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60. Berlinale - Belarussen zeigen Ambitionen und schlechtes Erinnerungsvermögen [+Video] Drucken
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Donnerstag, 18. Februar 2010 um 16:12

D.o.p. Antony Subbotin

Ja,  einer hat es bei der 60. Berlinale doch geschafft - Anton Subbotin, 22-jähriger Filmemacher aus Belarus und Student der St. Petersburger "State University of cinema and TV".  Mit seinem Kurzfilm bzw. einem Minifragment von 3:40 "Szene 58" erhielt der junge Regisseur die Möglichkeit zur Teilnahme im Berlinale Talent Campus. Es ist zwar eine bescheidene Auszeichnung und keine richtige Teilnahme am renomierten Filmfestival. Dennoch ist das ein ermunternder Start für die noch junge Karriere des Belarussen, der sich bisher mit Musikvideos und Werbespots befasst hat.

 

Anton bzw. Antony (!) selbst beschreibt sich auf der offiziellen Profilseite des Talent Campus so: "Young. Creative. Curious. I do want to master the profession at the top level! To be artistic - is my phylosophy." Und im Interview für TUT.BY muss der junge Filmemacher gleich erklären, dass das Foto mit der Berlinale-Wand im Hintergrund natürlich kein offizieller Shot ist. Vielmehr ist es ein symbolischer Ansporn u.a.  für andere junge belarussische Filmemacher, die ins offizielle Programm der Berlinale  kommen wollen. "Denn dann wird man mit Stolz sagen können: unsere Leute sind auf der "Berlinale", wir existieren auf der Karte der Kinowelt".

 

Da muss ich allerdings Anton widersprechen und das schlechte Erinnerungsvermögen belarussischer Journalisten kritisieren. Denn wer schlechtes Gedächtnis hat - der kann recherchieren und wird schnell erfahren können, dass Belarus längst auf der "Karte der Kinowelt" steht und bereits 1997 auf der Berlinale große Aufmerksamkeit erzeugt hat. Die Resonanz des regimkritischen Dokumentarfilms (Kategorie: Forum) aus Belarus war damals so groß, dass der Regisseur des Films nach seiner Rückkehr in seiner Wohnung in Minsk von Unbekannten windelweich zusammengeschlagen und dabei seine Beine gebrochen wurden". Sein Name ist Juri Chaschtschewatskij (Chaschewatskij) und sein Film heißt "Der gewöhnliche Präsident". Der Dokumentarfilm erhielt lobenswerte Erwähnung bei der Verleihung des traditionellen Friedensfilmpreises der Berlinale. Das dürfen wir auf keinen Fall vergessen!

"Scene 58" von Anton Subbotin

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Written by :
GroM
 
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