Posted by: schreibikus
on Jun 26, 2010
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Was bewegte mich dazu, diese Schrift zu verfassen?
Die Deutschen wissen so gar nichts über die Weißrussen und die Weißrussen sind hingegen nicht in der Lage, sich ein objektives Bild von den Deutschen zu machen.
Die Vorstellung meiner Landsleute über die Deutschen erinnert mich an eine östliche Parabel von drei Blinden, welche versuchten herauszufinden, wie ein Elefant aussieht. Einer, welcher den Schwanz des Elefanten hielt, sagte, dass der Elefant einem Seil ähnlich sei. Der Andere, den Rüssel haltend, kam zu der Feststellung, ein Elefant sei einer Schlange ähnlich. Ein Dritter, welcher einen Fuß umfasste, kam zu dem Schluss, ein Elefant sei einem Baum ähnlich. Während für Weißrussen Deutschland das Paradies auf Erden verkörpert, ist Weißrussland für die Deutschen ein Terra inkognita, ein weißer Fleck, im besten Falle das letzte diktatorische Regime in Europa, aber die Weißrussen sind ihnen so wenig bekannt, wie die Uiguren.
Posted by: schreibikus
on Feb 8, 2010
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Auf der einen Seite haben wir Ingo Petz - vermutlich den einzigsten deutschen Journalisten, der sich konsequent Belarus verschrieben hat, seit vielen Jahren immer wieder spannende Themen (und Menschen) aufgreift und dem deutschsprachigen Publikum kompetent präsentiert. Auf der anderen Seite haben wir Wiktor Martynowytsch - einen belarussischen Journalisten, Politologen, Dr. in der Kunstgeschichte und den Autoren des Buches "Paranoia", dessen inoffizielles Verbot für reichlich Wirbel (und PR) in Belarus gesorgt hat. Entstanden ist daraus ein Interview, nein, eigentlich ein Dialog über die belarussische Gesellschaft, über das alltägliche Paranoia und über die Gründe, warum man Wiktor Martynowytsch besser nicht verhaften sollte.