrer Unfähigkeit diesem Problem zu begegnen und es mit sinnvollen Programmen einzudämmen.[/quote]

    Das meinte ich mit meinem letzten Post.

    Ich hab gerade mal interessehalber mit ein paar Freunden gesprochen, welche hier nebenan wohnen und sie gefragt, woher die "Tradition des Trinkens" kommt, bzw. warum hier mehr getrunken wird als in Westeuropa.
    Die Antwort war:"Keine Ahnung, aber wir moegen es." Mich wuerde wirklich interessieren woher das kommt. Mich wuerde auch interessieren, wie die Leute hier im Forum (damit meine ich die aus Belarus, Polen und anderen slavischen Laendern) zum Thema Alkohol stehen, nicht unbedingt als Problemfaktor bei Ueberdosierung sondern eher im "Alltag", soll heissen zu welchen Gelegenheiten trinkt Ihr, wenn Ihr denn Alkohol trinkt, etwas?

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    #3007
    GroM
    4243 Beiträge

    [quote="Lunatik"][quote]
    Bemerkenswert ist, dass du meinen Satz "Alkolismus ist die Krankheit der Gesellschaft, die in einem kranken System lebt" wohl sofort als eine Gegen-Luka-Aussage interpretiert hast.[/quote]

    Mag sein, dass ich das fehlinterpretiert habe, sorry. Ist aber bei der Formulierung auch verlockend, oder?

    [quote]Wenn jedoch auf der Regierungsebene staatliche Programme konzipiert werden, die sich nicht mit realen Problemen konstruktiv auseinandersetzen wollen, so ist die Regierung in ihren Handlungen zu kritisieren.[/quote]

    Das streite ich nicht ab.

    [quote]
    Somit hat die Regierung nicht die Schuld am Alkoholproblem selbst, sondern die Schuld an ihrer Unfähigkeit diesem Problem zu begegnen und es mit sinnvollen Programmen einzudämmen.[/quote]

    Das meinte ich mit meinem letzten Post.

    Ich hab gerade mal interessehalber mit ein paar Freunden gesprochen, welche hier nebenan wohnen und sie gefragt, woher die "Tradition des Trinkens" kommt, bzw. warum hier mehr getrunken wird als in Westeuropa.

    So viel zum Alkoholproblem !!!!!

    http://ooe.orf.at/stories/110677/

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    #3008
    julius
    24 Beiträge

    na klasse bergi, stellst hier einen bericht über ein saufgelage auf einem partyschiff ins forum und bezeichnest das dann noch als -so viel zum alkoholproblem-
    finde mal die statistik des pro kopf-verbrauchs für österreich und vergleiche nicht den alkoholkonsum bei speziellen veranstaltungen, da wird immer mehr gesoffen-
    eigentlich solltest du doch auch selbst merken, daß dieser vergleich etwas hinkt oder ?

    prost, julius

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    #3019
    GroM
    4243 Beiträge

    [quote]na klasse bergi, stellst hier einen bericht über ein saufgelage auf einem partyschiff ins forum und bezeichnest das dann noch als -so viel zum alkoholproblem-
    finde mal die statistik des pro kopf-verbrauchs für österreich und vergleiche nicht den alkoholkonsum bei speziellen veranstaltungen, da wird immer mehr gesoffen-
    eigentlich solltest du doch auch selbst merken, daß dieser vergleich etwas hinkt oder ?

    prost, julius[/quote]

    Wenn es nur dieser eine Fall waehre..gebe ich dir Recht. Doch die Presse berichtet doch taeglich!!!!
    Auch in unseren Breitengraden ist das Sorgenkind der Alkohol.
    http://ooe.orf.at/stories/111324/
    Hier ein Vergleich… Belarus = Deutschland. Ich nehme an in Oesterreich ist es nicht anders.
    http://www.belarusnews.de/kultur1790-1.html
    http://www.dhs.de/daten_zahlen_alkohol.html

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    #3031
    GroM
    4243 Beiträge

    Hallo allerseits!
    Bin leider jetzt erst zu der Diskussion dazugestoßen und lese allerlei Interessantes!
    Ich habe ein Jahr in Minsk gelebt und selbt auch meine Erfahrungen mit Alkohol gesammelt.Zwei Sachen fallen mir noch dazu ein.

    1. Über die Auswirkungen des Alkoholismus bei unter-30-jährigen zu Reden bringt m.E. nicht sehr viel, da man dann noch nicht viel sieht. Wenn man sich aber die Alten in Belarus anguckt, sieht es recht düster aus. Aktiv sieht man fast nur Frauen auf den Straßen, ob es auf dem Markt ist (vor wie hinter der Waage) oder die Straße kehrend bzw. Kartoffeln von der Datscha schleppend. Die Herren der Schöpfung sind diejenigen, die man schon morgens doll besoffen im Bus sieht. Außerdem sieht man bemerkenswert wenig männliche Ü-60er auf der Straße. Was anderes als Alkoholmissbrauch fällt mir dazu nicht ein. (vielleicht kann man das Alter noch ein bisschen verringern, da viele älter aussehen als sie es sind).

    2. Man stelle sich eine Party vor. Jeder hat vor, sich zu betrinken. Alles geht seinen Gang wie in Deutschland, mit viel Wein und Bier.
    Einen gravierenden Unterschied macht dann aber, dass das Eisfach voll beladen mit Wodka ist und die Party in der Küche endet.
    Das Geburtstagsfest. 10 Männer und 5 Frauen sind anwesend. Unterm Strich werden 10 Flaschen Wodka verputzt, die Frauen mussten nur bis zum 3. mitziehen. Im Vergleich zu deutschen Familienfeiern übersteigt der dortige Alkoholkonsum den deutschen bei Weitem!

    Ähnliches habe ich mehrfach erlebt und denke, dass meine Erfahrung repräsentativ ist und es zu Russland keine großen Unterschiede gibt.

    Ich bilde mir jedoch ein, das (bela-)russische Verlangen nach Alkohol verstehen zu können. Es ist wahrlich keine Saga von den harten russischen Wintern.
    Sicherlich kann es in Deutschland auch oft sehr kalt sein, es hat aber nicht so eine starke Wirkung wie dort. Für mein Empfinden ist der Deutsche viel zu stark eingebunden. Es hat immer etwas offen, ob es die Billardbar ist oder Sporthallen bzw. Kinos. Und wenn es die blinkende Werbung in der Dönerbude von gegenüber ist. Da macht es keinen Unterschied, welche Jahreszeit herrscht. Geld erleichtert auch vieles, womit sich der HartzIV-Empfänger vielleicht ein angenehmeres Leben als der arbeitslose Weißrusse gestalten kann (ob das so ist, will ich mal im Raum stehen lassen).

    Was vielen fehlt, sind z.B. nette Cafes (jetzt von Minsk gesprochen). In einer netten Atmosphäre braucht man keinen Alkohol, um sich von Problemem abzulenken. Für mich war in Belarus allein deshalb sehr verständlich, sich an nem Januarabend zu besaufen.

    Ich hoffe, mein nicht-wissenschaftlicher Bericht findet hier sein Plätzchen und würde mich gerade über ein weißrussisches Feedback über die Mengen des Alkoholkonsums freuen!

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    #3034
    GroM
    4243 Beiträge

    1. Über die Auswirkungen des Alkoholismus bei unter-30-jährigen zu Reden bringt m.E. nicht sehr viel, da man dann noch nicht viel sieht. Wenn man sich aber die Alten in Belarus anguckt, sieht es recht düster aus. Aktiv sieht man fast nur Frauen auf den Straßen, ob es auf dem Markt ist (vor wie hinter der Waage) oder die Straße kehrend bzw. Kartoffeln von der Datscha schleppend. Die Herren der Schöpfung sind diejenigen, die man schon morgens doll besoffen im Bus sieht. Außerdem sieht man bemerkenswert wenig männliche Ü-60er auf der Straße. Was anderes als Alkoholmissbrauch fällt mir dazu nicht ein. (vielleicht kann man das Alter noch ein bisschen verringern, da viele älter aussehen als sie es sind).

    Meine Meinung………..
    Bin jetzt auch bereits ein Jahr in Minsk und muss diesen schon etwas entgegensetzen. Was den Alkoholkonsum hier mengenmaessig betrifft zum Unterschied von Deutschland liegt laut statistischen Zentralamt Deutschland wohl einiges voraus.
    "Morgens doll besoffen im Bus"….. der ist nicht lange im Bus, da die Miliz sofort und brutal durchgreift. Jetzt die ueber 60zig-jaehrigen. Es stimmt man sieht sehr wenige wenn ueberhaupt. Du hast ein Jahr in Minsk gelebt und muesstest die Rentnersituation kennen. Mit 150 Dollar im Monat bleibt nicht viel uebrig um auf der Strasse zu patrolieren, geschweige von Restaurantbesuche. Diese Menschen jetzt zu Alkoholikern zu stempeln finde ich schon etwas brueskierend.
    Ich habe 60 Jahre in Oesterreich gelebt und mache auch jetzt mehrmals kurze Abstecher dorthin (ist ja meine Heimat) doch finde ich zumindest in der Kleinstadt Salzburg mehr Betrunkene auf der Strasse an, als in der Grossstadt Minsk.
    Herzliche Gruesse aus Minsk

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    #3035
    GroM
    4243 Beiträge

    [quote]
    "Morgens doll besoffen im Bus"….. der ist nicht lange im Bus, da die Miliz sofort und brutal durchgreift.[/quote]
    Da bin ich aber anderer Meinung! Dies belegen auch einige Fotos in der BelarusNews-Galerie. Als Betrunkener bleibst du länger auf der Strasse liegen, als ein friedlicher Demonstrant mit einem Plakat, der sich mal auf die Strasse begibt -> die Miliz macht da einen grooooßen Unterschied. Und Betrunkene liegen in Minsk (insb. in Sommermonaten) wirklich an jedem Eck! Liegen!!!

    [quote]…Diese Menschen jetzt zu Alkoholikern zu stempeln finde ich schon etwas brueskierend.[/quote]
    Diese Menschen sind Alkoholiker, Bergi. Brueskierend ist allerdings die Ursache.

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    #3040
    GroM
    4243 Beiträge

    [quote]…Diese Menschen jetzt zu Alkoholikern zu stempeln finde ich schon etwas brueskierend.[/quote]
    Diese Menschen sind Alkoholiker, Bergi. Brueskierend ist allerdings die Ursache.[/quote]

    http://salzburg.orf.at/stories/115261/

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    #3048
    GroM
    4243 Beiträge

    Bergi, diese Relativierungsversuche bzw. Vergleiche aus Österreich liegen total daneben. Indessen scheint "die Saison" in Belarus eröffnet zu sein:

    http://naviny.by/ru/content/rubriki/2-ya_gruppa/avto/13-06-06-01/ (in Russisch)

    Kurze Übersetzung: Während der Strassenarbeiten im Zentrum von Minsk (10.-12.06) stellte sich heraus, dass viele der Bauarbeiter alkoholisiert und manche stock-betrunken waren (2,8 Promile!). Zwei mussten sogar in die Ausnüchterungsanstalt gebracht werden.

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    #3049
    GroM
    4243 Beiträge

    neuerdings (?) sammelt die miliz aber die rumliegenden betrunkenen ein und schafft sie in eine art ausnüchterungszelle …. habe ich zumindest selber gesehen … ansonsten hat sich aber das bild der alkoholiker in der stadt sehr geändert. mir kommt es schon so vor als wenn ein anderes bewusstsein angenommen wurde.

    aber ja wenn angenommen wird es handelt sich um einen betrunkenen lassen die leute einen schon liegen. mein opa der schwer krank war ist bei seinem letzten spaziergang umgefallen. doch keiner hatte ihm geholfen. so ist es …… leider!

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